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Joysway Alpha V2 - Bedienungsanleitung

Alpha V2 PNP
4ST308901V2

Alpha V2 PNP

Einleitung​

Alpha V2 ist ein leistungsstarkes Brushless-Deep-V-Boot, das in der angegebenen Konfiguration mehr als 80 km/h erreichen kann. Vor Aufbau, Laden und Betrieb alle Anweisungen lesen. Dieses Dokument bewahrt Ausstattung und Verfahren dieser Version.

Technische Daten​

ParameterBeschreibung
Rumpf- / Gesamtlänge950 / 1060 mm
Breite260 mm
MotorWassergekühlter Brushless-Außenläufer
Wassergekühlter Regler mit BECHobbywing 120 A
Ruderservo-Drehmoment9 kg·cm
Direkt angetriebene FlexwelleØ5 mm

Akku-Propeller-Kombinationen​

GesamtzellenzahlZwei gleiche Akkus in ReiheMetallpropellerUngefähre Geschwindigkeit
4S2× 2S 7,4 V; ≥5000 mAh; ≥40CØ60 mm × 1,460 km/h
6S2× 3S 11,1 V; ≥5000 mAh; ≥40CØ56 mm × 1,480 km/h
Achtung

Propeller an Gesamtzellenzahl anpassen. Größeren 4S-Propeller niemals mit 6S betreiben: Motor und Regler können überlasten. Gleiche geladene Akkus im vorhandenen Reihenkabelsatz verwenden, nicht parallel. Jeden Akku mit einem für seine einzelne Zellenzahl geeigneten LiPo-Balancer-Lader laden.

Sicherheitshinweise​

Gefahr

Kein Spielzeug. Die ursprüngliche Alpha-Anleitung erlaubt selbstständigen Betrieb über 14 Jahren; V2 verlangt unter 14 enge Erwachsenenaufsicht. Gegebenenfalls Anleitung mit der Aufsichtsperson lesen. Vor jeder Fahrt Reichweite prüfen, Propeller und scharfe Metallteile meiden, heiße Teile vor Berührung abkühlen lassen. Vor Antriebswartung beide Akkus abstecken.

Betreiben Sie das Modell nur in Süßwasser auf einer freien Wasserfläche, fern von Schwimmern, Menschen, Tieren und Wasserpflanzen. Nicht auf engem Raum, bei Regen oder Gewitter fahren. Bei Blitz oder Donner den Betrieb beenden und das Modell sicher von der Stromversorgung trennen.

Gefahr

Gehen Sie zur Bergung niemals in tiefes Wasser oder starke Strömung. Heben Sie bei Verbindungsverlust zunächst den Sender an, um den Kontakt wiederherzustellen. Bergen Sie das Modell sicher vom Ufer aus; gefährden Sie weder sich noch andere.

Achtung

Laden Sie den Akku außerhalb des Modells unter Aufsicht eines Erwachsenen auf einer nicht brennbaren Unterlage. Niemals unbeaufsichtigt laden. Nur ein für Akkutyp und Zellenzahl geeignetes Ladegerät verwenden. Akkus niemals kurzschließen, zerlegen, quetschen oder verbrennen. Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus nicht weiterverwenden. Nach Gebrauch abstecken und verbrauchte Akkus fachgerecht recyceln.

Hinweis

KAVAN führt 4ST308901V2 als PNP, die allgemeine Anleitung beschreibt auch RTR mit Flysky GT2E/A3. Für PNP passende Funkanlage ergänzen und deren Anleitung beachten. GT2E-Abschnitte gelten nur bei entsprechendem Einbau. Die 90A-Kalibrierung der ursprünglichen Alpha nicht auf den Hobbywing 120 A der V2 übertragen.

V2 ist laut Quelle für Süßwasser ausgelegt. Nach Salzwasserkontakt täglich Flexwelle ausbauen, mit Süßwasser spülen, fetten und einsetzen; Salz greift auch die Kühlung an. Diese Nachsorge ist keine Empfehlung für Salzwasserbetrieb.

Lieferumfang und Werkzeug​

Boot mit Antrieb und Servo, paketabhängige Funkanlage, 2 Propeller, isolierte Akkustecker, Ballon mit Binder, Finnen, 3 Innensechskantschlüssel, Ständer und Aluruder mit Halter prüfen. Ergänzen Sie 5,5mm- und 7mm-Schlüssel, gegebenenfalls 4 AA-Senderzellen, 2 gewählte LiPo-Packs und Balancer-Lader. Stecker bei Bedarf fachkundig unter Beachtung von Polarität und Einzelisolierung löten lassen.

Lieferumfang und unterschiedliche 4S/6S-Propeller. (Abb. 1)

Lieferumfang und unterschiedliche 4S/6S-Propeller.

Hauptteil​

Ständer aufbauen​

EVA-Ständerteile von Hand zusammenstecken und Schutzpolster wie gezeigt einsetzen. Sicheren Rumpfhalt prüfen.

Ruder, Propeller und Kurvenfinnen​

  1. Beide Fahrakkus abgesteckt lassen. Ruder in den Rumpfhalter einsetzen und mit 2 Schrauben und Muttern, 3mm-Innensechskantschlüssel und 5,5/7mm-Schlüssel sichern.
  2. Gestänge durch den Armanschluss führen. Servo bei eingeschalteter Anlage zentrieren, Ruder gerade ausrichten und Anschluss mit 2,5mm-Schlüssel festziehen. Vor Weiterarbeit Stromversorgung trennen.
  3. Kühlschlauch hinten rechts am Rumpf auf den Rudereinlass stecken. Richtigen Propeller aufsetzen und mit Nylon-Sicherungsmutter befestigen. Fest, aber nicht übermäßig anziehen.
  4. Verstellbare Kurvenfinnen mit 3mm-Schlüssel und 5,5/7mm-Schlüssel an den Heckhaltern befestigen. Wie gezeigt mit 45° zum Rumpf beginnen.

Rudergestänge, Kühleinlass, Propeller- und Finnenmontage. (Abb. 2)

Rudergestänge, Kühleinlass, Propeller- und Finnenmontage.

Wellenwinkel und Trimmklappen​

Wasserzustand laut QuelleWellenwinkel
Glattes Wasser+1°
Leichter bis mittlerer Wind/Wellen0°
Mittlere bis höhere Wellen bei sicheren Bedingungen−1°

Stütze mit 3mm-Schlüssel und 5,5/7mm-Schlüssel einstellen. Anheben kann Geschwindigkeit erhöhen, verringert aber Lenkreaktion; zu viel verursacht Kavitation, Vibration, Geschwindigkeitsverlust und mögliche Motor-/Reglerschäden. Absenken verbessert Lenkung, kann aber Übersteuern und Tempoverlust verursachen. Kleine Änderungen einzeln testen.

Achtung

Trotz vergleichender Einstellbilder nicht bei starkem Wind oder großen Wellen fahren. Vor Kurven abbremsen.

Trimmklappen beeinflussen Fahrlage, Seitenneigung und Gleitbeginn. Werkseinstellung bündig mit Rumpfboden, 0°. Einstellschraube mit 3mm-Schlüssel drehen und Kontermutter sichern. Absenken drückt den Bug nach unten. Änderungen innerhalb 3° halten, schrittweise einstellen und Fahrverhalten prüfen.

Wellenwinkel +1° / 0° / −1° und Trimmklappeneinstellung. (Abb. 3)

Wellenwinkel +1° / 0° / −1° und Trimmklappeneinstellung.

Schmierung und Wasserschutz​

Empfänger im beiliegenden, um die Kabel verschlossenen Ballon schützen. Flexwelle gefettet halten: Fett mindert Verschleiß und Wassereintritt. Welle und Rohr alle 2–3 Betriebsstunden schmieren; bei intensivem Betrieb nach jedem Fahrtag warten.

  1. Beide Akkus abstecken. Kupplungsgewindestift mit 2mm-Schlüssel lösen. Propellermutter, Propeller und Scheibe nach Bedarf in ihrer Reihenfolge abnehmen und Flexwelle aus dem Rohr ziehen.
  2. Welle reinigen, Rohr innen trocknen und wasserfestes Bootsfett auf Welle und Lagerflächen auftragen. Umgekehrt zusammenbauen. Vor Festziehen der Kupplung das gezeigte Axialspiel von 0,5 mm an Propellerstütze/Scheibe und Mitnehmer lassen; fehlendes Spiel überlastet den Antrieb.

Wellen-Ausbaureihenfolge und erforderliches Spiel 0,5 mm. (Abb. 4)

Wellen-Ausbaureihenfolge und erforderliches Spiel 0,5 mm.

Akkuposition und Einschalten​

  1. Auf dem Ständer Lukenriegel drehen und Oberdeck abheben. Beide Akkus beim Einsetzen abgesteckt lassen. Vor dem Schließen Kühlschläuche auf Knicke, lose Anschlüsse und Verstopfung prüfen.
Achtung

Für 4S beide 2S-Akkus links einsetzen. Für 6S je einen 3S-Akku pro Seite einsetzen. Genau wie gezeigt mit Klettbändern sichern. Die asymmetrische 4S-Lage ist für die V2-Selbstaufrichtung erforderlich. Nur den vorhandenen Doppel-XT90-Reihenkabelsatz verwenden.

  1. Vor Akkuanschluss Sender mit Neutralgas einschalten. Bei BEC-Regler versorgt dessen Kabel den Empfänger; kein separater Empfängerakku nötig. Funk und Antrieb prüfen, dann Oberdeck aufsetzen und verriegeln.

Versionsspezifische Akkulage und Lukenverschluss. (Abb. 5)

Versionsspezifische Akkulage und Lukenverschluss.

GT2E-Funkanlage und Failsafe​

Bei RTR-Ausstattung GT2E/A3 4 AA-Senderzellen polrichtig einsetzen. Lenkung an CH1, Regler an CH2 anschließen. Bei werkseitiger Bindung leuchten rote und grüne Sender-LED sowie Empfänger-LED dauerhaft. Bei verlorener Bindung die offizielle Flysky-GT2E-Anleitung beachten. Sender trocken halten.

BedienelementBeschreibung
ST.TRIM / TH.TRIMLenkungs- / Gasneutralpunkt
ST.DRLenkausschlag
ST.REV / TH.REVLenkungs- / Gasrichtung
BINDBinden
POWER LED / POWER CHECKBetriebs- / Batterieanzeigen
POWEREin-/Ausschalter
  1. Beim Einschalten Gas neutral halten. Der Regler piept 3-mal. Rechtslenkung muss die Ruderhinterkante rechts, Linkslenkung links bewegen. Richtung korrigieren und Ruder trimmen. Gas so trimmen, dass der Motor in Neutralstellung steht. Bei Vorwärtsgas muss der Propeller vom Heck gesehen gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Gefahr

Für Failsafe-Einstellung und Signalverlusttest Propeller abnehmen und Boot sichern. Propeller erst nach Abstecken beider Akkus wieder montieren.

  1. Bei eingeschalteten GT2E und A3 mit stetigen LEDs Gas auf Neutral/Motorstopp stellen. Einstelltaste des Empfängers drücken: LED blinkt und leuchtet nach etwa 2 s stetig als Bestätigung der gespeicherten Failsafe-Position.
  2. Bei weiterhin abgenommenem Propeller wenig Gas geben und Sender ausschalten. Der Motor muss stoppen. Andernfalls Akkus abstecken und Failsafe vor dem Start korrigieren. Bei anderer Funkanlage deren Einstellverfahren und denselben praktischen Stopptest verwenden.
Achtung

Vor Gebrauch separat beiliegende Hobbywing-Regleranleitung einschließlich Gaskalibrierung und Schutzfunktionen lesen. Das Boots-PDF nennt weder dieses Verfahren noch die genaue Reglerversion.

Bedienelemente, Empfängeranschlüsse und Kühlführung. (Abb. 6)

Bedienelemente, Empfängeranschlüsse und Kühlführung.

V2-Selbstaufrichtung​

  1. Nach Kentern Gas loslassen und Flutkammer etwa 20–30 s volllaufen lassen. Kurze Rückwärtsimpulse durch Vorschieben des Gashebels unterstützen den Wassereintritt.
  2. Bei voller Kammer durch kurze Vorwärtsgasimpulse am gezogenen Gashebel aufrichten. Danach vorwärts beschleunigen, damit die Kammer abläuft. Richtiger Propeller und richtige Akkulage sind erforderlich; bei Misserfolg sicher vom Ufer bergen.

Flutkammer, Rückwärtsimpulse zum Füllen und Vorwärtsimpulse zum Aufrichten. (Abb. 7)

Flutkammer, Rückwärtsimpulse zum Füllen und Vorwärtsimpulse zum Aufrichten.

Fahrzeit und Abkühlung​

V2 fährt typischerweise 6–10 min je nach Akku und Nutzung. Bei sinkender Höchstgeschwindigkeit sofort zurückkehren. Zwischen Akkus mindestens 10 min abkühlen lassen; niemals ohne Pause weiterfahren.

Nach Gebrauch​

  1. Beide Fahrakkus vor dem Ausschalten des Senders abstecken. Modellakkus und Senderzellen zur Lagerung entnehmen.
  2. Wasser auswischen und Oberdeck an einem warmen trockenen Ort bis zum vollständigen Trocknen abgenommen lassen. Empfänger zum Trocknen vorübergehend aus dem Ballon nehmen und vor nächster Fahrt wieder schützen. Welle regelmäßig schmieren.

Fehlersuche​

ProblemAbhilfe
Keine BewegungFehlende Batterien einsetzen, Anschlüsse und Polarität prüfen, Senderzellen ersetzen/laden und Fahrakkus laden.
Keine Steuerung oder kurze ReichweiteSchwache Senderbatterien ersetzen/laden und Funk vor erneutem Start prüfen.

Anhang​

Ersatzteile​

ReferenzBeschreibung
890101LiPo 11,1 V / 5000 mAh / 40C
890102LiPo 7,4 V / 5000 mAh / 40C
890108Brushless-Motor
890109Wassergekühlter Motorträger
890110Wellenkupplung
890113CNC-Alu-Wellenhalter mit Kunststoffstütze
8901154 Lager + 2 Flanschlager
890116CNC-Aluruder mit Kunststoffhalter
890119Edelstahl-Turnfins und Kunststoffhalter
890121Edelstahl-Trimmklappen und Kunststoffhalter
890123Metallpropeller 2-Blatt Ø60×1,4 für 4S
890124Metallpropeller 2-Blatt Ø56×1,4 für 6S
890125Kühlschlauch mit Feder
890129Kühlwasserauslass
890131EVA-Ständer
890135Lukendichtung – V2 ×2
890136V2-Rumpf lackiert, mit Dekor und Flutkammer
890137V2-Luke lackiert mit Dekor
890140Rudergestänge – V2
890141Flexwellensatz – V2 335 mm
890142Wassergekühlter Brushless-Regler mit BEC – V2 Hobbywing 120 A
890150V2-Aluminium-Wellenrohr
93017Rudergestänge-Durchführung – ×2
950102Wasserdichtes Metallgetriebe-Ruderservo – 6 kg·cm
880536Gummistopfen – ×4
865111Sender – Flysky GT2E + A3
865112Empfänger – Flysky A3
610212Balancer-Ladegerät – 2S/3S EU
820514Balancer-Ladegerät – 2S/3S UK
820515Balancer-Ladegerät – 2S/3S US
820516Balancer-Ladegerät – 2S/3S AU

Service und Entsorgung​

Bewahren Sie diese Anleitung auf. Wenden Sie sich für Reparaturen, geltende Garantiebedingungen und passende Ersatzteile an Ihren Händler. Unzulässige Änderungen oder ein anleitungswidriger Betrieb können Verletzungen und Schäden verursachen. Elektrogeräte und Batterien nicht im Hausmüll entsorgen, sondern geeigneten getrennten Sammelstellen zuführen.

Funkhinweis der Originalanleitung​

Die Originalanleitung nennt FCC Part 15: Das Gerät darf keine schädlichen Störungen verursachen und muss empfangene Störungen einschließlich solcher hinnehmen, die unerwünschten Betrieb auslösen. Sie warnt, dass nicht genehmigte Änderungen die Betriebserlaubnis aufheben können. Dieser US-Hinweis ist keine EU-Konformitätserklärung.