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RadioLink RC8P - Bedienungsanleitung

RadioLink RC8P (weiß) + R8FG
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RadioLink RC8P (weiß) + R8FG

RadioLink RC8P (rosa) + R8FG
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RadioLink RC8P (rosa) + R8FG

RadioLink RC8P (grün) + R8FG
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RadioLink RC8P (grün) + R8FG

RadioLink RC8P (schwarz) + R8FG
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RadioLink RC8P (schwarz) + R8FG

Einleitung​

Die RadioLink RC8P ist eine kompakte Lenkradfernsteuerung für RC-Autos, Crawler, Kettenfahrzeuge, Boote und Roboter. Sie bietet 8 proportionale Kanäle, 30 Modellspeicher, Telemetrie, einstellbare Sprachansagen und kabelgebundenen oder drahtlosen Lehrer-Schüler-Betrieb. Zum Standardset gehört ein R8FG-Empfänger mit Lenkgyro und Spannungsüberwachung des Antriebsakkus.

Einbau, Hardwareversionen, Ausgangsmodi und Telemetrieverkabelung des Empfängers sind in der Anleitung des RadioLink R8FG beschrieben.

Diese Anleitung beschreibt die Funktionen der englischen und chinesischen RadioLink-Anleitungen vom 27. August 2026 sowie die bis V1.0.5 geprüften Firmware-Änderungen. Die Menünamen entsprechen der englischen Benutzeroberfläche. Wählen Sie Englisch, wenn Sie diesen Bezeichnungen folgen möchten; verfügbare Menüsprachen sind Chinesisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch und Japanisch. Bildschirmdarstellung und Funktionsumfang hängen von Firmware und Empfängerversion ab.

Sicherheitshinweise​

Gefahr

Dieses Produkt ist kein Spielzeug und nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Falsche Bedienung kann zum Kontrollverlust und zu schweren Verletzungen führen. Lesen Sie vor dem Einsatz diese Anleitung sowie die Anleitungen von Modell, Empfänger, Servos, Regler und Akkus.

  • Betreiben Sie das Modell fern von Personen und Straßen und halten Sie es stets in Sicht. Beachten Sie örtliche Betriebsbeschränkungen. Nicht bei Regen, durch Pfützen oder bei schlechter Sicht fahren.
  • Lassen Sie Gas beim Einschalten auf Neutral. Schalten Sie zuerst den Sender, dann das Modell ein. Zum Ausschalten den Motor stoppen, Modell und Empfänger ausschalten und zuletzt den Sender ausschalten.
  • Trennen oder sichern Sie den Antrieb während des Bindens, Programmierens, Kalibrierens und bei Firmware-Arbeiten. Halten Sie Räder, Propeller und bewegliche Mechanismen von Personen und Gegenständen fern.
  • Prüfen Sie vor jeder Fahrt Modellspeicher, Kanalrichtungen, Endpunkte, Gyro-Wirkrichtung, Akkuzustand, Funkverbindung und Fail-safe. Beenden Sie den Betrieb rechtzeitig nach einer Unterspannungs- oder Signalwarnung.
  • Schützen Sie den Sender vor Wasser, Staub, Stößen und übermäßiger Wärme. IPX4 bedeutet beim Empfänger Schutz gegen Spritzwasser; Eintauchen ist nicht zulässig und das gesamte Modell wird dadurch nicht wasserdicht.
  • Verwenden Sie eine unbeschädigte, kompatible wiederaufladbare 18650-Zelle. Beachten Sie die Polarität. Die Zelle niemals kurzschließen, quetschen, zerlegen oder erhitzen. Laden Sie unter Aufsicht, fern von brennbaren Stoffen und innerhalb der zulässigen Akkutemperaturen.
  • Nehmen Sie den Senderakku bei längerer Lagerung heraus. Trennen Sie den Modellakku nach dem Betrieb; lassen Sie ein eingeschaltetes Modell nicht unbeaufsichtigt.
Achtung

Der USB-C-Eingang der RC8P ist für 5 V, 500 mA ausgelegt. Legen Sie dort niemals mehr als 5 V an. Für den mitgelieferten R8FG gilt ein eigener Versorgungsspannungsbereich von 3–12 V. Sein TELEMETRY-Anschluss dient der Spannungsmessung und nicht der Empfängerversorgung.

Technische Daten des Senders​

ParameterRC8P
Abmessungen147,5×124,5×80 mm laut aktueller Herstellerangabe
Gewicht193 g; der Hersteller nennt nicht, ob der Akku enthalten ist
Akku1× wiederaufladbare 18650-Zelle, laut aktueller Herstellerangabe 2500 mAh
Akkufach18×65 mm laut Hersteller
Betriebsspannung3,4–4,2 V DC
Betriebsstrom230 ± 15 mA bei 4,2 V
USB-C-Eingang5 V, 500 mA
AntenneIntern
Frequenzband2400–2483,5 MHz
Modulation und FrequenzsprungverfahrenGFSK; FHSS mit 67 Sprungfrequenzen
HF-Ausgangsleistung<100 mW (20 dBm)
Kanalbandbreite / Kanalabstand400 kHz / 1200 kHz
Datenrate / Empfangsempfindlichkeit38 kbit/s / −104 dBm
Kanäle8 proportionale Kanäle mit zuweisbaren Gebern
AuflösungFHSS V1: 2048; FHSS V2: 4096; angegebener Jitter 0,25 µs
Wählbare Servosignalperiode14 ms; 4 ms oder 3 ms mit kompatiblem Empfänger und Servos
Modellspeicher / Sub IDs30 / 16
Display2,4"-Farb-LCD, 320×240 Pixel, 16-Bit-Farbe
BetriebssystemFreeRTOS mit LVGL-Oberfläche
SchnittstellenPWM und SBUS über kompatiblen Empfänger; PPM-Lehrer-Schüler über USB-C
TelemetriewarnungenSender-, Empfänger- und Antriebsakkuspannung sowie RSSI
Lehrer-Schüler / SimulatorKabelgebunden oder drahtlos mit geeignetem Zubehör; Simulatorverbindung über USB
ReichweiteBis 600 m beim Bodentest des Herstellers ohne Hindernisse oder Störungen
Angegebene Betriebstemperatur−30–85 °C; keine Angabe zur Lade- oder Lagertemperatur des Akkus

Die tatsächliche Reichweite hängt von Einbau und Umgebung ab. Beachten Sie die Grenzen des Akkus und aller angeschlossenen Komponenten, auch wenn diese enger sind als die Senderangaben. Noch zu bestätigende Werte finden Sie unter Hinweise zu den Quellen.

Technische Daten und Kompatibilität des Empfängers​

ParameterR8FG
Abmessungen / Gewicht35×24×13,5 mm / 10,5 g
Antennenlänge205 mm
Versorgungsspannung / Strom3–12 V / 35 mA bei 5 V, nur Empfänger
Kanäle / Ausgänge8; PWM an CH1–CH7, PWM oder SBUS an CH8
Funksystem2400–2483,5 MHz, FHSS mit 67 Sprungfrequenzen
AuflösungBis 4096; Herstellerangabe 0,25 µs je Schritt
Servosignalperiode14 ms; 3 ms und 4 ms erfordern R8FG V2.1 oder Fertigung ab 26. April 2023
TelemetrieEmpfängerspannung, RSSI und externe Antriebsakkuspannung
TELEMETRY-EingangÜberwachung eines 2–8S-Akkus, maximal 33,6 V; nur Messung
Gyro / SchutzEinstellbarer Lenkgyro / Spritzwasserschutz IPX4
Getestete BodenreichweiteBis 600 m unter den oben genannten Bedingungen

Die aktuelle Anleitung nennt folgende RC8P-kompatible Empfänger: R8FG, R16F, R16SM, R12F, R12FL, R8FGH, R8EF, R8FM, R8SM, R8XM, R7FG, R6FG, R6F und R4FGM. Ausgänge und Funktionen unterscheiden sich; ein Empfänger mit mehr Ausgängen erweitert die 8 Steuerkanäle des Senders nicht. Wählen Sie vor dem Binden das richtige HF-Protokoll.

Die RC8P-Anleitung nennt für den R8FG außerdem RC8X, RC6GS V3/V2, RC4GS V3/V2, RC6GS, RC4GS, T16D, T12D, T12S, T8FB und T8S. Prüfen Sie Hardware- und Firmware-Einschränkungen des Senders in der Empfängeranleitung. RC8P unterstützt weder ELRS-Module noch 4-in-1-Funkprotokolle anderer Hersteller.

Lieferumfang​

  • RC8P-Sender und R8FG-Empfänger, jeweils 1 Stück.
  • Wiederaufladbare 18650-Zelle, Modellspannungs-Telemetriekabel, Tragegurt und USB-C-Kabel, jeweils 1 Stück.
  • 2,0mm-Innensechskantschlüssel, Anleitung und Verpackung.

Die Gehäusefarben haben denselben Funktionsumfang. Prüfen Sie den Inhalt Ihres Sets und das Akkuetikett.

Bedienelemente und Anschlüsse​

Machen Sie sich vor dem Einschalten des Modells mit den Bedienelementen vertraut. (Abb. 1)

RC8P-Bedienelemente und Anschlüsse auf beiden Seiten
BedienelementFunktion
Lenkrad, STProportionale Lenkeingabe
Gashebel, THProportionale Gas- und Bremseingabe
SWA, SWBDreistufenschalter
PS1, PS2Drucktasten mit einstellbarem Schaltverhalten
DL1 / PS3Drehgeber mit Drucktastenfunktion
VRProportionaler Drehregler
Scroll-GeberDrehen zum Auswählen oder Einstellen; drücken zum Öffnen oder Bestätigen
Return / ExitZurück oder Beenden; vom Startbildschirm MONITOR öffnen
PowerGedrückt halten zum Ein-/Ausschalten; im Einstellmenü kurz drücken für MONITOR, erneut drücken zum Zurückkehren
USB-CLaden, vorübergehende Versorgung, PC-Datentransfer, Firmware-Update, Simulator und kompatible PPM-Lehrer-Schüler-Verbindung
Weitere TeileFarbdisplay, Lautsprecher, Gurtösen, Akkufach und Lenkrad-Befestigungsschraube

Eine Einstellung der Lenkrad- oder Gashebelfederkraft sowie ein Linkshänderumbau sind laut Hersteller nicht vorgesehen. Das Senderdisplay nimmt weder FPV-Video noch Signale für einen externen Monitor entgegen.

Hauptteil​

Sender vorbereiten und laden​

  1. Schalten Sie den Sender aus und trennen Sie USB. Schieben Sie den Akkudeckel in Richtung des eingeprägten Pfeils und lassen Sie ihn aufspringen.
  2. Setzen Sie die 18650-Zelle mit dem Pluspol nach außen zum Deckel am unteren Griffende ein. Beachten Sie die Polaritätsmarkierungen. Drücken Sie den Deckel herunter und schieben Sie ihn zu. (Abb. 2)
  3. Verbinden Sie das mitgelieferte USB-C-Kabel mit einer geeigneten 5V-Quelle, beispielsweise PC oder Powerbank. Die Anzeige der Power-Taste leuchtet rot beim Laden und blau bei vollem Akku.
  4. Trennen Sie das Ladekabel nach dem Laden. Bei angeschlossenem USB ohne eingelegten Akku zeigen abwechselnd lange blaue und kurze rote Blinksignale den fehlenden Akku an.
Bewegung des Akkudeckels und Pluspol der 18650-Zelle zum Deckel
Gefahr

Beenden Sie bei der Akkuwarnung den Betrieb und bringen Sie das Modell sicher zum Stillstand. Die Warnung erfolgt standardmäßig bei 3,6 V; an der voreingestellten Abschaltschwelle von 3,3 V schaltet sich der Sender jedoch automatisch aus und die Funksteuerung fällt aus. Nutzen Sie die Abschaltschwelle nicht als normalen Endpunkt einer Fahrt.

Erstes Einschalten und Menübedienung​

  1. Lassen Sie das Modell ausgeschaltet und den Gashebel auf Neutral. Halten Sie Power zum Einschalten gedrückt.
  2. Drücken Sie Scroll zum Öffnen des Menüs. Drehen Sie den Geber zur Auswahl einer Einstellung, drücken Sie zum Auswählen, drehen Sie zum Ändern und drücken Sie erneut zum Bestätigen. Mit Return gehen Sie zurück. (Abb. 3)
  3. Öffnen Sie SYSTEM SETTING → LANGUAGE und wählen Sie die Sprache. Bei chinesischer Anzeige wählen Sie 系统设置, anschließend 语言:中文, und stellen Sie für die Menünamen dieser Anleitung Englisch ein.
  4. Wählen Sie in MODEL einen Modellspeicher und vergeben Sie einen eindeutigen Namen. Prüfen Sie die Auswahl erneut, bevor Sie den Empfänger einschalten.
  5. Prüfen Sie die Kanalausgänge in MONITOR. Drücken Sie vom Startbildschirm aus Return; aus einem Einstellmenü kurz Power und zum Zurückkehren erneut dieselbe Taste.
Scroll, Return und Power sowie Direktzugriff auf den Kanalmonitor

Empfänger einbauen und anschließen​

Befestigen Sie den Empfänger vibrationsgeschützt und fern von Wärme, Wasser und beweglichen Teilen. Halten Sie die aktiven Antennenabschnitte gerade, getrennt und im Winkel von 90° zueinander. Wählen Sie unterschiedliche Ausrichtungen, einen aktiven Abschnitt senkrecht, statt beide flach zum Boden zu legen. Positionieren Sie sie bei großen Modellen auf gegenüberliegenden Seiten, wenn Metall den Empfang abschirmen würde. Halten Sie mindestens 13 mm Abstand zu Metall und Kohlefaser sowie Abstand zu Motor, Regler und anderen Störquellen. Antennenkabel nicht knicken, kürzen oder auf Zug belasten. (Abb. 4)

Der graue Abschnitt ist die Koaxialzuleitung; das etwa 4–5 cm lange transparente Ende ist die aktive Antenne. Ersetzen Sie beschädigte Antennen vor dem Betrieb. Ein geeigneter Schutzbeutel oder ein Gehäuse kann Staub und Feuchtigkeit fernhalten, darf aber keine Überhitzung verursachen und erlaubt kein Eintauchen.

Aktive R8FG-Antennenabschnitte im 90-Grad-Winkel fern von leitenden Teilen
  1. Trennen Sie den Modellakku. Schließen Sie das Lenkservo an CH1 und das Reglersignalkabel oder Gasservo an CH2 an. Zusatzfunktionen kommen an die passenden übrigen Kanäle.
  2. Beachten Sie die Empfängermarkierungen: weiß oder gelb = Signal, rot = Versorgung plus, schwarz oder braun = minus/Masse. Der mittlere Pluskontakt führt die Empfängerversorgung; gehen Sie nicht von einer stets auf 5 V geregelten Spannung aus.
  3. Versorgen Sie den Empfänger über ein geeignetes Regler-BEC oder einen Empfängerakku innerhalb 3–12 V und innerhalb der Grenzen sämtlicher Servos und Zubehörteile. Schalten Sie unabhängige Versorgungen nur zusammen, wenn deren Anleitungen dies ausdrücklich zulassen.
  4. Schließen Sie kein normales PWM-Servo an CH8 an, wenn dieser Anschluss auf SBUS steht. Wählen Sie den benötigten Empfängermodus.
Vorsicht

Der Verpolschutz des Empfängers schützt angeschlossene Servos nicht. Prüfen Sie vor dem Einschalten jeden Stecker. Schließen Sie niemals einen Antriebsakku oberhalb der Empfängergrenze an die Versorgungskontakte eines Kanals an.

Antriebsakku-Telemetrie anschließen​

  1. Lassen Sie den Antriebsakku getrennt. Setzen Sie das mitgelieferte Messkabel zwischen Akku und Regler: dessen Stecker kommt zum Regler, die Buchse zum Akku, entsprechend dem Originalschaltbild. Prüfen Sie vor dem Zusammenstecken Kompatibilität und Polarität.
  2. Verbinden Sie den kleinen Messstecker polrichtig mit TELEMETRY +/−. Dieser Eingang überwacht einen 2–8S-Akku bis 33,6 V. Er versorgt den Empfänger nicht. (Abb. 5)
  3. Prüfen Sie nach dem Binden EXT Vol am Sender. Empfängerspannung und RSSI werden getrennt übertragen. Stellen Sie unter ALARM → EXT VOLT eine passende Warnschwelle für Akkutyp, Zellenzahl und Modell ein.
Getrennte R8FG-Versorgung und Spannungsmessung des Antriebsakkus
Achtung

Der TELEMETRY-Eingang besitzt keinen Verpolschutz. Die Messgrenze von 33,6 V gilt nicht für die Versorgungskontakte. Firmware V1.0.4 erweiterte die Anzeige der Empfängerspannung auf 25,5 V; die maximale R8FG-Versorgung von 12 V wurde dadurch nicht erhöht.

Sender und Empfänger binden​

Das mitgelieferte Paar ist normalerweise ab Werk gebunden. Binden Sie einen Ersatzempfänger und wiederholen Sie das Binden nach einem Protokollwechsel.

  1. Sichern Sie den Antrieb. Wählen Sie vor dem Binden das richtige Modell, RF SETTING → PROTOCOL und gegebenenfalls die gewünschte Sub ID.
  2. Halten Sie etwa 60 cm Abstand zwischen Sender und Empfänger. Zu geringer Abstand kann den Empfang blockieren und das Binden verhindern.
  3. Schalten Sie den Sender und danach den Empfänger ein. Ein ungebundener R8FG blinkt langsam.
  4. Halten Sie ID SET am Empfänger länger als 1 s gedrückt und lassen Sie los. Schnelles Blinken zeigt den Bindevorgang an.
  5. Eine dauerhaft leuchtende Empfänger-LED und das Signalsymbol am Sender zeigen die Verbindung. Blinkt die LED weiter langsam, prüfen Sie Protokoll, Versorgung und Abstand und wiederholen Sie den Vorgang.
  6. Prüfen Sie alle Bedienelemente, Telemetriewerte und Fail-safe, bevor Sie den Antrieb freigeben.

Ältere Empfänger wie R7FG und R6FG benötigen FHSS V1. Beachten Sie die Tabelle unter RF SETTING; nicht alle RadioLink-Empfänger verwenden dasselbe Protokoll.

R8FG-Ausgangsmodi und Gyro​

ModusLED-FarbeCH1–CH7CH8
PWMGrünPWMPWM
PWM + SBUSBlauPWMSBUS
PWM + GyroRotPWMPWM
PWM + SBUS + GyroRot und Blau zusammen, erscheint violettPWMSBUS

Bei eingeschaltetem, gebundenem Empfänger:

  • Drücken Sie ID SET einmal kurz, um SBUS an CH8 ein-/auszuschalten.
  • Drücken Sie ID SET 3-mal innerhalb 2 s, jeweils mit weniger als 1 s Abstand, um den Gyro ein-/auszuschalten. Die rote LED bestätigt den Gyro-Befehl mit 3 Blinksignalen.
  • Drücken Sie ID SET zweimal innerhalb 2 s, um die Gyro-Wirkrichtung umzukehren; die rote LED blinkt zweimal.

Der Gyro ist standardmäßig aus. Halten Sie den Empfänger beim Selbsttest nach dem Einschalten still. Aktivieren Sie den Gyro erst nach dem Einstellen von normaler Lenkrichtung und Lenkausschlag.

  1. Sichern Sie das Modell mit stillgelegtem Antrieb. Aktivieren Sie den Gyro und stellen Sie in GYRO zunächst eine geringe Empfindlichkeit ein.
  2. Drehen Sie die Fahrzeugfront von Hand nach rechts: Die Vorderräder müssen nach links korrigieren. Beim Drehen nach links müssen sie nach rechts korrigieren.
  3. Verstärkt die Korrektur die Bewegung, kehren Sie die Gyro-Richtung mit der Empfängertaste um und prüfen Sie erneut. Die Gyro-Richtung wird getrennt von der Servoumkehr am Sender geprüft.
  4. Stellen Sie die Empfindlichkeit für stabiles Lenken ein. Korrekturen beim Bewegen des Modells sind normal; anhaltendes Pendeln im Stillstand nicht. Reduzieren Sie die Empfindlichkeit und prüfen Sie den Anschluss des Servos an einen PWM-Ausgang.
Gefahr

Fahren Sie nicht mit falscher Gyro-Wirkrichtung oder unkontrolliertem Lenkpendeln. Prüfen Sie die Richtung nach Änderungen an Servoumkehr, Anlenkungsgeometrie oder Empfängereinbau erneut.

Funkverbindung prüfen und Fahrt vorbereiten​

  1. Schalten Sie bei gesichertem Antrieb Sender und Empfänger ein und prüfen Sie Signalsymbol und aktuellen RSSI-Wert.
  2. Stellen Sie für den RSSI-Nahbereichstest des Herstellers etwa 60 cm Abstand ein, den Sender aufrecht und die Empfängerantennen wie abgebildet. RadioLink nennt −30 bis 0 dBm als erwarteten Bereich; näher an 0 bedeutet stärkeres Signal. (Abb. 6)
  3. Prüfen Sie bei ungewöhnlichem Empfang Antennen und Einbau, entfernen Sie sich von Störquellen und vergleichen Sie möglichst mit einem sicher funktionierenden kompatiblen Empfänger. Betreiben Sie das Modell nicht mit einem ungeklärten Verbindungsfehler.
  4. Prüfen Sie Lenkung, Gasneutralstellung, Bremse, Zusatzfunktionen, Endpunkte, Gyro und Fail-safe. Prüfen Sie jeden Schalter und aktiven Betriebszustand.
  5. Führen Sie vor dem normalen Betrieb einen zum Modell passenden kontrollierten Reichweiten- und Funktionstest durch. Der Tischtest auf 60 cm garantiert nicht die volle Betriebsreichweite.
  6. Beginnen Sie langsam auf freier Fläche. Zum Beenden Motor stoppen, Modell ausschalten und Akku trennen, dann Power zum Ausschalten des Senders gedrückt halten.
RC8P und R8FG etwa 60 cm voneinander entfernt beim RSSI-Tischtest

Menüübersicht​

Stellen Sie bei einem neuen Modell MODEL, RF SETTING, AUX CH, REVERSE, TRIMS, END POINTS, ALARM und FAIL SAFE ein, bevor Sie Kurven, Mischer oder Automatikfunktionen hinzufügen. Beobachten Sie MONITOR und den tatsächlichen Mechanismus bei gesichertem Antrieb.

Bei Funktionen mit SWITCH oder SW bedeutet OFF aus, ON dauerhaft ein und eine Schalterzuweisung Aktivierung in der gewählten Stellung. Übliche Geber sind SWA, SWB, PS1, PS2 und PS3. SWITCH STATUS oder MIX STATUS zeigt die Aktivierung an. Prüfen Sie das Tastenverhalten in SWITCH SETTING; derselbe Geber kann mehrere zugewiesene Funktionen gleichzeitig auslösen.

SYSTEM SETTING​

EinstellungZweck und Werte
LANGUAGEChinesisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch oder Japanisch
VOLUME0 %, 25 %, 50 %, 75 % oder 100 %; 0 % schaltet den Ton stumm
BATTERY ALARMSender-Unterspannungswarnung; Vorgabe 3,6 V
PWR OFFAutomatische Unterspannungsabschaltung; Vorgabe 3,3 V
VOLT ADJAngezeigte Akkuspannung anhand einer zuverlässigen Messung korrigieren; angegebener Bereich −5 bis +5 V
BRIGHTNESS10–100 %
IDLE ALARMErinnerung bei Inaktivität; maximal 1 h
BACKLIGHT TIMEBeleuchtungsabschaltung bis 1 h; NULL lässt das Display an
AUTO SHUTDOWNAbschaltung nach Inaktivität bis 1 h; NULL deaktiviert diese Zeitabschaltung
BOOT ANIMATIONStartanimation ein- oder ausschalten
SYSTEM RESETSystemeinstellungen außer LANGUAGE zurücksetzen
FACTORY RESETSystemeinstellungen und alle Modelle außer LANGUAGE zurücksetzen; Yes bestätigen und etwa 1 min warten
Vorsicht

FACTORY RESET löscht sämtliche Modelleinstellungen. Notieren oder sichern Sie wichtige Einstellungen vorher. MODEL → RESET setzt nur das gewählte Modell zurück. Kaschieren Sie einen leeren Akku nicht durch Spannungskalibrierung und wählen Sie Inaktivitätseinstellungen, die den Modellbetrieb nicht unterbrechen können. Stummschaltung unterdrückt auch akustische Warnungen.

Firmware V1.0.5 ergänzt auf dieser Seite einen QR-Code zur Anleitung.

MODEL​

Wählen Sie einen von 30 Modellspeichern. RENAME ändert den Namen; RESET stellt die Modellvorgaben wieder her.

Zum Kopieren wählen Sie das Quellmodell und COPY, danach das Zielmodell und PASTE. Dabei werden die Zieleinstellungen überschrieben und der Quellname übernommen; benennen Sie den neuen Speicher deshalb sofort um. Prüfen Sie Empfängerzuordnung, Bedienelemente und Fail-safe vor dem Betrieb des kopierten Modells.

REVERSE​

Wählen Sie den Kanal und drücken Sie Scroll, um die Ausgangsrichtung umzukehren. Prüfen Sie jeden Mechanismus bei gesichertem Antrieb. Nach Gas- oder Lenkumkehr erneut Neutralstellung, Endpunkte, gegebenenfalls Reglerkalibrierung, Gyro-Richtung und Fail-safe prüfen.

AUX CH​

Weisen Sie CH1–CH8 jeweils einen Geber zu. Verfügbar sind ST, TH, SWA, SWB, VR, PS1, PS2, PS3 und DL1. NULL bedeutet keine Geberzuweisung. Prüfen Sie die Zuordnung in MONITOR, bevor Sie einen Mechanismus anschließen.

SW AUDIO​

Weisen Sie Stellungen von SWA, SWB, PS1, PS2, PS3 und TH Sprachansagen zu. Die Ansagen sollten die tatsächliche Schalterfunktion beschreiben. Erstellen Sie eigene Aufnahmen nach Eigene Schalteransagen und wählen Sie anschließend die kopierte Datei in diesem Menü.

END POINTS​

Stellen Sie beide Endpunkte jedes Kanals getrennt von 0 bis 120 ein. Der Mechanismus soll seine benötigten Positionen erreichen, ohne dass das Servo gegen einen mechanischen Anschlag drückt. Prüfen Sie beide Lenkrichtungen sowie Gas- und Bremsendpunkte. Die Wegbegrenzung ersetzt keine korrekte Anlenkungsgeometrie.

RF SETTING​

Wählen Sie PROTOCOL und bei FHSS V2 zusätzlich SERVO SPEED.

ProtokollAuflösungServosignalperiodeFür RC8P aufgeführte Empfänger
FHSS V1204814 msAlle oben aufgeführten RC8P-kompatiblen Empfänger
FHSS V2409614 ms, 4 ms oder 3 msR16F, R16SM, R12F, R12FL, R8FGH; R8FG und R4FGM ab V2.1 oder Fertigung ab 26. April 2023

Nach einem Protokollwechsel erneut binden. Verwenden Sie 14 ms für Analogservos. Wählen Sie 4 ms oder 3 ms nur, wenn alle betroffenen Servos und der Empfänger diese Signalperiode unterstützen; allein die Bezeichnung Digitalservo bestätigt dies nicht.

Achtung

Ein nicht unterstütztes schnelles Signal kann Fehlfunktionen oder Schäden verursachen. Bei unbekannter Empfängerversion oder Servofreigabe 14 ms beibehalten und die Kompatibilität vor einer Änderung klären.

Sub ID​

Bei ausgeschalteter Sub ID können mehrere gebundene Empfänger gleichzeitig reagieren. Eingeschaltet ermöglichen 16 Sub IDs die Auswahl eines Empfängers, während die anderen in Bereitschaft bleiben.

  1. Aktivieren Sie Sub ID, wählen Sie die gewünschte ID und binden und konfigurieren Sie anschließend diesen Empfänger. Wiederholen Sie dies getrennt für jedes Empfänger/ID-Paar.
  2. Wählen Sie vor dem Betrieb die passende ID. Sie erscheint in der oberen Leiste; bei gleichzeitiger Aktivierung wechseln Lehrer-Schüler-, Zustands- und Sub-ID-Anzeigen einander ab.
  3. Stoppen Sie eingeschaltete Modelle vor dem Umschalten und prüfen Sie das sichere Verhalten des inaktiven Modells. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Modellspeicherwahl allein andere gebundene Empfänger sperrt.

ALARM​

Aktivieren Sie ALARM ENABLE und stellen Sie zur Anlage passende Grenzen ein: RX VOLT ist auf 3,6 V, EXT VOLT auf 6,6 V und RSSI auf −80 dBm voreingestellt. Erreicht die sinkende Spannung oder Signalstärke den Grenzwert, wird gewarnt. Diese Vorgaben sind keine universell sicheren Werte für jeden Akku oder jedes Modell. Senderakkuwarnungen werden getrennt in SYSTEM SETTING eingestellt.

TRIMS​

Korrigieren Sie kleine Neutralabweichungen der einzelnen Kanäle. Vorgabe ist 0, der Bereich −100 bis +100. Wählen Sie bei DL den Kanal, dessen Trimmung DL1 direkt verändern soll. Zentrieren Sie den Mechanismus zuerst mechanisch und prüfen Sie nach dem Trimmen die Wege erneut.

FAIL SAFE​

Stellen Sie die gewünschten Ausgänge bei Verlust des Sendersignals ein. Der Bereich beträgt −120 bis +120. RadioLink nennt 0 als Vorgabe für Lenkung CH1 und Gas CH2 und beschreibt dabei Gasstopp und Halten der letzten Lenkstellung. Daraus geht nicht hervor, ob ein bestimmter Empfänger Neutralimpulse sendet, Impulse abschaltet oder den letzten Befehl hält; prüfen Sie das tatsächliche Verhalten Ihres Empfängers und Reglers.

Gefahr

Ein Gas-Fail-safe ungleich null kann nach Signalverlust weiterhin Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt befehlen. Stellen Sie ein Verhalten ein, das das Modell sicher stoppt, und testen Sie es. Verlassen Sie sich niemals allein auf den angezeigten Wert.

  1. Sichern Sie das Modell und legen Sie den Antrieb so still, dass es sich nicht bewegen und niemanden verletzen kann. Lassen Sie die Empfängerversorgung an und stellen Sie die Fail-safe-Werte ein.
  2. Schalten Sie den Sender nur für diesen kontrollierten Test aus, um Signalverlust zu simulieren. Beobachten Sie Lenkung und Gas/Regler und prüfen Sie die gewünschte sichere Reaktion.
  3. Stellen Sie die Senderverbindung wieder her und prüfen Sie die Rückkehr der Steuerung. Bei unsicherem oder unklarem Ergebnis nicht fahren; Einstellung korrigieren oder technische Unterstützung einholen.
  4. Wiederholen Sie den Test nach Binden, Empfängerwechsel, Kanalumkehr, Modellkopie/-reset oder Firmware-Update. Beim normalen Ausschalten immer zuerst das Modell ausschalten.

CH SPEED​

Verlangsamen Sie einzelne Ausgänge, etwa für einen Kranausleger. 0 s bedeutet keine zusätzliche Verzögerung; maximal 10 s ist die Laufzeit vom minimalen zum maximalen Ausgang. Aktivierung erfolgt über die übliche SWITCH-Zuweisung. Verzögerungen dürfen rechtzeitiges Lenken, Bremsen oder Notstoppen nicht verhindern.

CHANNEL HOLD​

Wählen Sie CH1–CH8, einen Aktivierungsschalter und HOLD von −100 bis +100. Bei Aktivierung springt der Ausgang unabhängig von der Geberstellung sofort auf diesen festen Wert; der Kanalbalken zeigt ihn an. SWITCH STATUS zeigt die Aktivierung.

Gefahr

Gas halten auf CH2 ist ein fester Gasbefehl und kann das Modell trotz losgelassenem Gashebel weiterfahren lassen. Es handelt sich nicht um eine Regelung der gemessenen Geschwindigkeit. Testen Sie vorher bei gesichertem Antrieb einen leicht erreichbaren Abschaltschalter.

CONDITIONS​

Speichern Sie 3 Betriebszustände je Modell und weisen Sie Stellungen von SWA oder SWB den Einträgen COND 1, COND 2 und COND 3 zu. Sind mehrere ausgewählt, gilt die Priorität 3 → 2 → 1.

Aktivieren Sie jede zustandsabhängige Einstellung: GYRO, END POINTS, BRAKE CURVE, RF SETTING, STEERING CURVE, TH SPEED, ABS und THROTTLE CURVE. Ein in dieser Liste deaktivierter Eintrag ändert sich beim Zustandswechsel nicht. Der gewählte Zustand erscheint in der oberen Leiste.

Beispiel

Weisen Sie für drei Gaskurven COND 1 der Stellung SWA↑, COND 2 der Mitte und COND 3 der Stellung SWA↓ zu. Aktivieren Sie THROTTLE CURVE unter CONDITIONS. Wählen Sie im Gaskurvenmenü nacheinander jede SWA-Stellung und stellen Sie deren Kurve ein. Prüfen Sie vor dem Betrieb alle drei Ausgänge bei gesichertem Antrieb.

GYRO​

Aktivieren Sie zuerst den Gyro eines kompatiblen Empfängers und prüfen Sie die Wirkrichtung. SOURCE wählt Scroll-Geber, VR oder DL1 zur Empfindlichkeitseinstellung. RATE reicht von 0–100 %: 0 % ohne Korrektur, 100 % maximale Empfindlichkeit.

Dieses Menü benötigt einen gyrobestückten FHSS V2-Empfänger, etwa R8FGH oder eine unterstützte R8FG/R4FGM-Version. Bei FHSS-V1-Empfängern wie R7FG oder R6FG regelt es die Gyro-Empfindlichkeit nicht. Dafür schreibt die RC8P-Anleitung CH8-Endpunkte von 120 auf beiden Seiten und die Zuweisung von VR oder DL1 zu CH8 in AUX CH vor. Prüfen Sie die jeweilige Empfängeranleitung und die tatsächliche Empfindlichkeitsänderung vor dem Einsatz.

STEERING CURVE​

Aktivieren Sie die Lenkkurve über die übliche SWITCH-Zuweisung. EXP reicht von −100 bis +100: Negative Werte machen die Reaktion um die Mitte weicher, positive direkter; 0 ist linear. Rate skaliert den Ausgang von −100 bis +100; 50 ergibt 50 % Ausgang, negative Werte kehren die Richtung um. Prüfen Sie SWITCH STATUS und den gesamten Lenkradweg.

THROTTLE CURVE​

Wählen Sie Aktivierung SWITCH und TYPE:

  • EXP: −100 bis +100. Negative Werte machen den Gasbeginn weicher und den Bereich nahe Vollgas direkter; positive wirken umgekehrt. Rate beträgt 0–100, 50 ergibt 50 % Ausgang.
  • CRV: 5-Punkt-Kurve. Stellen Sie den Ausgang für jede markierte Eingangsposition ein. Ein lineares Beispiel ist P1 = 0, P2 = 25, P3 = 50, P4 = 75, P5 = 100.

Prüfen Sie vor dem Motorstart SWITCH STATUS, Neutralstellung und den gesamten Kurvenverlauf.

BRAKE CURVE​

Verwenden Sie die übliche SWITCH-Zuweisung. EXP reicht von −100 bis +100: Negative Werte machen den Bremsbeginn weicher, positive kräftiger. Rate, 0–100, skaliert die Bremsausgabe; 50 ergibt 50 % Ausgang. Prüfen Sie SWITCH STATUS und ausreichende Bremswirkung am Modell.

A.B.S.​

Diese Funktion pulst den Bremsbefehl, um anhaltendes Blockieren der Räder zu verringern. Sie besitzt keine Raddrehzahlsensoren. Wählen Sie einen Aktivierungsschalter SWITCH und stimmen Sie die Funktion vorsichtig auf Modell und Untergrund ab.

EinstellungWirkung
THR RETURNBremsrücknahme: 0 ohne Pulswirkung, 50 halb zurück Richtung Neutral, 100 bis Neutral; auch Rate in BRAKE CURVE wirkt darauf
DELAYVerzögerung ab Bremsbeginn: 0 = sofort, 50 ≈ 0,7 s, 100 ≈ 1,4 s
CYCLEHöhere Werte verlängern den Abstand zwischen Bremsimpulsen
ONGashebelposition für den Beginn der Pulswirkung
RATEVerhältnis Bremszeit zu Freigabezeit: +3 verlängert Bremsen, −3 verlängert Freigabe
SWITCH STATUSZeigt die Aktivierung von A.B.S.

PROGRAMMABLE MIX​

Konfigurieren Sie über MIX SELECT 4 unabhängige Mischer. Jeder besitzt SWITCH, den steuernden Kanal MASTER und den gesteuerten Kanal SLAVE. LEFT RATE und RIGHT RATE stellen die Mischanteile beider Seiten von −100 bis +100 ein. Positive Werte folgen der Masterrichtung, negative kehren sie um. Bei 50 beträgt der entsprechende Slave-Anteil 50 % des Masters. MIX STATUS zeigt die Aktivierung.

Mischer eignen sich etwa für gekoppelte Lenkung oder zwei Motoren/Regler. Prüfen Sie die kombinierten Ausgänge und Endpunkte bei allen relevanten Schalterstellungen und Zuständen; Mischer dürfen Servos nicht gegen Anschläge drücken oder einen sicheren Gasstopp aufheben.

TRAINER​

Lehrer-Schüler- und Headtracking-Signale verwenden PPM über USB-C mit passendem RadioLink-Kabel oder Interface. SWITCH aktiviert/deaktiviert PPM-Ein- oder -Ausgabe. Wählen Sie den zur Verbindung passenden Modus:

  • Head track: PPM von einem kompatiblen Headtracker empfangen.
  • Trainer: RC8P ist der Lehrersender und kann die Kontrolle vom Schüler zurücknehmen.
  • Student: RC8P liefert das Schülersignal.

Mit dem drahtlosen RadioLink-Lehrer-Schüler-Kabel am Lehrersender versorgt POWER = ON den Schülerempfänger über das Interface; die Power-Taste leuchtet blau. OFF schaltet diese Versorgung aus. Beachten Sie die Interface-Verdrahtung und verbinden Sie keine weitere Spannungsquelle mit einem bereits versorgenden Ausgang.

CAPTURE zeigt alle 200 ms den eingehenden CH1-PPM-Wert; -- bedeutet kein gültiges Signal. Bewegen Sie CH1 am Schülersender und passen Sie MIN, MID und MAX an Endpunkte und Neutralstellung an. Im Headtracking-Modus bestätigt CAPTURE den PPM-Eingang und hilft bei MID. Die Werte passen den Impulsbereich für PPM-Ein-/Ausgabe an. Der aktuelle Modus erscheint in der oberen Leiste.

Gefahr

Prüfen Sie bei gesichertem Antrieb Übergabe, Kanalrichtungen, Neutralstellung und sofortige Rückübernahme durch den Lehrer. Ein gewöhnliches USB-Ladekabel ersetzt das vorgeschriebene PPM-Lehrer-Schüler-Interface nicht.

CALIBRATION​

Kalibrieren Sie Lenkrad, Gashebel und VR bei falscher elektrischer Mitte oder falschem Weg. Lassen Sie das Modell ausgeschaltet oder sichern Sie den Antrieb.

  1. Öffnen Sie CALIBRATION und drücken Sie Scroll zum Starten.
  2. Lassen Sie Lenkrad und Gashebel in Neutral zurückkehren und drehen Sie VR in die Mitte. Bestätigen Sie die Mittelpunkte mit Scroll.
  3. Drehen Sie das Lenkrad vollständig in beide Richtungen und lassen Sie es zurückkehren. Bewegen Sie den Gashebel auf Vollgas und volle Bremse und lassen Sie los. Drehen Sie VR ohne Gewalt an beide Endanschläge. Bestätigen Sie die Grenzen mit Scroll.
  4. Drücken Sie nach erfolgreicher Kalibrierung Scroll zum Beenden. Prüfen Sie Mitte und vollen Weg in MONITOR und anschließend erneut die Modelleinstellungen. (Abb. 7)
Mittelpunkt- und Endpunktkalibrierung für Lenkrad, Gashebel und VR

TIMER​

TYPE = UP zählt ab 0 und warnt bei TIME. TYPE = DOWN zählt von TIME auf 0 herunter und warnt dann. ON/OFF startet oder stoppt: OFF, ON oder SWA, SWB, PS1, PS2, PS3, THR. Bei THR stellen Sie THR HOLD ein: Oberhalb dieser Gasschwelle läuft die Zeit, unterhalb stoppt sie. RESET setzt den Timer zurück; deaktiviert, dauerhaft aktiv oder SWA, SWB, PS1, PS2 oder PS3 zugewiesen.

SENSOR BROADCAST​

Wählen Sie SWA, SWB, PS1, PS2 oder PS3 als Auslöser für Telemetrieansagen, beziehungsweise OFF zum Abschalten. Aktivieren Sie die gewünschten Werte: RSSI, RX Vol, EXT Vol und BAT Vol. Der Auswahlpunkt links bedeutet aus, rechts ein. Mit SWA↑ werden beim Hochschalten die aktivierten Werte in dieser Reihenfolge angesagt. Der jeweilige Wert muss von Empfänger/Sensor bereitgestellt werden.

SWITCH SETTING​

Stellen Sie das Verhalten von PS1, PS2 und PS3 ein:

  • Momentary: ein Endpunkt beim Drücken, der andere nach dem Loslassen.
  • Latching: jeder Tastendruck wechselt zwischen zwei Endpunkten.
  • Three-position: Tastendrücke schalten durch einen Endpunkt, Mitte 0 und den gegenüberliegenden Endpunkt.

Prüfen Sie die Positionen in MONITOR und anschließend die den Tasten zugewiesenen Funktionen.

LIGHT CONTROL​

Dieses Menü benötigt den RadioLink R12FL-Lichtsteuerempfänger und FHSS V2; es macht den normalen R8FG nicht zum Lichtmodul. Schließen Sie die Beleuchtung gemäß R12FL-Anleitung an dessen vorgesehene Ausgänge an. Weisen Sie SWA, SWB, PS1, PS2 oder PS3 jeder gewünschten Lichtfunktion zu; NULL bedeutet nicht zugewiesen. Beispielsweise aktiviert SWA↑ die zugewiesene Warnblinkanlage in oberer Stellung. Firmware V1.0.3 ergänzte Doppelblitz, Stroboskop und sanftes Auf-/Abblenden.

USB-Simulatorbetrieb​

Lassen Sie das Modell aus. Verbinden Sie den eingeschalteten Sender über ein USB-Datenkabel mit dem Computer und wählen/kalibrieren Sie seine Eingaben im kompatiblen Simulator. RadioLink nennt Windows und macOS sowie TRYP FPV, AeroFly, Uncrashed, Liftoff, FPV LOGIC und Velocidrone. Für diese USB-Funktion ist kein separater Simulator-Dongle nötig; ältere Programme wie Phoenix können ein eigenes Interface benötigen. Dies unterscheidet sich von BOOT MODE → USB, das die Senderdateien zur Wartung bereitstellt.

Firmware aktualisieren​

Laden Sie Firmware ausschließlich von der offiziellen RC8P-Firmwareseite. Verwenden Sie Computer und USB-Datenkabel; Updates per Telefon oder Bluetooth werden nicht unterstützt. Folgende Schritte beschreiben das offizielle Bootloader-Verfahren. (Abb. 8)

  1. Schalten Sie das Modell aus. Prüfen Sie Senderakkuladung und stabile USB-Versorgung am Computer. Notieren Sie wichtige Modelleinstellungen.
  2. Laden Sie das RC8P-ZIP-Archiv und entpacken Sie es am Computer. Die Update-Datei liegt unter Firmware und endet auf .mac; sie ist eine Firmware-Datei, keine auszuführende Mac-Anwendung. Manche Pakete enthalten zusätzlich sounds.
  3. Verbinden Sie den ausgeschalteten Sender per USB-C mit dem Computer. Halten Sie Return und gleichzeitig Power gedrückt, um BOOT MODE zu öffnen.
  4. Wählen Sie USB und bestätigen Sie mit Scroll. USB MODE erscheint und der Computer erkennt das Senderlaufwerk.
  5. Sichern Sie vor Änderungen dessen Inhalt, insbesondere eigene Ansagen. Die Referenz zeigt Firmware, model, sounds und sys model. Formatieren Sie das Laufwerk nicht und löschen Sie keine Modellordner.
  6. Ersetzen Sie die alte Firmware unter Firmware durch die neue RC8P-Datei .mac. Enthält das Paket sounds, sichern Sie eigene Aufnahmen, ersetzen Sie die mitgelieferten Audiodateien und kopieren Sie eigene Dateien an ihre ursprünglichen Orte einschließlich sounds/USER zurück.
  7. Warten Sie bis zum Kopierende und werfen Sie das Wechsellaufwerk am Computer sicher aus. Lassen Sie USB angeschlossen. Verlassen Sie USB MODE mit Return oder Scroll.
  8. Wählen Sie in BOOT MODE UPG und drücken Sie Scroll. Wählen Sie in Upgrade MODE YES und bestätigen Sie.
  9. Warten Sie auf Firmware upgrade successful!. Während der Fortschrittsanzeige weder USB trennen noch den Sender ausschalten.
  10. Beenden Sie mit Return; der Sender schaltet aus. Starten Sie mit gehaltenem Power neu. Prüfen Sie Firmware, Modellwahl, Kalibrierung, Steuerausgänge, Telemetrie und Fail-safe vor dem Modellbetrieb.
RC8P BOOT MODE, USB-Ordner, UPG-Auswahl und erfolgreiche Aktualisierung
Achtung

Verwenden Sie nur ausdrücklich als RC8P bezeichnete Firmware. Ein Schreibabbruch oder falsche Firmware kann den normalen Betrieb verhindern. Eine Dateisicherung ersetzt nicht das Notieren und erneute Prüfen der Modelleinstellungen nach dem Update.

Eigene Schalteransagen​

Erstellen Sie Aufnahmen oder Text-zu-Sprache-Dateien in der gewünschten Sprache. Die Ansagesprache muss nicht mit der Menüsprache übereinstimmen.

AudioeigenschaftErforderliche Einstellung
DateiformatWAV
Abtastrate16 kHz empfohlen; die englische Anleitung nennt auch 32 kHz
KanäleMono
Bittiefe16 Bit
MetadatenKeine Marker oder weiteren Metadaten einfügen
Zielordner im Sendersounds/USER
  1. Nehmen Sie die Ansage auf oder erzeugen Sie sie und exportieren Sie mit obigen Werten. Verwenden Sie in einem Audioeditor wie Adobe Audition File → Save As und prüfen Sie die Formateinstellungen. Umbenennen eines anderen Formats in .wav konvertiert es nicht.
  2. Vergeben Sie verständliche Dateinamen. Die chinesische Anleitung nennt nur 16 kHz; nutzen Sie diese Rate als gemeinsam dokumentiertes Format.
  3. Verbinden Sie den ausgeschalteten Sender mit dem Computer. Halten Sie Return und Power, wählen Sie USB in BOOT MODE und drücken Sie Scroll.
  4. Kopieren Sie WAV-Dateien nach sounds/USER. Nach Abschluss sicher auswerfen, USB-Modus verlassen und normal neu starten.
  5. Wählen Sie die Datei für die gewünschte Schalterstellung in SW AUDIO. Stellen Sie VOLUME hörbar ein und testen Sie die Ansage. (Abb. 9)
WAV-Exporteinstellungen, sounds/USER und Dateizuweisung in SW AUDIO

Anhang​

Fehlersuche​

SymptomPrüfpunkte
Sender startet nichtLadung, Polarität und Akkukontakte prüfen; nur den vorgeschriebenen 5V-USB-Eingang verwenden
Ladeanzeige abwechselnd blau/rotPrüfen, ob ein Akku eingelegt ist und Kontakt hat
Empfänger blinkt langsam oder bindet nichtVersorgung, Modell/Sub ID, kompatibles Protokoll und etwa 60cm-Abstand prüfen; erneut binden
Geringe Reichweite oder schwaches RSSIAntennenschäden, Ausrichtung aktiver Abschnitte, Abschirmung und Störungen prüfen; funktionierenden Empfänger vergleichen
Falsche LenkrichtungREVERSE korrigieren, danach Gyro-Richtung und Fail-safe getrennt prüfen
Lenkung pendelt im StillstandGyro-Empfindlichkeit reduzieren; PWM-Servo nicht an SBUS betreiben
Servo funktioniert nach Periodenänderung nichtZu 14 ms zurückkehren und vor weiterer Nutzung Empfänger-/Servokompatibilität prüfen
EXT Vol fehlt oder ist unplausibelStromlos Messkabel und TELEMETRY-Polarität prüfen; Anschluss nicht als Versorgung verwenden
Eigene Ansage fehlt oder ist stummWAV, mono, 16 Bit, 16 kHz, Metadaten, sounds/USER, Zuweisung und Lautstärke prüfen
Computer zeigt keine SenderdateienUSB-Datenkabel und BOOT MODE → USB verwenden; Simulatorbetrieb ist ein anderer Modus
Funktion folgt dem Geber nichtAUX CH, SWITCH SETTING, Zustände, Mischer und CHANNEL HOLD in MONITOR prüfen

Pflege und Lagerung​

Schalten Sie vor der Reinigung aus und trennen Sie die Versorgung. Wischen Sie das Gehäuse mit einem weichen trockenen Tuch ab; keine Flüssigkeit oder Lösungsmittel in Bedienelemente und USB-Anschluss gelangen lassen. Prüfen Sie Zelle, Kabel, Stecker und Empfängerantennen regelmäßig. Beschädigte Geräte vor dem Einsatz reparieren lassen. Trocken und fern von Wärme und direkter Sonne lagern; bei längerer Lagerung die Senderzelle entnehmen. Beachten Sie deren Lagerhinweise und schützen Sie freie Kontakte gegen Kurzschluss.

Service und Produktdokumentation​

Wenden Sie sich bei Fehlern oder Garantieansprüchen mit Kaufbeleg, Produktidentifikation, Empfängerrevision, Firmware-Version und genauer Fehlerbeschreibung an den Händler. Den technischen Herstellersupport erreichen Sie unter after_service@radiolink.com.cn. Die für Ihren Kauf geltenden Garantie- und Servicebedingungen erhalten Sie beim Händler.

Aktuelle Dokumentation finden Sie auf der offiziellen RC8P-Anleitungsseite, im Downloadverzeichnis, auf der Firmwareseite, in den FAQ und auf der Produktzertifikatsseite.

Hinweise zu den Quellen​

Grundlage der Bedienabläufe sind die englische und chinesische PDF-Anleitung vom 27. August 2026. Die ältere englische PDF vom 17. Juli 2026 enthält keine R12FL-Lichtsteuerung und nennt nur zwei Menüsprachen. Die aktuelle Spezifikationsseite ergänzt die vollständigen Maße 147,5×124,5×80 mm und den 2500mAh-Akku; die PDF nennt nur 124,32×147,39 mm. Die chinesische PDF klärt die englische Fehlübersetzung des Displays als 16-Bit-Farbe.

Einige Herstellerangaben bleiben unklar:

  • PWM-Bereich: 875–2125 ohne Einheit. Ohne Bestätigung nicht als Programmiergrenze für die Impulsbreite verwenden.
  • Nachbarkanalselektion: >36 dBm, obwohl die Unterdrückung normalerweise als Verhältnis angegeben wird. Die Einheit muss bestätigt werden.
  • Rahmenzyklus: 15 ms je Frame steht getrennt von den wählbaren 14/4/3ms-Servosignalen. Für Servokompatibilität RF SETTING beachten; die Angaben sind nicht austauschbar.
  • VOLT ADJ und Fail-safe: Der ungewöhnlich weite Kalibrierbereich und die Bedeutung des Fail-safe-Standardwerts 0 müssen am Gerät geprüft werden.
  • Simulator-Firmware: Eine Spezifikationsseite nennt V1.7.1, die RC8P-Downloadseite V1.0.5. Nur ausdrücklich für RC8P veröffentlichte Firmware verwenden; die Simulator-Versionsanforderung muss bestätigt werden.
  • Ältere R8FG-Versionen: Die Empfängeranleitung nennt FHSS V2 ab V2.0, die RC8P-Tabelle dagegen ab V2.1. Fähigkeiten älterer Empfänger prüfen; Protokollunterstützung allein bedeutet keine Freigabe für 3ms- oder 4ms-Servosignale.