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KAVAN FS400AR – Bedienungsanleitung

KAVAN FS400AR
KAV28.2009

KAVAN FS400AR

Einleitung​

Der FS400AR ist ein Fünfzylinder-Viertakt-Glühzünder-Sternmotor mit OHV-Ventilsteuerung und etwa 64 cm³ Gesamthubraum (63,98 cm³ laut Originalanleitung). Er ist für große Modelle, beispielsweise im Maßstab 1:4, und Modellbauer bestimmt, die eine Laufkultur wünschen, die große Zweitaktmotoren nicht bieten.

Motorübersicht​

  1. Zylinder Nr. 4
  2. Propellerscheibe
  3. Propellermutter
  4. Sicherungsmutter
  5. Zylinder Nr. 5
  6. Vorderes Gehäuse
  7. Zylinder Nr. 1
  8. Zylinder Nr. 2
  9. Zylinder Nr. 3
  10. Ansaugrohr
  11. Kipphebeldeckel
  12. Auspuffrohr
  13. Kraftstoffanschluss
  14. Zylinderkopf
  15. Choke
  16. Drosselhebel
  17. Rückdeckel
Achtung

Lesen Sie vor der Inbetriebnahme die gesamte Anleitung und machen Sie sich mit Bedienung und Eigenschaften des Motors vertraut. Beachten Sie besonders den Abschnitt Sicherheitshinweise und Warnungen.

Technische Daten​

Hubraum5×12,8 cm³ (5×0,781 in³)
Bohrung26,5 mm (1,043″)
Hub23,2 mm (0,913″)
Leistung5,55 kW bei 7250 U/min
Betriebsdrehzahl1800–9000 U/min
Gewicht einschließlich Motorträger2800 g (6,17 lb)
Empfohlener Kraftstofftank500–600 ml

Sicherheitshinweise und Warnungen​

Der Motor ist kein Spielzeug. Er ist eine leistungsfähige Verbrennungsmaschine, die bei unsachgemäßem Gebrauch Sie und andere verletzen kann.

Lesen Sie vor dem ersten Start die gesamte Anleitung, machen Sie sich mit Funktionen und Bedienung vertraut und beachten Sie besonders die Sicherheitshinweise.

Die Beachtung dieser Anleitung trägt zu zuverlässigem und sicherem Betrieb bei. Sie sind für den sicheren Betrieb Ihres Motors verantwortlich; handeln Sie stets überlegt und vorsichtig. Missbrauch oder Missachtung der Sicherheitsmaßnahmen kann schwere Verletzungen verursachen.

  1. Lassen Sie niemals kleine Kinder oder andere Personen, die durch den Betrieb Ihres Motors verletzt werden könnten, in die Nähe Ihres Motors kommen. Ein sicherer Abstand beträgt mindestens 5–6 m (20 Fuß). Niemand darf sich auf der Ebene der sich drehenden Luftschraube aufhalten!
  2. Befestigen Sie den Motor sicher im Modell oder auf einem geeigneten Prüfstand mit hochwertigen Stahl-Innensechskantschrauben, Scheiben und Sicherungsmuttern. Beachten Sie die Montageanweisungen des Modell- oder Prüfstandherstellers. Spannen Sie den Motor niemals direkt in einen Schraubstock!
  3. Verwenden Sie einen Propeller der richtigen Größe und beachten Sie die Befestigungshinweise dieser Anleitung sowie des Modellplans oder Bausatzes. Fragen Sie im Zweifel einen erfahrenen Modellbauer oder Fachhändler.
  4. Montieren Sie den Propeller richtig: Bei einem Frontmotor dreht er sich vom Cockpit aus gesehen im Uhrzeigersinn, von vorn gesehen dagegen. Ziehen Sie die Mutter mit einem passenden Schlüssel an, niemals mit einer Zange. Viertaktmotoren und große Zweitaktmotoren benötigen besondere Propeller-Sicherungsmuttern.
  5. Berühren Sie niemals den laufenden Propeller, lassen Sie keine Gegenstände damit in Berührung kommen und beugen Sie sich nicht über den laufenden Motor.
  6. Schützen Sie Ihre Finger. Verwenden Sie beim Anwerfen von Hand stets einen Anwerfstab oder einen kräftigen Lederhandschuh. Bevorzugen Sie einen Elektrostarter.
  7. Stellen Sie nach dem Start die Hauptnadel nur aus einer sicheren Position hinter dem laufenden Propeller ein.
  8. Stellen Sie das Gasgestänge so ein, dass der Motor bei vollständig zurückgenommenem Gasknüppel und Trimmhebel stoppt. Alternativ unterbrechen Sie die Kraftstoffzufuhr. Versuchen Sie niemals, den Motor durch Festhalten des Propellers anzuhalten.
  9. Sondern Sie jeden gerissenen, gespaltenen, eingekerbten oder anderweitig unsicheren Propeller aus. Reparieren Sie ihn nicht, sondern machen Sie ihn unbrauchbar. Verändern Sie den Propeller nicht. Prüfen Sie regelmäßig und häufig den festen Sitz aller Schrauben und Muttern.
  10. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie das Modell mit laufendem Motor zum Startplatz tragen. Richten Sie den Propeller von sich weg und halten Sie großen Abstand zu Zuschauern.
  11. Fliegen Sie nicht in der Nähe von oder unter Stromleitungen.

Weitere Sicherheitshinweise​

  1. Das Tragen einer Schutzbrille wird dringend empfohlen.
  2. Starten Sie den Motor nicht auf losem Kies oder Sand. Der Propeller kann Partikel in Gesicht und Augen schleudern und Verletzungen verursachen.
  3. Lose Kleidung wie Krawatten, Ärmel oder Schals darf nicht in den Propeller geraten. Tragen Sie keine losen Gegenstände wie Stifte oder Schraubendreher in der Brusttasche, aus der sie in den Propeller fallen könnten.
  4. Achten Sie darauf, dass weder Glühkerzenstecker noch Akkuleitungen in den Propeller geraten.
  5. Prüfen Sie bei Verwendung eines Spinners, dass dessen Blattausschnitte die Blattwurzeln nicht berühren und schwächen.

Warnung​

  1. Der Kraftstoff für Motoren mit Glühkerze ist giftig. Vermeiden Sie es, dass er in die Augen oder den Mund kommt. Bewahren Sie ihn immer in einem deutlich gekennzeichneten Behälter an einem dunklen, kühlen Ort und außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  2. Der Kraftstoff für Motoren mit Glühkerze ist hochentzündlich. Halten Sie ihn in sicherer Entfernung von offenen Flammen, Wärmequellen, Funken oder anderen Dingen, die eine Entzündung verursachen können. In der Nähe des Kraftstoffs dürfen weder Sie noch andere Personen rauchen.
  3. Motor und Auspuffrohre werden im Betrieb sehr heiß. Berühren Sie sie erst nach dem Abkühlen; besonders Zylinderköpfe und Auspuffrohre können schwere Verbrennungen verursachen.
  4. Betreiben Sie den Motor niemals in geschlossenen Räumen, etwa Garagen oder Kellern. Die Abgase enthalten tödlich giftiges Kohlenmonoxid. Betreiben Sie den Motor ausschließlich im Freien.
  5. Denken Sie daran: Der Betrieb eines jeden Modells erfordert Erfahrung und ständige Beachtung der Sicherheitsgrundsätze. Flugzeug-, Schiffs- oder Automodelle verfügen über eine hohe Energie, die schwere Verletzungen oder erhebliche Sachschäden verursachen kann.
Gefahr

Gehen Sie stets vorsichtig vor! Bitten Sie als Anfänger einen erfahrenen Modellbauer um Hilfe und Rat! Lesen Sie vor dem ersten Startversuch die Anleitung und Sicherheitsregeln sorgfältig!

Mitgeliefertes Zubehör​

Die Originalanleitung nennt einen Sternmotorträger, 10 Glühkerzenleitungen (fünf montierte und fünf Ersatzleitungen), fünf Viertakt-Glühkerzen, einen Präsentationsständer, Werkzeug, Befestigungsschrauben, eine Düsennadelverlängerung, ein Chokegestänge und eine Masseleitung AWG16. Der aktuelle Katalog nennt fünf Glühkerzenleitungen; prüfen Sie den Lieferumfang anhand der Packliste.

Hauptteil​

Motormontage​

Zum FS400AR gehört ein stabiler, einteiliger CNC-gefräster Aluminiumträger zur einfachen und sicheren Befestigung am Motorspant. Der Spant muss aus mindestens 15 mm starkem Flugzeugsperrholz bestehen, ausreichend fest sein und sicher mit der Modellstruktur verbunden werden.

Montageablauf​

  • Markieren Sie die Mitte des Motorspants.
  • Stellen Sie den Motor mit dem Träger nach unten auf Papier und zeichnen Sie dessen Außenkontur mit einem spitzen Bleistift nach.
  • Markieren Sie die Befestigungsbohrungen genau.
  • Nehmen Sie den Motor ab und bestimmen Sie die Mitte der gezeichneten Kontur.
  • Kleben Sie das Papier so auf den Spant, dass beide Mittelpunkte übereinstimmen.
  • Markieren Sie die Bohrungen auf dem Lochkreis Ø122 mm und bohren Sie für die Befestigungsschrauben M5×25 mm. Vergleichen Sie das Bohrbild zuvor mit dem mitgelieferten Träger.
  • Befestigen Sie den Motor mit den mitgelieferten Schrauben, Muttern und Scheiben. Das „KAVAN“-Logo am vorderen Gehäuse muss nach oben zeigen.

Verlängerung der Hauptnadel​

Die Hauptnadel des FS400AR kann für die Einstellung von außen bei verkleidetem Motor verlängert werden. Stecken Sie einen flexiblen Draht von etwa Ø1,6 mm in die mittlere Bohrung und sichern Sie ihn mit der Stellschraube und dem kleinen mitgelieferten Innensechskantschlüssel. Befestigen Sie am äußeren Ende auf gleiche Weise den mitgelieferten Knopf.

Hinweis

Verwenden Sie kein übermäßig langes Verlängerungskabel ohne Abstützung, da dies zu Vibrationen führen kann, die die Einstellung der Hauptnadel beeinträchtigen oder ihr Gewinde beschädigen können. Wenn ein längeres Verlängerungskabel benötigt wird, um die Hauptnadel von außen des Flugzeugs einzustellen, sorgen Sie am äußeren Ende immer für eine geeignete Abstützung. Achten Sie außerdem darauf, dass die Abstützung der Hauptnadelverlängerung nicht in der Nähe des Auspuffrohrs platziert wird.

Hinweis

Der Vergaser kann nicht umgedreht werden, um die Position des Nadelventils zu ändern.

Choke​

  • Der Chokehebel kann durch Vertauschen der Sechskantmutter und Zylinderkopfschraube links oder rechts montiert werden.
  • Schrauben Sie die Zylinderkopfschraube ab, während Sie die Sechskantmutter mit dem mitgelieferten Schlüssel festhalten, und bringen Sie den Hebel wieder in die gewünschte Position an.
  • Falls das mitgelieferte Gestänge zu lang ist, kürzen Sie es auf die erforderliche Länge. Ein unnötig langes Gestänge kann zu Vibrationen neigen. Das Gestänge sollte so kurz wie möglich sein oder sein äußeres Ende sollte abgestützt werden.

Einstellung des Auspuffrohrs​

Passen Sie die Ausrichtung der Auspuffrohre dem Einbau an. Lösen Sie die Befestigungsmutter am Zylinderkopf mit dem mitgelieferten 12mm-Schlüssel und stellen Sie den gewünschten Winkel ein.

Sauberkeit des Vergasers​

Der dem Vergaser zugeführte Kraftstoff muss sauber sein. Verwenden Sie beim Betanken einen Filter sowie einen hochwertigen Leitungsfilter zwischen Tank und Vergaser. Schrauben Sie außerdem gelegentlich den Düsennadelhalter aus dem Vergaser und spülen Sie die gezeigten Stellen mit Methanol oder Kraftstoff. Verlieren Sie dabei die Dichtung nicht. (Abb. 7)+(Abb. 8)

Propellerwahl​

Die Propellerwahl für den FS400AR hängt von Größe, Gewicht und gewünschter Leistung des Modells ab. Ermitteln Sie die beste Größe durch praktische Versuche. Die folgende Tabelle nennt als Ausgangspunkt Propeller und zu erwartende Drehzahlen:

LuftschraubeU/min
18×10″8200–8400
18×12″7200–7400
18×14″6800–7000
20×8″Der Quellbereich 7900–7200 U/min ist widersprüchlich; Bestätigung ausstehend
20×10″7000–7200
22×8″6900–7100

Verwenden Sie einen Propeller mit mehr als 40 mm Nabendurchmesser. Er muss gut ausgewuchtet sein; Unwucht verursacht Vibrationen und Leistungsverlust. Er darf keine Kerben, Risse, Spaltungen oder andere Verschleißspuren aufweisen.

Hinweis

Halten Sie bei allen Arbeiten, einschließlich Start und Düsennadeleinstellung, Gesicht, Hände und Körper aus dem Propellerbereich. Beachten Sie die Sicherheitshinweise und Warnungen.

Befestigung des Propellers​

Verwenden Sie die mitgelieferte Sicherheits-Kontermutter, um bei einer Lockerung das Risiko eines wegfliegenden oder zersplitternden Propellers zu vermindern. Ziehen Sie die Hauptmutter stets fest an.

Die mitgelieferte Sicherungsmutter eignet sich für 18–28 mm (23/32″–1⅛″) dicke Propellernaben. Bei weniger als 18 mm legen Sie eine passende Zusatzscheibe zwischen Propellerscheibe und Propellermutter. Beide Muttern müssen vollständig und sicher greifen.

Montieren Sie den Propeller wie folgt:

  1. Reiben Sie die Propellerbohrung entsprechend der metrischen Zeichnung auf Ø13,4 mm auf. Der englische Text nennt etwa 17/32″; prüfen Sie die Passung am tatsächlichen Mitnehmer, ohne übermäßiges Spiel zu erzeugen.
  2. Wuchten Sie die Luftschraube aus.
  3. Prüfen Sie den korrekten und festen Sitz von Scheibenfeder und Propellermitnehmer. Die Scheibenfeder sichert den Mitnehmer auf der Kurbelwelle und bestimmt seine Einbaulage.
  4. Montieren Sie die Luftschraubenmutter und die Unterlegscheibe der Luftschraube und schrauben Sie sie auf die Motorwelle. Ziehen Sie die Mutter mit einem Schraubenschlüssel fest an.
  5. Schrauben Sie das Set von Sicherungsmuttern der Luftschraube auf und ziehen Sie es mit einem Schraubenschlüssel fest an. Achten Sie dabei darauf, nicht zu viel Kraft anzuwenden.
  6. Es ist zu beachten, besonders bei Holzluftschrauben, dass das Material durch Verschleiß oder Erwärmung zum Schrumpfen neigt. Prüfen Sie immer, ob die Luftschraube richtig auf der Welle sitzt. Ziehen Sie bei Bedarf die Luftschraubenmutter nach dem Lösen der Sicherungsmutter der Luftschraube fest. Sobald die Luftschraubenmutter fest sitzt, ziehen Sie die Sicherungsmutter wieder fest.

Glühkerzenversorgung​

Ein 4-Takt-Motor zündet alle zwei Umdrehungen. Daher ist es wichtig, dass der Motor FS400AR mit der richtigen Glühkerze ausgestattet ist. Im Lieferumfang des Motors FS400AR sind fünf 4-Takt-Glühkerzen enthalten. Für eine optimale Gesamtleistung dieses Motors wird die Verwendung der Originalglühkerze empfohlen.

Hinweis

Wenn Sie andere Glühkerzen als die originalen 4-Takt-Glühkerzen wählen, ist es wichtig, für alle Zylinder den gleichen Typ zu verwenden.

Bordglühanlage​

Verwenden Sie für besten Lauf einen Bordakku, der die Kerzen bei Halbgas oder darunter beheizt. So bleiben die Kerzen auch bei niedriger Drehzahl heiß.

  • Zum FS400AR gehören 10 federnde Glühkerzenstecker, davon 5 als Ersatz. Sie rasten auf dem Kerzenkopf ein und gewährleisten einen sicheren Kontakt.
  • Verbinden Sie nach dem Aufstecken alle 5 Kerzenleitungen miteinander. Für eine Verlängerung der gemeinsamen Leitung verwenden Sie AWG16 (etwa 1,3 mm²) oder einen größeren Querschnitt.
  • Schließen Sie die Kerzenleitungen an den Pluspol des Akkus an.
  • Die Masseleitung kann am Motorträger angeschlossen werden und führt zum Minuspol des Akkus.
  • Schalten Sie einen für mindestens 15 A ausgelegten Schalter in die Minusleitung, um die Anlage beim Transport und Ansaugen abzuschalten. Er muss außen am Modell leicht zugänglich sein.
  • Schalten Sie einen zweiten Schalter für mindestens 15 A in dieselbe Leitung. Das Gasservo muss ihn bei Halbgas oder darunter einschalten. Alternativ eignet sich eine elektronische Bordglühanlage aus dem Modellbaufachhandel.
  • Die Bordglühanlage muss etwa 1,2–1,5 V an den Kerzen liefern; die Akkukapazität sollte 6–10 Ah betragen. Die Quelle beschreibt vier oder fünf parallel geschaltete Sub-C-Zellen; verwenden Sie einen fachgerecht aufgebauten Pack aus abgestimmten Zellen. Die tschechische Anleitung nennt NiMH, der englische Originaltext auch NiCd. Bei Bleiakkus ist eine Spannungsreduzierung gemäß Glühakku erforderlich; schließen Sie eine 2V-Zelle niemals direkt an die Kerzen an.
  • Eine separate Stromquelle zum Starten verlängert die Zeit zwischen den Ladevorgängen des Bordakkus.
  • Bei Verwendung eines externen Akkus muss der Bordakku abgeschaltet sein. Siehe Glühakku.

Glühakkus​

Zum gleichzeitigen Beheizen von 5 Kerzen beim Start benötigen Sie mindestens 10 Ah Kapazität. Geeignet sind eine leistungsfähige 1,5V-Trockenbatterie oder ein 1,2V-NiMH-Akku (im englischen Original NiCd). Eine 2V-Bleizelle darf nur mit Spannungsreduzierung für die auf 1,5 V ausgelegten Kerzen verwendet werden. Beachten Sie bei einer 2V-Quelle die folgenden Hinweise.

  • Bei einer 2V-Bleizelle müssen Sie die Spannung an den Kerzen auf etwa 1,5 V reduzieren. Empfohlen wird ein geeigneter Widerstand in jeder einzelnen Kerzenleitung. Verwenden Sie weder einen gemeinsamen Rheostaten an der 2V-Zelle noch mindestens 2 Meter lange Leitungen zur Spannungssenkung: Wird 1 Kerze abgetrennt, steigt die Spannung an den übrigen 4 stark an und kann ihre Glühwendeln zerstören.

Kraftstoff​

Verwenden Sie für zuverlässigen Lauf und lange Lebensdauer bis zum Abschluss von 1–2 Stunden Einlaufzeit hochwertigen Kraftstoff mit mindestens 18 % Öl, vorzugsweise Rizinusöl. Die Originalanleitung erwähnt später weniger Öl, nennt jedoch keine Untergrenze und warnt vor kürzerer Lebensdauer. Behalten Sie mindestens 18 % Öl bei, sofern KAVAN keine andere Mischung bestätigt. Die ursprüngliche Einlaufmischung steht unten. Der aktuelle Katalog empfiehlt KAVAN 4T Air mit 5 % Nitromethan für Einlauf und Normalbetrieb, nach dem Einlaufen auch 10 % oder 15 %; bei rizinusbasierten Kraftstoffen mindestens 18 % Rizinusöl oder Rizinus-/Synthetikölmischung. Diese Angaben weichen ab; lassen Sie vor dem Betrieb den freigegebenen Kraftstoff für Ihren Motor bestätigen.

Einlaufkraftstoff laut OriginalanleitungAnteil
Nitromethan10–15 %
Rizinusöl18 %
Methanol67–72 %

Schmierung​

  • Alle Motorteile FS400AR werden automatisch mit dem im Kraftstoffgemisch enthaltenen Öl geschmiert.
  • Bei laufendem Motor und ordnungsgemäßem Einbau mit der Ablassöffnung nach unten läuft überschüssiges Öl aus der Ablassöffnung ab. Zum Schutz des Flugzeugs schließen Sie einen Silikonschlauch an die Ablassöffnung an und lassen das Öl weg vom Flugzeug ablaufen.
  • Unterbrechen Sie nach dem Flugtag die Kraftstoffzufuhr sicher von hinter dem Propeller und lassen Sie den Motor den Restkraftstoff verbrauchen. Verbleibendes Rizinusöl schützt den Motor. Verwenden Sie anschließend Nachlauföl wie im nächsten Punkt beschrieben.
  • Trennen Sie nach jedem Flugtag die Glühversorgung, geben Sie geeignetes Nachlauföl zu und verteilen Sie es durch vorsichtiges Durchdrehen. Das schützt das Kurbelgehäuse vor Rost und verhindert, dass verbleibendes Rizinusöl verharzt und den Motor blockiert.

Betrieb des Motors​

Sicherheitsvorkehrungen beim Starten​

Hinweis

Bevor Sie den Motor FS400AR in Betrieb nehmen, lesen Sie bitte die folgenden Anweisungen, um sowohl Ihre Sicherheit als auch die Sicherheit der anderen zu gewährleisten.

  • Lesen und beachten Sie die Sicherheitshinweise und Warnungen.
  • Lassen Sie sich beim Start des FS400AR helfen. Der Helfer muss sicher hinter dem Modell stehen und es mit beiden Händen an der Flügelvorderkante festhalten.
  • Saugen Sie Kraftstoff durch Drehen des Propellers gegen den Uhrzeigersinn an. Vergewissern Sie sich unbedingt, dass der Akku nicht an die Glühkerzen angeschlossen ist.
  • Starten Sie den Motor NIEMALS mit der vollständig geöffneten Drosselklappe des Vergasers. Andernfalls bewegt sich das Flugzeug aufgrund des starken Luftschraubenschubs schnell vorwärts.
  • Bei laufendem Motor nehmen Sie keine anderen Einstellungen als die Einstellungen der Hauptnadel vor.
  • Der Motor sollte durch Drehen der Luftschraube gegen den Uhrzeigersinn von vorne gesehen gestartet werden.
  • Der Motor kann manuell gestartet werden. Die Verwendung eines Elektrostarters mit hohem Drehmoment wird jedoch dringend empfohlen.
  • Nach dem Betrieb sammelt sich Restöl in den unteren 2 Zylindern, ebenso wie bei Sternmotoren in echten Flugzeugen. Zwischen Flugtagen kann die Menge so groß werden, dass die Kolben den oberen Totpunkt im Verdichtungstakt nicht passieren können: Der Motor ist hydraulisch blockiert. Ein Startversuch in diesem Zustand kann schwere Schäden verursachen. Entfernen Sie zuerst die Glühkerzen und lassen Sie das überschüssige Öl durch deren Öffnungen ablaufen.
  • Es wird außerdem dringend empfohlen, den Schlauch vom Kraftstofftank zum Vergaser zu trennen, insbesondere wenn der Kraftstoffstand im Tank über dem Vergaser liegt, da Kraftstoff in den Motor gelangen kann, wenn der Schlauch nicht getrennt wird.

Startvorgang​

  1. Trennen Sie jede Glühversorgung. Schließen Sie die Hauptdüsennadel vorsichtig ohne Kraft gegen den Sitz und öffnen Sie sie dann um 2–3 Umdrehungen. (Abb. 16)+(Abb. 17)
  2. Öffnen Sie bei weiterhin getrennter Glühversorgung die Drossel vollständig, schließen Sie den Choke und drehen Sie den Propeller von vorn gesehen zweimal gegen den Uhrzeigersinn. (Abb. 18)+(Abb. 19)
  3. Weist Widerstand auf eine hydraulische Blockierung hin, drehen Sie nicht mit Gewalt. Entfernen Sie alle Glühkerzen, öffnen Sie den Choke und drehen Sie vorsichtig im Uhrzeigersinn, um überschüssigen Kraftstoff auszustoßen. Setzen Sie die Kerzen erst wieder ein, wenn die Zylinder frei sind.
  4. Öffnen Sie den Choke vollständig und drehen Sie den Propeller mehrmals gegen den Uhrzeigersinn, um Kraftstoff zu verteilen und freie Drehbarkeit zu prüfen. Versiegeln Sie die umgebende Struktur kraftstofffest; aus dem Vergaser kann Kraftstoff tropfen. (Abb. 21)
  5. Stellen Sie etwa Halbgas ein. Starten Sie niemals mit Vollgas. (Abb. 22)
  6. Prüfen Sie beim elektrischen Start die Drehrichtung des Starters, schließen Sie die Glühversorgung an und setzen Sie den Starter bei geöffnetem Choke an. (Abb. 23)
  7. Verwenden Sie beim Handstart einen Anwerfstab oder stark gepolsterten Handschuh. Prüfen Sie bei getrennter Glühversorgung, dass der Propeller beim ersten spürbaren Kompressionswiderstand waagerecht steht. Schließen Sie die Glühversorgung an und werfen Sie von der Mitte des rechten Blatts aus, von vorn gesehen gegen den Uhrzeigersinn, an.
  8. Öffnen Sie nach dem Anspringen die Drossel vollständig und lassen Sie den Motor etwa 10 Sekunden mit der anfänglichen fetten Nadeleinstellung laufen. (Abb. 24)
  9. Prüfen Sie, ob alle fünf Zylinder zünden: Aus allen Auspuffrohren muss gleichmäßig weißer Rauch austreten. Feiner Kraftstoffsprühnebel kennzeichnet einen nicht zündenden Zylinder. Ohne Bordglühanlage nehmen Sie bei Zündaussetzern auf Halbgas zurück und schließen die Glühversorgung wieder an; sobald alle Zylinder arbeiten, steigt die Drehzahl. (Abb. 25)
Gefahr

Verwenden Sie den Elektrostarter niemals bei geschlossenem Choke und erzwingen Sie keine Drehung eines hydraulisch blockierten Motors. Kraftstoff oder Öl im Zylinder kann schwere mechanische Schäden verursachen. (Abb. 20)

Die Zündfolge ist von hinten gesehen 1, 3, 5, 2, 4. (Abb. 2)

Einstellung der Hauptdüsennadel​

Trennen Sie vor der Vollgaseinstellung die externe Glühversorgung. Verstellen Sie die Nadel in kleinen Schritten und warten Sie jeweils; der Motor reagiert verzögert, und abrupte Änderungen können einen neuen Motor abstellen. Die Zeichnung zeigt die Betriebseinstellung etwa 40° fetter, also weiter geöffnet, als die Stellung der Höchstdrehzahl. Lassen Sie die Mischung während des Einlaufens fetter.

Warmstart​

Starten Sie den warmen Motor mit eingeschalteter Glühversorgung, Leerlaufstellung und Elektrostarter erneut. Springt er nicht an, trennen Sie die Glühversorgung, öffnen die Drossel, schließen den Choke und drehen den Propeller zweimal zum Ansaugen. In heißen Brennräumen kann der Kraftstoff verdampfen und durch die Auspuffrohre entweichen. Wiederholen Sie das Ansaugen daher nur bei Bedarf ein- oder zweimal, stets ohne Glühversorgung und mit erneuter Prüfung auf hydraulische Blockierung. Öffnen Sie vor dem Ansetzen des Starters den Choke und stellen Sie Leerlauf ein.

Einlaufen​

Beim Einlaufen passen sich neue Bauteile an Betriebstemperatur und Belastung an. Die präzise gefertigten KAVAN-FS-Motoren benötigen nur einen kurzen, einfachen Einlaufvorgang, der im Modell erfolgen kann. Die Originalanleitung empfiehlt dafür 18×10″ oder 20×8″, der aktuelle Katalog 18×8″. Lassen Sie den freigegebenen Propeller vor dem Betrieb bestätigen. Starten Sie den Motor und stellen Sie mit der Hauptnadel etwa 6300 U/min für 10 Sekunden ein. Öffnen Sie dann die Nadel, reduzieren Sie auf etwa 5000 U/min und lassen Sie den Motor in diesem kühleren Zustand 20 Sekunden laufen. Lassen Sie die Drossel vollständig offen; senken Sie die Drehzahl ausschließlich mit der Nadel.
Wiederholen Sie den Wechsel zwischen hoher und niedriger Drehzahl mit der Nadel und verlängern Sie die kurzen Hochdrehzahlphasen allmählich, bis mindestens 10 Minuten Laufzeit erreicht sind. Setzen Sie nach dieser mindestens 10 Minuten dauernden Bodeneinlaufphase das Einlaufen in der Luft fort.
Stellen Sie bei den ersten Flügen die Mischung so fett wie möglich ein, ohne die nötige Startleistung zu verlieren. Passen Sie gegebenenfalls die Gastrimmung für zuverlässigen Leerlauf bei zurückgenommenem Knüppel an, behalten Sie aber eine separate Trimm-/Stoppstellung zum vollständigen Schließen des Vergasers bei.
Schließen Sie die Nadel nach jedem Flug geringfügig, bis Sie nach mindestens 10 Flügen die normale, etwas fetter als die Höchstdrehzahl liegende Betriebseinstellung erreichen. Stellen Sie danach den Vergaser für gutes Gasansprechen ein; siehe Drosseleinstellung.

Drosseleinstellung​

Der Vergaser des FS400AR ist ab Werk für einen Tank unmittelbar hinter dem Motor eingestellt, wobei die Düsennadel auf 2/3 der Tankhöhe liegt. Kraftstoff und Klima können andere Einstellungen erfordern. Auch die fette Einlaufmischung beeinträchtigt das Gasansprechen. Belassen Sie daher zunächst die Werkseinstellung und prüfen Sie nach dem Einlaufen gemäß Ablauf der Leerlaufeinstellung.

Hinweis

Stellen Sie die Bedienelemente nur bei Bedarf ein.

Einstellung des Leerlaufgemischs​

Der am Motor FS400AR montierte Vergaser reguliert die in den Motor eintretende Kraftstoffmenge entsprechend der Öffnung der Vergaserdrosselklappe und hält so das richtige Kraftstoffgemisch-Verhältnis bei allen Drehzahlen vom Leerlauf bis zur Vollgasstellung aufrecht. Wie bereits erläutert, ist die Leerlaufnadel werkseitig eingestellt, aber nach dem ordnungsgemäßen Einlaufen sollte ihre Einstellung erneut überprüft werden:

  1. Starten Sie den Motor, lassen Sie ihn warm werden und nehmen Sie Gas zurück. Lassen Sie ihn kurz im Leerlauf laufen und geben Sie dann Vollgas. Bei einwandfreier Reaktion fahren Sie mit Kontrolle vor dem Flug fort. Bei Verzögerungen folgen Sie dem zutreffenden Fall unten.
Hinweis

Alle Einstellungen sollten bei ausgeschaltetem Motor vorgenommen werden.

  1. Zögert der Motor und raucht vor dem Beschleunigen stark, ist die Mischung zu fett. Drehen Sie die Leerlaufgemischschraube zum Abmagern im Uhrzeigersinn. Etwa 1/12 Umdrehung (30°) sollte ausreichen.
  2. Stoppt der Motor oder beschleunigt er ohne Rauch nur langsam, ist das Leerlaufgemisch vermutlich zu mager. Drehen Sie die Gemischschraube etwa 1/12 Umdrehung (30°) gegen den Uhrzeigersinn.
  3. Steigt die Drehzahl, wirkt der Motor aber kraftlos, zündet möglicherweise ein Zylinder nicht mehr. Prüfen Sie den Abgasaustritt aller Rohre. Ursache kann zu niedriger Leerlauf oder ein zu fettes beziehungsweise zu mageres Leerlaufgemisch sein.
  • Die normale sichere Leerlaufdrehzahl beträgt 2000–2200 U/min.

  • Wenn die Leerlaufdrehzahl zu niedrig eingestellt ist, stellen Sie den Leerlauf mit der Gastrimmung am Sender auf eine höhere Drehzahl ein.

  • Ist das Leerlaufgemisch zu fett, drehen Sie die Einstellschraube im Uhrzeigersinn um etwa 1/12 Umdrehung (30°).

  • Ist das Leerlaufgemisch zu mager, drehen Sie die Gemischschraube etwa 1/12 Umdrehung (30°) gegen den Uhrzeigersinn.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass ein Fünfzylinder-Viertakt-Motor eine höhere Leerlaufdrehzahl zu haben scheint, als er tatsächlich hat. Es wird dringend empfohlen, zur Ermittlung der tatsächlichen Leerlaufdrehzahl immer einen Drehzahlmesser zu verwenden.

Bei jedem Austausch der Glühkerze oder jeder Änderung des Kraftstoffs muss der Vergaser möglicherweise neu eingestellt werden.

Wiederherstellen der Leerlauf-Grundeinstellung​

Bei der Einstellung des Vergasers kann es vorkommen, dass die Einstellung der Leerlaufnadel unbeabsichtigt verändert wird. Die Werkseinstellung kann wie folgt wiederhergestellt werden:

  1. Schließen Sie die Gemischschraube vorsichtig bis zum Sitz, ohne Kraft anzuwenden.
  2. Öffnen Sie die Schraube anschließend um 2 volle Umdrehungen.
Hinweis

Eine vorhandene Bordglühanlage muss bei der Beurteilung des Leerlaufgemischs arbeiten. Stellen Sie den Motor ab und trennen Sie die Glühversorgung, bevor Sie die Schraube drehen.

Ablauf der Leerlaufeinstellung​

  1. Lassen Sie den Motor warm werden, öffnen Sie die Drossel vollständig, trennen Sie die externe Glühversorgung und stellen Sie die Hauptnadel etwas fetter als auf Höchstdrehzahl ein, etwa 40° weiter offen. Prüfen Sie alle fünf Zylinder.
  2. Nehmen Sie allmählich Gas zurück und ermitteln Sie den niedrigsten stabilen Leerlauf. Eine vorhandene Bordglühanlage muss dabei einschalten; stellen Sie den Leerlauf mit der Anlage so ein, wie sie im Flug arbeitet.
  3. Öffnen Sie die Drossel gleichmäßig und prüfen Sie die Beschleunigung. Bei gutem Ansprechen lassen Sie den Motor 5 Sekunden mit hoher Drehzahl laufen, nehmen gleichmäßig Gas zurück, warten 5 Sekunden im Leerlauf und geben wieder gleichmäßig Vollgas.
  4. Geht der Motor aus, erhöhen Sie zunächst Leerlaufanschlag oder Trimmung geringfügig und wiederholen Sie die Prüfung. Bei Zögern oder Leistungsmangel prüfen Sie alle Zylinder und das Leerlaufgemisch. Stellen Sie den Motor ab und trennen Sie die Glühversorgung, bevor Sie die Gemischschraube drehen; verändern Sie dabei die Hauptnadel nicht. Wiederholen Sie den Vorgang bis zu zuverlässigen Übergängen.

Fliegen​

Kontrolle vor dem Flug​

  • Stellen Sie sicher, dass alle 5 Zylinder zünden.
  • Genau wie bei einem echten Auto- oder Flugzeugmotor muss der Motor FS400AR vor dem Flug ordnungsgemäß aufgewärmt werden. Lassen Sie den Motor nach dem Starten mindestens 10 Sekunden lang mit Vollgas laufen, bevor Sie mit dem Modell starten. Versuchen Sie NIEMALS, unmittelbar nach dem Starten des Motors zu fliegen.

Ventilspiel​

Das Ventilspiel aller KAVAN-Viertaktmotoren wird ab Werk korrekt eingestellt. Im normalen Betrieb ist eine Nachstellung erst nach längerer Laufzeit nötig. Prüfen und korrigieren Sie es bei Leistungsverlust nach längerem Betrieb oder nach dem Austausch zugehöriger Teile, etwa nach einem Absturz.
Prüfen Sie das Ventilspiel auch nach abgeschlossenem Einlaufen des FS400AR sorgfältig.

Hinweis

Prüfen und stellen Sie das Ventilspiel NUR bei kaltem Motor ein.

Achtung

Zu kleines Spiel kann Startprobleme verursachen, weil das Ventil nicht richtig schließt. Zu großes Spiel kann Leistung kosten, weil das Ventil nicht weit genug öffnet.

Prüfung des Ventilspiels​

  1. Entfernen Sie die Ventilabdeckung, indem Sie die Sechskantschrauben an der Oberseite der Zylinderköpfe lösen. Verwenden Sie den mit Ihrem FS400AR mitgelieferten Sechskantschlüssel zum Lösen der Sechskantschrauben.
  2. Drehen Sie die Luftschraube, bis Sie die erste Kompression spüren. Sobald Sie die Kompression spüren, drehen Sie die Luftschraube um eine weitere 1/4 Umdrehung. In dieser Position sollten nun beide Ventile geschlossen sein.
  3. Bei geschlossenen Ventilen muss das Spiel zwischen Ventilschaft und Kipphebel 0,04–0,10 mm (0,0015–0,004″) betragen. Verwenden Sie die Fühlerlehren 0,04 mm und 0,10 mm. (Abb. 29) Liegt das Spiel im Bereich, wiederholen Sie die Prüfung wie unten. Andernfalls lesen Sie den Hinweis und Einstellung des Ventilspiels.
  4. Prüfen Sie die Wiederholbarkeit des Spiels. Drehen Sie den Propeller etwa 2 Umdrehungen durch den Verdichtungstakt und wiederholen Sie die Schritte 2 und 3. Bestätigen Sie die Messung und kontrollieren Sie anschließend beide Ventile jedes Zylinders.
Hinweis

In den meisten Fällen sollte die Lehre 0,04 mm in den Spalt passen, die Lehre 0,10 mm hingegen nicht. Wenn der Motor jedoch leicht anspringt und zufriedenstellend läuft, ist möglicherweise keine Einstellung erforderlich, selbst wenn das Ventilspiel weniger als 0,04 mm oder sogar bis zu 0,14 mm beträgt (dies kann getestet werden, indem Sie die Lehren 0,04 mm und 0,10 mm übereinanderlegen).

Einstellung des Ventilspiels​

Wenn der Motor nicht leicht startet und nicht zufriedenstellend läuft und das Spiel kleiner als 0,04 mm oder größer als 0,10 mm ist, stellen Sie das Ventilspiel wie folgt ein:

  1. Lösen Sie die Kipphebel-Kontermutter mit dem mitgelieferten abgewinkelten Spezialschlüssel vorsichtig um 1/4 bis 1/2 Umdrehung. (Abb. 30)
  2. Drehen Sie die Einstellschraube mit dem mitgelieferten Schraubendreher etwa 1/2 Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn, um den Spalt zu vergrößern. (Abb. 31)
  3. Legen Sie die 0,04mm-Fühlerlehre zwischen Ventilschaft und Kipphebel. Drehen Sie die Einstellschraube von Hand im Uhrzeigersinn bis zum leichten Kontakt, ohne Kraft anzuwenden. (Abb. 32)
  4. Halten Sie bei eingelegter 0,04mm-Fühlerlehre die Einstellschraube mit dem Schraubendreher fest und ziehen Sie die Kontermutter mit dem abgewinkelten Spezialschlüssel an. (Abb. 33)
  5. Entfernen Sie die 0,04mm-Fühlerlehre und wiederholen Sie die Prüfung des Ventilspiels. Prüfen Sie bei korrekter Einstellung den Sitz und befestigen Sie den Kipphebeldeckel.

Pflege und Wartung​

Beachten Sie die folgenden Hinweise, um eine lange Lebensdauer und maximale Leistung des Motors zu gewährleisten.

  • Vermeiden Sie staubige Bedingungen. Legen Sie beim Starten des FS400AR gegebenenfalls eine Sperrholzplatte unter und um die Modellnase.
  • Sauberer Kraftstoff ist für die Sauberkeit des Vergasers und den ordnungsgemäßen Betrieb des Motors unerlässlich. Befolgen Sie diese Grundsätze, um sauberen Kraftstoff zu gewährleisten:
  • Spülen Sie den Tank vor dem Einbau mit Methanol oder sauberem Kraftstoff.
  • Installieren Sie einen Kraftstofffilter zwischen den Tank und Vergaser.
  • Installieren Sie einen Kraftstofffilter zwischen die Kraftstoffpumpe und den Tank.
  • Überprüfen und reinigen Sie die Filter regelmäßig.
  • Halten Sie den Kraftstoffbehälter geschlossen, wenn Sie gerade nicht tanken.
  • Schließen Sie die Hauptnadel nicht auf ein zu mageres Gemisch. Eine zu magere Gemisch-Einstellung führt zu Überhitzung und Reduzierung der Motorleistung.
  • Heiße Verbrennungsrückstände können außerdem Korrosion im Motor fördern. Stellen Sie die Hauptnadel stets etwas fetter als auf Höchstdrehzahl ein.
  • Reinigen Sie die Außenseite des Motors nach jedem Gebrauch mit einem sauberen Baumwolltuch. Dadurch verhindern Sie das Anbrennen von Öl und Schmutz und eine Schwärzung der Außenseite des FS400AR.
  • Soll der FS400AR länger als 2 Monate ruhen, entfernen Sie die Glühkerzen und spülen Sie das Innere mit Petroleum, niemals Benzin, durch die Kerzenöffnungen in die Zylinder und durch den Ablassstutzen ins Kurbelgehäuse. Bewegen Sie die Kurbelwelle vorsichtig hin und her, um das Petroleum zu verteilen und Rückstände zu lösen. Lassen Sie die Mischung anschließend ablaufen und drehen Sie den Propeller vorsichtig zum Entleeren der Zylinder. Die Glühversorgung muss getrennt bleiben; verwenden Sie keinen Elektrostarter bei flüssigkeitsgefülltem Motor. Geben Sie zuletzt leichtes Maschinenöl durch Kerzenöffnungen und Ablassstutzen zu und verteilen Sie es durch langsames Drehen auf alle beweglichen Teile.

Anhang​

Abmessungen (mm)​

ABCDEFGH
AP06A241045M438,533
AP09A301158M543,541
S15AII31,51162M549,842,8
S32AII381574,91/4″–2856,753,2
S36AII381574,91/4″–2856,753,2
S40AII4417,584,31/4″–2870,260,3
S46AII4417,5851/4″–287060
S52AII4417,585,81/4″–2870,960,7
S61AII522597,85/16″–2480,368,5
S91A522597,55/16″–2484,767
108A5825105,33/8″–249073,7
180AR6836,5133,73/8″–2410896,6
FS-30AR361464,71/4″–287146,8
FS-52AR4417,580,61/4″–2882,459,2
FS-70AR5021895/16″–2497,465,3
FS-80AR5021905/16″–2498,365,3
FS-91AR5225905/16″–2410065,3
FS-120AR58251065/16″–24116,378,3
FS-180AR5825111,83/8″–2412080,8
FT-160AR80681203/8″–24195,369,556,556,5
FS-400ARØ122160,53/8″–24Ø22778

Was soll man im Falle eines Defekts tun?​

Ratgeber zu Garantie- und Nachgarantiereparaturen​

Garantiebedingungen​

Der Motor benötigt regelmäßige Wartung und Pflege und ist für den Betrieb von Modellbauern unter wesentlich höheren Leistungs- und Belastungsbedingungen ausgelegt, als dies bei Spielzeugen der Fall ist. Daher können wir keine Garantie dafür übernehmen, wie lange es dauert, bis einzelne Teile aufgrund des Verschleißes ersetzt werden müssen. Motorenteile verschleißen und müssen mit der Zeit ersetzt werden. Sollte ein Motorteil im Neuzustand - vor dem ersten Start - beschädigt, defekt oder falsch montiert sein, wird dieser Teil kostenlos repariert oder ersetzt. Die Garantie für Motoren gilt nur für Material-, Verarbeitungs- und Montagedefekte im Neuzustand (vor der Inbetriebnahme). Sollte sich innerhalb der gesetzlichen Garantiefrist ein Teil als defekt, falsch hergestellt oder falsch montiert erweisen, wird er vom Importeur kostenlos repariert oder ersetzt. Wenn Sie glauben, dass der Material-, Verarbeitungs- oder Montagedefekt im Neuzustand des Modells nicht offensichtlich war und erst nach dem Gebrauch des Produkts aufgetreten ist, wenden Sie sich bitte an KAVAN Europe s.r.o. (E-Mail: info@kavanrc.com; Tel.: +420 446 260 133). Wir glauben fest an die Qualität und den guten Ruf der von uns verkauften Produkte und werden unser Möglichstes tun, damit Sie mit ihnen zufrieden sind.

Garantieeinschränkungen​

Diese Garantie deckt keine Schäden ab, die durch unsachgemäße oder grobe Behandlung, Vernachlässigung, Unfälle, Wasser oder übermäßige Feuchtigkeit, Beschädigung durch Chemikalien, unsachgemäße oder nachlässige Wartung, Vernachlässigung der Wartung, Unfälle und Naturkatastrophen, nicht genehmigte Modifikationen oder Veränderungen und Verwendung von falschem Kraftstoff verursacht wurden. Die Garantie erstreckt sich nicht auf Motorteile, die als Verbrauchsmaterial gelten (Kerzen, Öl usw.). KAVAN Europe s.r.o. übernimmt keine Kosten für den Versand defekter Teile vom Benutzer.

Rolle des Modellbaugeschäfts​

Das Geschäft, in dem Sie den Motor gekauft haben, ist die erste Anlaufstelle für Garantiereparaturen oder Reklamationen. Der Händler kann bei der Feststellung möglicher Mängel und bei der Kommunikation mit dem Importeur behilflich sein. Nur wenn es aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, die Dienste des Händlers in Anspruch zu nehmen, bei dem das Modell gekauft wurde, wenden Sie sich bitte direkt an KAVAN Europe s.r.o.

Haftungsbeschränkung​

KAVAN Europe s.r.o. gibt keine weiteren Garantien und kann auch nicht als solche vorausgesetzt werden. KAVAN Europe s.r.o. haftet nicht für besondere, zufällige oder Folgeschäden, die sich aus der Montage oder dem Gebrauch ihrer Produkte, des Zubehörs oder der für den Gebrauch ihrer Produkte erforderlichen Chemikalien ergeben. In dem Moment, in dem der Benutzer beginnt, das Produkt zu verwenden oder in Betrieb zu nehmen, übernimmt er alle sich daraus ergebenden Verpflichtungen. In keinem Fall kann die Haftung von KAVAN Europe s.r.o. den tatsächlich gezahlten Verkaufspreis für das Produkt überschreiten.

Wie man Produkte für Garantie- oder Außer-Garantieservice zusendet​

Zunächst sollten Sie den Importeur oder die Serviceabteilung per E-Mail oder telefonisch kontaktieren. Oft scheint ein Produkt defekt oder nicht funktionsfähig zu sein, weil es nicht richtig benutzt wurde oder nur eine einfache Einstellung benötigt. Eine E-Mail oder ein Telefonanruf bei unseren erfahrenen Servicetechnikern kann alles schnell und einfach lösen!

Wenn Sie das Produkt zum Service schicken, fügen Sie bitte Folgendes bei:

  • eine Kopie des datierten Kaufbelegs
  • Rücksendeadresse
  • Telefonnummer, unter der Sie an Werktagen erreichbar sind
  • E-Mail-Adresse
  • eine möglichst genaue Beschreibung des Defekts

Vorbereitung des Produkts für den Versand zum Service​

Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, Versandkosten zu sparen, und unterstützen unsere Servicetechniker bei der Durchführung von Reparaturen und der Rücksendung von Produkten.

  • Reinigen Sie den Motor vor dem Versand, um die Zahlung eines Reinigungszuschlags zu vermeiden.
  • Schicken Sie keinen Kraftstoff, keine Batterien, Akkus, Ladegeräte, Glühstifte und Glühvorrichtungen, Bedienungsanleitungen oder anderes Zubehör, das Sie für den Betrieb Ihres Motors verwenden (es sei denn, ein Servicetechniker bittet Sie um die Zusendung einer dieser Sachen). So sparen Sie Portokosten und vermeiden das Risiko des Verlusts beim Transport. KAVAN Europe s.r.o. ist nicht verantwortlich für den Verlust von nicht angefordertem Zubehör während des Transports zu einer Service- oder Reparaturstelle.
  • Wenn Sie das Produkt zum Service schicken, versichern Sie es zum Preis des neu gekauften Produkts. KAVAN Europe s.r.o. ist in keiner Weise für den Verlust des Produkts während des Transports zum Service verantwortlich.
  • Verpacken Sie das Produkt sorgfältig und sicher in eine Box aus festem Karton mit den entsprechenden Abmessungen. Ein frei beweglicher Motor in einer großen Box kann nur zu weiteren Schäden führen.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, kein geschreddertes Papier aus dem Schredder oder Füllmaterial aus kleinen Schaumstoffstücken. Falls sich dies nicht vermeiden lässt, legen Sie den Füllstoff oder den Motor in eine verschlossene Plastiktüte(n).
  • Legen Sie alle für die Reparatur des Motors erforderlichen Unterlagen bei und beschreiben Sie den Defekt oder das Problem so detailliert und präzise wie möglich.
  • Geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Sie an Werktagen erreichbar sind, sowie eine E-Mail-Adresse, damit ein Servicetechniker Sie bei weiteren Fragen zur Reparatur kontaktieren kann.
  • Fügen Sie einen Zettel mit Ihrer Adresse bei. Es ist erstaunlich, wie oft eine solche Selbstverständlichkeit vergessen wird.