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KAVAN FT160AR – Bedienungsanleitung

KAVAN FT160AR
KAV28.2008

KAVAN FT160AR

Einleitung​

Der KAVAN FT160AR ist ein flacher Zweizylinder-Viertakt-Glühzündermotor mit OHV-Ventilsteuerung und Kolbenringen, besonders für Flugzeugmodelle in maßstäblicher Ausführung. Er besitzt einen RC-Vergaser mit zwei Nadeln, einen Choke und einen Aluminiumträger. Das Propellergewinde ist laut aktuellem Katalog 3/8″–24 UNF; verwenden Sie die mitgelieferte Sicherheits-Kontermutter.

Achtung

Lesen Sie vor dem Start die gesamte Anleitung und machen Sie sich mit den Bedienelementen vertraut. Beachten Sie die Sicherheitshinweise und Warnungen.

Technische Daten​

Hubraum2×12,8 cm³ (2×0,78 in³), insgesamt 25,6 cm³
Bohrung26,5 mm (1,043″)
Hub23,2 mm (0,913″)
Leistung2,2 kW bei 8000 U/min
Betriebsdrehzahl2000–9000 U/min
Gewicht einschließlich Schalldämpfer, laut Katalog1265 g (44,6 oz.)
Kraftstofftank laut Originalanleitung360 ml

Sicherheitshinweise und Warnungen​

Der Motor ist kein Spielzeug. Er ist eine leistungsfähige Verbrennungsmaschine, die bei unsachgemäßem Gebrauch Sie und andere verletzen kann.

Lesen Sie vor dem ersten Start die gesamte Anleitung, machen Sie sich mit Funktionen und Bedienung vertraut und beachten Sie besonders die Sicherheitshinweise.

Die Beachtung dieser Anleitung trägt zu zuverlässigem und sicherem Betrieb bei. Sie sind für den sicheren Betrieb Ihres Motors verantwortlich; handeln Sie stets überlegt und vorsichtig. Missbrauch oder Missachtung der Sicherheitsmaßnahmen kann schwere Verletzungen verursachen.

  1. Lassen Sie niemals kleine Kinder oder andere Personen, die durch den Betrieb Ihres Motors verletzt werden könnten, in die Nähe Ihres Motors kommen. Ein sicherer Abstand beträgt mindestens 5–6 m (20 Fuß). Niemand darf sich auf der Ebene der sich drehenden Luftschraube aufhalten!
  2. Befestigen Sie den Motor sicher im Modell oder auf einem geeigneten Prüfstand mit hochwertigen Stahl-Innensechskantschrauben, Scheiben und Sicherungsmuttern. Beachten Sie die Montageanweisungen des Modell- oder Prüfstandherstellers. Spannen Sie den Motor niemals direkt in einen Schraubstock!
  3. Verwenden Sie einen Propeller der richtigen Größe und beachten Sie die Befestigungshinweise dieser Anleitung sowie des Modellplans oder Bausatzes. Fragen Sie im Zweifel einen erfahrenen Modellbauer oder Fachhändler.
  4. Montieren Sie den Propeller richtig: Bei einem Frontmotor dreht er sich vom Cockpit aus gesehen im Uhrzeigersinn, von vorn gesehen dagegen. Ziehen Sie die Mutter mit einem passenden Schlüssel an, niemals mit einer Zange. Viertaktmotoren und große Zweitaktmotoren benötigen besondere Propeller-Sicherungsmuttern.
  5. Berühren Sie niemals den laufenden Propeller, lassen Sie keine Gegenstände damit in Berührung kommen und beugen Sie sich nicht über den laufenden Motor.
  6. Schützen Sie Ihre Finger. Verwenden Sie beim Anwerfen von Hand stets einen Anwerfstab oder einen kräftigen Lederhandschuh. Bevorzugen Sie einen Elektrostarter.
  7. Stellen Sie nach dem Start die Hauptnadel nur aus einer sicheren Position hinter dem laufenden Propeller ein.
  8. Stellen Sie das Gasgestänge so ein, dass der Motor bei vollständig zurückgenommenem Gasknüppel und Trimmhebel stoppt. Alternativ unterbrechen Sie die Kraftstoffzufuhr. Versuchen Sie niemals, den Motor durch Festhalten des Propellers anzuhalten.
  9. Sondern Sie jeden gerissenen, gespaltenen, eingekerbten oder anderweitig unsicheren Propeller aus. Reparieren Sie ihn nicht, sondern machen Sie ihn unbrauchbar. Verändern Sie den Propeller nicht. Prüfen Sie regelmäßig und häufig den festen Sitz aller Schrauben und Muttern.
  10. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie das Modell mit laufendem Motor zum Startplatz tragen. Richten Sie den Propeller von sich weg und halten Sie großen Abstand zu Zuschauern.
  11. Fliegen Sie nicht in der Nähe von oder unter Stromleitungen.

Weitere Sicherheitshinweise​

  1. Das Tragen einer Schutzbrille wird dringend empfohlen.
  2. Starten Sie den Motor nicht auf losem Kies oder Sand. Der Propeller kann Partikel in Gesicht und Augen schleudern und Verletzungen verursachen.
  3. Lose Kleidung wie Krawatten, Ärmel oder Schals darf nicht in den Propeller geraten. Tragen Sie keine losen Gegenstände wie Stifte oder Schraubendreher in der Brusttasche, aus der sie in den Propeller fallen könnten.
  4. Achten Sie darauf, dass weder Glühkerzenstecker noch Akkuleitungen in den Propeller geraten.
  5. Prüfen Sie bei Verwendung eines Spinners, dass dessen Blattausschnitte die Blattwurzeln nicht berühren und schwächen.

Warnung​

  1. Der Kraftstoff für Motoren mit Glühkerze ist giftig. Vermeiden Sie es, dass er in die Augen oder den Mund kommt. Bewahren Sie ihn immer in einem deutlich gekennzeichneten Behälter an einem dunklen, kühlen Ort und außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  2. Der Kraftstoff für Motoren mit Glühkerze ist hochentzündlich. Halten Sie ihn in sicherer Entfernung von offenen Flammen, Wärmequellen, Funken oder anderen Dingen, die eine Entzündung verursachen können. In der Nähe des Kraftstoffs dürfen weder Sie noch andere Personen rauchen.
  3. Motor und Auspuffrohre werden im Betrieb sehr heiß. Berühren Sie sie erst nach dem Abkühlen; besonders Zylinderköpfe und Auspuffrohre können schwere Verbrennungen verursachen.
  4. Betreiben Sie den Motor niemals in geschlossenen Räumen, etwa Garagen oder Kellern. Die Abgase enthalten tödlich giftiges Kohlenmonoxid. Betreiben Sie den Motor ausschließlich im Freien.
  5. Denken Sie daran: Der Betrieb eines jeden Modells erfordert Erfahrung und ständige Beachtung der Sicherheitsgrundsätze. Flugzeug-, Schiffs- oder Automodelle verfügen über eine hohe Energie, die schwere Verletzungen oder erhebliche Sachschäden verursachen kann.
Gefahr

Gehen Sie stets vorsichtig vor! Bitten Sie als Anfänger einen erfahrenen Modellbauer um Hilfe und Rat! Lesen Sie vor dem ersten Startversuch die Anleitung und Sicherheitsregeln sorgfältig!

Hauptteil​

Motormontage​

Schrauben Sie den Motor mit dem mitgelieferten stabilen quadratischen Aluminiumträger sicher an den Motorspant. Montieren Sie den Vergaser unter dem Kurbelgehäuse, um das vorbildgetreue Aussehen zu erhalten.

Hauptnadel und Gashebel können die Seiten tauschen; das Chokegestänge kann auf beiden Seiten montiert werden. Legen Sie die Positionen vor dem Einbau in den Rumpf fest.

Kraftstofftank​

Das empfohlene Volumen eines vollen Tanks beträgt 360 ml oder 12-1/2 Unzen. Dies reicht für etwa 12 Minuten Betrieb bei voller Leistung oder etwa 15–17 Minuten bei Teilgas. Natürlich hängt der Kraftstoffverbrauch auch von der Größe der verwendeten Luftschraube ab.

Der Kraftstofftank sollte idealerweise mit der Oberkante des Tanks 5–10 mm (1/4–3/8″) über der Hauptnadel angebracht werden. Die Konstruktion des Modells erfordert jedoch in der Regel eine höhere Platzierung des Tanks, die kein Problem darstellen sollte, es sei denn, Sie bemühen sich um spektakuläre Kunstflüge. Wenn der Tank hoch angebracht ist, fließt der Kraftstoff in den Vergaser, wenn der Tank gefüllt ist. Klemmen Sie daher den Kraftstoffschlauch mit einer Klemme ab, wenn der Motor nicht läuft, um eine Überflutung und ein Auslaufen des Kraftstoffs zu verhindern.

Kraftstoff​

Verwenden Sie hochwertigen Kraftstoff für Modell-Glühzündermotoren. Der Motor FT160 läuft mit handelsüblichem Modellmotorenkraftstoff. Kraftstoffe mit Rizinusöl und/oder synthetischen Schmiermitteln sind geeignet; für beste Leistung und Zuverlässigkeit wird jedoch Kraftstoff mit 5–15 % Nitromethan (KAV54.010.5 / KAV54.011.5 / KAV54.012.5) empfohlen.

Um eine konsistente Leistung und eine lange Lebensdauer des Motors zu gewährleisten, wird empfohlen, einen hochwertigen Kraftstoff mit MEHR ALS 16% SCHMIERMITTEL zu verwenden, bis der Motor insgesamt eine bis zwei Stunden gelaufen ist, einschließlich der Einlaufzeit. Im Allgemeinen verbessert ein Kraftstoff mit einem niedrigeren Schmiermittelgehalt die Betriebseigenschaften eines Viertakt-Motors leicht, kann aber auch die Lebensdauer des Motors verkürzen.

Glühkerzen​

Ein Viertaktmotor zündet bei jedem vierten statt jedem zweiten Kolbenhub; übliche Zweitaktkerzen können daher ungeeignet sein. Die Originalanleitung empfiehlt KAVAN PRO KF oder O.S. MAX Type F. Verwenden Sie in beiden Zylindern gleiche Viertaktkerzen und beachten Sie deren Nenn-Glühspannung.

Propellerwahl​

Wählen Sie den Propeller nach Größe, Gewicht und vorgesehenem Flugstil des Modells und prüfen Sie die beste Größe praktisch. Originalbereiche und Katalogempfehlungen:

VerwendungPropellerdurchmesser × Steigung
Ausgangsbereich14×(9–11)″; 15×(8–10)″; 16×(6–8)″; 17×6″; 18×6″
Einlaufen16×8″
Sport- und Kunstflug14×9″; 14×11″; 15×8″; 15×10″
Scale-Modelle17×6″; 18×6″
Achtung

Verwenden Sie nur gut ausgewuchtete, unbeschädigte Propeller. Unwucht verursacht Vibrationen und Leistungsverlust. Halten Sie Gesicht und Körper beim Starten und Einstellen der Hauptnadel aus dem gesamten Propellerkreis; dieser Motor kann große Propeller antreiben.

Montage der Luftschraube​

Eine lose Mutter kann den Propeller durchrutschen oder wegfliegen lassen, besonders bei Klopfen durch zu magere Mischung oder hohe Last. Verwenden Sie die mitgelieferte Sicherheits-Kontermutter und ziehen Sie die Hauptmutter sicher fest.

  1. Reiben Sie die Mittelbohrung auf Ø12 mm (0,472″) auf und wuchten Sie den Propeller aus.
  2. Montieren Sie Propeller, Scheibe und Hülsenmutter auf der Welle. Ziehen Sie die Hülsenmutter mit dem mitgelieferten 17mm-Schlüssel fest an.
  3. Prüfen Sie Maß „T“ in den Zeichnungen: Die Klemmstärke umfasst gegebenenfalls die Spinner-Rückplatte. Verwenden Sie eine mitgelieferte Distanzhülse der Kontermutter bei T = 14,5–18 mm (0,571–0,709″); für T = 18–22,5 mm (0,709–0,886″) sieht die Originalanleitung keine vor. Prüfen Sie den tatsächlichen Aufbau und den sicheren Gewindeeingriff beider Muttern.
  4. Montieren Sie die Sicherheits-Kontermutter und ziehen Sie sie mit einem 14mm-Schlüssel fest, ohne übermäßige Kraft.
  5. Prüfen Sie vor jedem Start den festen Sitz. Holz kann mit der Zeit schrumpfen oder durch den geriffelten Mitnehmer zusammengedrückt werden. Lösen Sie vor dem Nachziehen der Hauptmutter die Kontermutter und sichern Sie sie danach wieder.

Glühkerzenverkabelung​

Schließen Sie die mitgelieferten Glühleitungen und Stecker an beide Kerzen an. Befestigen Sie die Ringöse der Masseleitung mit einer Motorbefestigungsschraube am Träger.

  1. Halten Sie isolierte Leitungen und Stecker von Zylinderköpfen, Kühlrippen und Propeller fern.
  2. Verlegen Sie die Kabel fern vom Kraftstofftank, damit ein Kurzschluss keinen Brand auslöst.
  3. Verwenden Sie eine geeignete Glühversorgung hoher Kapazität für beide Kerzen gleichzeitig. Die Originalanleitung nennt als Beispiel eine Bleizelle mit etwa 20 Ah; ihre Kapazität bestimmt keine sichere Kerzenspannung. Verwenden Sie passende Spannungsregelung oder einzelne Kerzenstromkreise. Schließen Sie eine Bleizelle nur direkt an, wenn ihre Spannung geeignet ist.
  4. Verwenden Sie ausreichend starke Leitungen für die benötigten mehreren Ampere, um übermäßigen Spannungsabfall zu vermeiden. Im englischen PDF fehlt der genaue Strom; die tschechischen und deutschen Quellen nennen mehrere Ampere ohne konkreten Wert.
Achtung

Senken Sie die Spannung für beide Kerzen nicht mit einem gemeinsamen Rheostaten. Bei gelöster Leitung oder defekter Glühwendel kann die andere Kerze zu hohe Spannung erhalten. Die Originalanleitung nennt als Alternative einen eigenen Akku und Rheostaten je Kerze. Trennen Sie beim Ansaugen und bei mechanischen Einstellungen die Glühversorgung.

Vergasereinstellung​

Steuerbare Funktionen:​

  1. Hauptnadel: bestimmt das Grundgemisch bei Vollgas; bei niedrigerer Drehzahl folgt die Gemischbildung dem Dosiersystem des Vergasers.
  2. Leerlaufnadel: dosiert Kraftstoff bei niedriger Drehzahl und Gaswechseln. Beginnen Sie mit der Werkseinstellung und ändern Sie sie nur bei Bedarf.
  3. Leerlauf-Anschlagschraube: begrenzt den Weg der Vergasertrommel.

Gasservo​

Stellen Sie Gestänge und Servoweg bei vollständig abgesenkter Gastrimmung so ein, dass Vollgas die Trommel ganz öffnet und die untere Knüppelstellung sie vollständig schließt. Erhöhen Sie die Trimmung für sicheren Leerlauf. Absenken muss den Motor wieder abstellen.

Wiederherstellen des Leerlauf-Grundgemischs​

Prüfen Sie bei stehendem Motor, getrennter Glühversorgung und abgetrennter Kraftstoffzufuhr den sanften Luftdurchfluss mit einem kurzen, sauberen, kraftstofffreien Schlauch am Kraftstoffanschluss. Statt des in der Originalanleitung vorgesehenen Blasens mit dem Mund verwenden Sie einen sauberen Hand-Blasebalg, um Kontakt mit giftigem Kraftstoff zu vermeiden. Verwenden Sie keine Druckluft.

  1. Schließen Sie die Trommel zunächst bis auf eine Öffnung höchstens so breit wie eine Modellbaustecknadel, etwa 0,7 mm.
  2. Stecken Sie den sauberen Prüfschlauch auf und öffnen Sie die Hauptnadel 1½ Umdrehungen aus vorsichtig geschlossener Stellung.
  3. Schließen Sie die Trommel gemäß dem Originalverfahren für die Durchflussprüfung vollständig. Führen Sie sanft Luft zu und stellen Sie die Leerlaufnadel so ein, dass gerade Luft durchtritt.
  4. Öffnen Sie die Leerlaufnadel um eine weitere 1/2 Umdrehung.
  5. Prüfen Sie den Luftstrom weiter, während Sie die Trommel öffnen. Etwa 15° von der Leerlaufstellung muss sich der Durchfluss deutlich ändern.
  6. Senken Sie den Leerlauf nicht durch übermäßiges Anfetten. Schließen Sie stattdessen die Trommel etwas weiter und wiederholen Sie die Leerlaufgemischeinstellung.

Starten​

Sichern Sie das Modell und halten Sie Personen vom Propeller fern. Bevorzugen Sie einen Elektrostarter; der Handstart ist unten beschrieben. Von vorn gesehen dreht der Motor gegen den Uhrzeigersinn.

Gefahr

Trennen Sie vor dem Ansaugen beide Kerzen von der Stromversorgung. Verwenden Sie niemals den Elektrostarter bei geschlossenem Choke. Drehen Sie den Propeller anfangs höchstens 2 Umdrehungen mit geschlossenem Choke: Zu viel Kraftstoff kann den Motor hydraulisch blockieren und beschädigen. Dreht er nicht frei, erzwingen Sie nichts und setzen Sie keinen Starter an; trennen Sie die Glühversorgung, entfernen Sie die Kerzen und lassen Sie überschüssigen Kraftstoff vor dem nächsten Versuch ablaufen.

Elektrischer Start​

  1. Öffnen Sie bei getrennter Glühversorgung die Drossel vollständig. Schließen Sie die Hauptnadel vorsichtig ohne Kraft gegen den Sitz und öffnen Sie sie dann um 3½ Umdrehungen.
  2. Schließen Sie den Choke und drehen Sie den Propeller bei Vollgas von Hand 2 Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn.
  3. Öffnen Sie den Choke und drehen Sie den Propeller sofort mehrmals gegen den Uhrzeigersinn, um Kraftstoff zu verteilen und freie Drehbarkeit zu prüfen.
  4. Öffnen Sie die Drossel etwa zu 1/3. Schließen Sie beide Kerzen an und setzen Sie den Starter bei geöffnetem Choke an.
  5. Geben Sie nach dem Anspringen Vollgas und lassen Sie den Motor zunächst etwa 20 Sekunden mit der ursprünglichen fetten Nadeleinstellung laufen. Sinkt die Drehzahl durch zu fette Mischung, schließen Sie die Hauptnadel allmählich um etwa 1/4–1/2 Umdrehung.
  6. Trennen Sie die Glühversorgung und schließen Sie dann die Hauptnadel schrittweise zur Drehzahlerhöhung. Warten Sie zwischen Änderungen; abrupte Verstellung kann einen neuen, nicht eingelaufenen Motor abstellen. Behalten Sie bis zum Abschluss des Einlaufens eine fettere Einstellung bei.

Handstart​

Verwenden Sie einen Anwerfstab oder stark gepolsterten Lederhandschuh. Starten Sie niemals mit bloßer Hand.

  1. Prüfen Sie bei getrennter Glühversorgung, dass der Propeller beim Drehen gegen den Uhrzeigersinn am ersten fühlbaren Kompressionspunkt waagerecht steht.
  2. Öffnen Sie die Drossel vollständig und stellen Sie die Hauptnadel auf 3½ Umdrehungen aus vorsichtig geschlossener Stellung.
  3. Schließen Sie den Choke und drehen Sie den Propeller 2 Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn.
  4. Öffnen Sie den Choke und drehen Sie den Propeller mehrmals gegen den Uhrzeigersinn, um Kraftstoff zu verteilen. Prüfen Sie die freie Drehbarkeit.
  5. Stellen Sie etwa 1/3 Gas ein und drehen Sie gegen den Uhrzeigersinn bis zum fühlbaren Kompressionswiderstand.
  6. Schließen Sie beide Kerzen an und werfen Sie den Propeller von der Mitte des rechten Blatts aus, von vorn gesehen kräftig gegen den Uhrzeigersinn an. Springt der Motor an und stoppt wieder, prüfen Sie die Kraftstoffzufuhr. Trennen Sie vor erneutem Ansaugen die Glühversorgung.
  7. Geben Sie nach dem Start Vollgas und lassen Sie den Motor etwa 20 Sekunden mit der ursprünglichen Nadeleinstellung laufen. Ist die Mischung zu fett, schließen Sie die Hauptnadel allmählich um etwa 1/4–1/2 Umdrehung.
  8. Trennen Sie die Glühversorgung vor der schrittweisen Hauptnadeleinstellung. Vermeiden Sie abrupte Änderungen, besonders bei einem neuen Motor.

Warmstart​

Schließen Sie beide Kerzen wieder an und versuchen Sie bei Leerlauf den Starter oder Handstart. Springt der Motor nicht an, trennen Sie die Glühversorgung, öffnen die Drossel vollständig, schließen den Choke und drehen den Propeller zweimal. Heiße Brennräume können Kraftstoff verdampfen und durch die Auspuffe abführen; wiederholen Sie das Ansaugen nur bei Bedarf ein- oder zweimal. Prüfen Sie auf hydraulische Blockierung, öffnen Sie den Choke und stellen Sie Leerlauf ein, bevor Sie die Glühversorgung wieder anschließen und starten.

Hinweis

Beim Öffnen des Chokes kann überschüssiger Kraftstoff aus dem Vergaser tropfen. Sehen Sie unten im Motorraum oder in der Haube ein Ablaufloch vor und schützen Sie die Umgebung mit kraftstofffestem Lack.

Einlaufen​

  1. Montieren Sie Motor und geeigneten Propeller; der Katalog empfiehlt zum Einlaufen 16×8″. Stellen Sie mit der Hauptnadel 6000–6500 U/min ein und lassen Sie den Motor etwa 10 Sekunden laufen.
  2. Öffnen Sie die Hauptnadel zur Absenkung auf etwa 4000 U/min und lassen Sie den Motor bei dieser kühleren Einstellung 20 Sekunden laufen. Lassen Sie die Drossel ganz offen; regeln Sie die Drehzahl nur mit der Hauptnadel.
  3. Wiederholen Sie diese Hoch-/Niedrigdrehzahlzyklen und verlängern Sie die schnellen Phasen allmählich, bis mindestens 20 Minuten Laufzeit erreicht sind.
  4. Ohne Drehzahlmesser dient der Rauch als Orientierung: Beim Schließen der Hauptnadel wird dichter grauer Rauch weniger sichtbar.
  5. Setzen Sie nach den ersten 20 Minuten am Boden das Einlaufen im Flug fort. Verwenden Sie die fetteste Mischung, die noch ausreichende Startleistung bietet. Stellen Sie die Trimmung für sicheren Leerlauf bei zurückgenommenem Knüppel ein, behalten Sie jedoch eine separate Trimm-/Stoppstellung zum vollständigen Schließen des Vergasers bei.
  6. Schließen Sie die Hauptnadel bei weiteren Flügen geringfügig, bis nach etwa 10 Flügen der Normalbetrieb erreicht ist. Behalten Sie gemäß Leerlaufschema eine etwas fettere Einstellung als bei Höchstdrehzahl bei und optimieren Sie anschließend das Gasansprechen.

Ablauf der Leerlaufeinstellung​

  1. Starten Sie den Motor, lassen Sie ihn warm werden, öffnen Sie die Drossel ganz und trennen Sie die externe Glühversorgung. Öffnen Sie die Hauptnadel 20–30° weiter als in der Höchstdrehzahlstellung.
  2. Nehmen Sie Gas schrittweise zurück und finden Sie die niedrigste stabile Drehzahl. Stellen Sie mit der Sendertrimmung den niedrigsten praktischen Leerlauf ohne Abstellen ein.
  3. Geben Sie Vollgas. Stoppt der Motor, erhöhen Sie den Leerlauf geringfügig und wiederholen Sie den Test.
  4. Sobald die volle Leistung wieder erreicht wird, lassen Sie den Motor 10 Sekunden schnell laufen, schließen dann die Drossel und lassen ihn 5 Sekunden im Leerlauf laufen.
  5. Geben Sie erneut Vollgas. Stoppt der Motor oder erreicht er nicht zügig die volle Leistung, folgen Sie Feineinstellung des Leerlaufgemischs und wiederholen Sie den Ablauf bis zu zuverlässigen Übergängen.

Feineinstellung des Leerlaufgemischs​

Starten Sie den Motor, nehmen Sie allmählich Gas zurück und stellen Sie Leerlauf ein. Halten Sie das Modell sicher und heben Sie die Nase langsam aus der Waagerechten. Stellen Sie von hinter dem Propeller ein; stoppen Sie den Motor und trennen Sie die Glühversorgung, bevor Sie ein nicht sicher erreichbares Bedienelement berühren.

  1. Steigt die Drehzahl, schließen Sie die Leerlaufnadel geringfügig und wiederholen Sie den Test, bis die Drehzahl beim Anheben unverändert bleibt.
  2. Läuft der Motor unregelmäßig oder stoppt er, öffnen Sie die Leerlaufnadel geringfügig und wiederholen Sie den Test.
Hinweis

Haupt- und Leerlaufgemisch beeinflussen einander. Eine größere Änderung kann die Nachstellung des jeweils anderen erfordern.

Einstellung des Auspuffrohrs​

Lösen Sie die Rohrmutter am Zylinderkopf mit dem mitgelieferten Schlüssel und richten Sie den Auspuff passend aus. Die Originalanleitung nennt flexible Verlängerungen von 12 cm oder 24 cm; fragen Sie einen Modellbaufachhändler nach einem passenden Teil.

Schmierung und Entlüftung​

Das Öl im Kraftstoff schmiert den Motor automatisch. Stecken Sie einen Silikonschlauch mit Innen-Ø2,5–3 mm auf den Messing-Entlüftungsstutzen unter dem Steuergehäuse und leiten Sie austretendes Öl aus dem Modell. Verschließen oder verengen Sie diesen Stutzen niemals.

Ventilspiel​

Das Ventilspiel ist ab Werk eingestellt und muss selten nachgestellt werden. Prüfen Sie es bei Leistungsverlust nach längerem Betrieb oder nach Zerlegung beziehungsweise Reparatur infolge eines Absturzes.

Achtung

Prüfen und stellen Sie das Ventilspiel nur bei kaltem Motor und getrennter Glühversorgung ein.

Prüfung des Spiels​

  1. Entfernen Sie mit dem mitgelieferten Innensechskantschlüssel die beiden Schrauben und den Kipphebeldeckel jedes Zylinderkopfs.
  2. Drehen Sie den Propeller 2 Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn und beobachten Sie beide Ventile. Vom Ende der Einlassventilbewegung bis zum Beginn der Auslassöffnung dreht sich der Propeller etwa 260°, während beide Ventile geschlossen sind. Drehen Sie vom Öffnungsbeginn des Auslasses etwa 130° im Uhrzeigersinn zurück, um den Kolben auf den oberen Verdichtungstotpunkt zu stellen.
  3. Messen Sie zwischen Ventilschaft und Kipphebel. Das Sollspiel beträgt 0,04–0,10 mm (0,0015–0,004″). Die 0,04mm-Lehre muss durchgehen, die 0,10mm-Lehre nicht.

Einstellung des Spiels​

  1. Lösen Sie die Kipphebel-Kontermutter vorsichtig mit dem mitgelieferten Schlüssel Nr. 5.
  2. Drehen Sie die Einstellschraube etwa 1/2 Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn, um den Spalt zu öffnen.
  3. Legen Sie die 0,04mm-Lehre zwischen Ventilschaft und Kipphebel. Drehen Sie die Schraube mit dem Schraubendreher vorsichtig im Uhrzeigersinn, bis sie die Lehre leicht berührt.
  4. Halten Sie die Einstellschraube mit dem Schraubendreher gegen Verdrehen und ziehen Sie die Kontermutter wieder fest.
  5. Entfernen Sie die 0,04mm-Lehre, drehen Sie den Propeller genau zwei Umdrehungen und prüfen Sie erneut. Kontrollieren und korrigieren Sie gegebenenfalls das andere Ventil und montieren Sie den Kipphebeldeckel.
  6. Prüfen Sie den anderen Zylinder auf gleiche Weise und stellen Sie ihn gegebenenfalls ein.

Anhang​

Abmessungen (mm)​

ABCDEFGH
AP06A241045M438,533
AP09A301158M543,541
S15AII31,51162M549,842,8
S32AII381574,91/4″–2856,753,2
S36AII381574,91/4″–2856,753,2
S40AII4417,584,31/4″–2870,260,3
S46AII4417,5851/4″–287060
S52AII4417,585,81/4″–2870,960,7
S61AII522597,85/16″–2480,368,5
S91A522597,55/16″–2484,767
108A5825105,33/8″–249073,7
180AR6836,5133,73/8″–2410896,6
FS-30AR361464,71/4″–287146,8
FS-52AR4417,580,61/4″–2882,459,2
FS-70AR5021895/16″–2497,465,3
FS-80AR5021905/16″–2498,365,3
FS-91AR5225905/16″–2410065,3
FS-120AR58251065/16″–24116,378,3
FS-180AR5825111,83/8″–2412080,8
FT-160AR80681203/8″–24195,369,556,556,5
FS-400ARØ122160,53/8″–24Ø22778

Was soll man im Falle eines Defekts tun?​

Ratgeber zu Garantie- und Nachgarantiereparaturen​

Garantiebedingungen​

Der Motor benötigt regelmäßige Wartung und Pflege und ist für den Betrieb von Modellbauern unter wesentlich höheren Leistungs- und Belastungsbedingungen ausgelegt, als dies bei Spielzeugen der Fall ist. Daher können wir keine Garantie dafür übernehmen, wie lange es dauert, bis einzelne Teile aufgrund des Verschleißes ersetzt werden müssen. Motorenteile verschleißen und müssen mit der Zeit ersetzt werden. Sollte ein Motorteil im Neuzustand - vor dem ersten Start - beschädigt, defekt oder falsch montiert sein, wird dieser Teil kostenlos repariert oder ersetzt. Die Garantie für Motoren gilt nur für Material-, Verarbeitungs- und Montagedefekte im Neuzustand (vor der Inbetriebnahme). Sollte sich innerhalb der gesetzlichen Garantiefrist ein Teil als defekt, falsch hergestellt oder falsch montiert erweisen, wird er vom Importeur kostenlos repariert oder ersetzt. Wenn Sie glauben, dass der Material-, Verarbeitungs- oder Montagedefekt im Neuzustand des Modells nicht offensichtlich war und erst nach dem Gebrauch des Produkts aufgetreten ist, wenden Sie sich bitte an KAVAN Europe s.r.o. (E-Mail: info@kavanrc.com; Tel.: +420 446 260 133). Wir glauben fest an die Qualität und den guten Ruf der von uns verkauften Produkte und werden unser Möglichstes tun, damit Sie mit ihnen zufrieden sind.

Garantieeinschränkungen​

Diese Garantie deckt keine Schäden ab, die durch unsachgemäße oder grobe Behandlung, Vernachlässigung, Unfälle, Wasser oder übermäßige Feuchtigkeit, Beschädigung durch Chemikalien, unsachgemäße oder nachlässige Wartung, Vernachlässigung der Wartung, Unfälle und Naturkatastrophen, nicht genehmigte Modifikationen oder Veränderungen und Verwendung von falschem Kraftstoff verursacht wurden. Die Garantie erstreckt sich nicht auf Motorteile, die als Verbrauchsmaterial gelten (Kerzen, Öl usw.). KAVAN Europe s.r.o. übernimmt keine Kosten für den Versand defekter Teile vom Benutzer.

Rolle des Modellbaugeschäfts​

Das Geschäft, in dem Sie den Motor gekauft haben, ist die erste Anlaufstelle für Garantiereparaturen oder Reklamationen. Der Händler kann bei der Feststellung möglicher Mängel und bei der Kommunikation mit dem Importeur behilflich sein. Nur wenn es aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, die Dienste des Händlers in Anspruch zu nehmen, bei dem das Modell gekauft wurde, wenden Sie sich bitte direkt an KAVAN Europe s.r.o.

Haftungsbeschränkung​

KAVAN Europe s.r.o. gibt keine weiteren Garantien und kann auch nicht als solche vorausgesetzt werden. KAVAN Europe s.r.o. haftet nicht für besondere, zufällige oder Folgeschäden, die sich aus der Montage oder dem Gebrauch ihrer Produkte, des Zubehörs oder der für den Gebrauch ihrer Produkte erforderlichen Chemikalien ergeben. In dem Moment, in dem der Benutzer beginnt, das Produkt zu verwenden oder in Betrieb zu nehmen, übernimmt er alle sich daraus ergebenden Verpflichtungen. In keinem Fall kann die Haftung von KAVAN Europe s.r.o. den tatsächlich gezahlten Verkaufspreis für das Produkt überschreiten.

Wie man Produkte für Garantie- oder Außer-Garantieservice zusendet​

Zunächst sollten Sie den Importeur oder die Serviceabteilung per E-Mail oder telefonisch kontaktieren. Oft scheint ein Produkt defekt oder nicht funktionsfähig zu sein, weil es nicht richtig benutzt wurde oder nur eine einfache Einstellung benötigt. Eine E-Mail oder ein Telefonanruf bei unseren erfahrenen Servicetechnikern kann alles schnell und einfach lösen!

Wenn Sie das Produkt zum Service schicken, fügen Sie bitte Folgendes bei:

  • eine Kopie des datierten Kaufbelegs
  • Rücksendeadresse
  • Telefonnummer, unter der Sie an Werktagen erreichbar sind
  • E-Mail-Adresse
  • eine möglichst genaue Beschreibung des Defekts

Vorbereitung des Produkts für den Versand zum Service​

Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, Versandkosten zu sparen, und unterstützen unsere Servicetechniker bei der Durchführung von Reparaturen und der Rücksendung von Produkten.

  • Reinigen Sie den Motor vor dem Versand, um die Zahlung eines Reinigungszuschlags zu vermeiden.
  • Schicken Sie keinen Kraftstoff, keine Batterien, Akkus, Ladegeräte, Glühstifte und Glühvorrichtungen, Bedienungsanleitungen oder anderes Zubehör, das Sie für den Betrieb Ihres Motors verwenden (es sei denn, ein Servicetechniker bittet Sie um die Zusendung einer dieser Sachen). So sparen Sie Portokosten und vermeiden das Risiko des Verlusts beim Transport. KAVAN Europe s.r.o. ist nicht verantwortlich für den Verlust von nicht angefordertem Zubehör während des Transports zu einer Service- oder Reparaturstelle.
  • Wenn Sie das Produkt zum Service schicken, versichern Sie es zum Preis des neu gekauften Produkts. KAVAN Europe s.r.o. ist in keiner Weise für den Verlust des Produkts während des Transports zum Service verantwortlich.
  • Verpacken Sie das Produkt sorgfältig und sicher in eine Box aus festem Karton mit den entsprechenden Abmessungen. Ein frei beweglicher Motor in einer großen Box kann nur zu weiteren Schäden führen.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, kein geschreddertes Papier aus dem Schredder oder Füllmaterial aus kleinen Schaumstoffstücken. Falls sich dies nicht vermeiden lässt, legen Sie den Füllstoff oder den Motor in eine verschlossene Plastiktüte(n).
  • Legen Sie alle für die Reparatur des Motors erforderlichen Unterlagen bei und beschreiben Sie den Defekt oder das Problem so detailliert und präzise wie möglich.
  • Geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Sie an Werktagen erreichbar sind, sowie eine E-Mail-Adresse, damit ein Servicetechniker Sie bei weiteren Fragen zur Reparatur kontaktieren kann.
  • Fügen Sie einen Zettel mit Ihrer Adresse bei. Es ist erstaunlich, wie oft eine solche Selbstverständlichkeit vergessen wird.