KAVAN Alpha 1500mm - Bedienungsanleitung

KAVAN Alpha - blau

KAVAN Alpha - schwarz
Einleitung
Glückwunsch zum Kauf Ihres Elektro-Seglers Alpha. Sie stehen am Anfang einer zauberhaften Reise in die fantastische Welt der ferngesteuerten Elektro-Segler.
Die Alpha besteht aus EPO-Schaum (expandiertes Polyolefin). Eine 2,4GHz-RC-Anlage, ein Brushless-Motor und ein LiPo-Akku bilden die Ausrüstung für das Flugtraining.
Alpha ist nicht nur ein hervorragendes Einsteiger-Modell, sondern auch ein Hochleistungs-Segler, der einen Sonntagspiloten wie auch einen Neuling und einen erfahrenen Piloten zufriedenstellt!
Eigenschaften
- 100 % Fertigmodell, teilweise vormontiert
- Steuerung von Querruder, Höhenruder, Seitenruder und Gas
- Leichte Steuerbarkeit, hohe Stabilität und ein robuster, leistungsfähiger Elektrosegler
- Moderne 2,4GHz-Achtkanal-Fernsteuerung (nur RTF-Set)
- Kraftvoller Außenläufer Brushless Motor
- Großer Flächeninhalt, niedriges Fluggewicht
- Leichter LiPo Flugakku (nur RTF Set)
- Schnelllader für den Flugakku (nur RTF Set)
Technische Daten
| Spannweite | 1492 mm |
|---|---|
| Länge | 985 mm |
| Fluggewicht | 780–810 g |
| Flügelfläche | 21,8 dm² |
| Flächenbelastung | 35,8–37,2 g/dm² |
| Antrieb | Brushless-Außenläufer C2217-1200 |
| ESC | KAVAN R-30B 30 A mit BEC 5 V |
Sicherheitshinweise
Dieses RC-Modell ist kein Spielzeug. Gehen Sie sorgfältig damit um und befolgen Sie die Anweisungen dieser Anleitung genau.
Bauen Sie das Modell nach dieser Anleitung. Nehmen Sie keine nicht freigegebenen Änderungen an Struktur oder Antrieb vor. Prüfen Sie vor dem Fliegen, ob das fertige Modell sicher und einwandfrei ist.
Kinder unter 14 Jahren dürfen das Modell nur unter Aufsicht eines Erwachsenen betreiben.
Prüfen Sie vor jedem Flug, dass das Modell in einwandfreiem Zustand ist, die gesamte Ausrüstung korrekt funktioniert und die Struktur unbeschädigt ist.
Fliegen Sie nur bei leichtem Wind an einem sicheren Ort ohne Hindernisse.
Allgemeine Warnhinweise
Ein ferngesteuertes Modell ist kein Spielzeug! Es kann erhebliche Verletzungen und Sachbeschädigungen anrichten. Fliegen Sie nur an einem sicheren Ort und folgen Sie den Anweisungen und Empfehlungen dieser Anleitung. Bleiben Sie von der Luftschraube weg! Halten Sie lose Teile entfernt von der drehenden Luftschraube, damit sie nicht eingesaugt werden können. Dies schließt lose Kleidung und andere Sachen wie Kugelschreiber und Schraubendreher mit ein. Gehen Sie sicher, dass Hände und Gesicht von Ihnen und anderen Leuten vom drehenden Propeller weg sind.
Hinweis zu LiPo-Akkus
LiPo-Akkus sind empfindlicher als Alkalibatterien oder NiCd/NiMH-Akkus im RC-Modellbau. Befolgen Sie alle Herstelleranweisungen und Warnungen genau. Falscher Umgang mit LiPo-Akkus kann einen Brand verursachen. Beachten Sie auch bei der Entsorgung die Herstelleranweisungen.
Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen
Als Benutzer dieses Produkts sind Sie allein für einen Betrieb verantwortlich, der weder Sie noch andere gefährdet und weder das Produkt noch fremdes Eigentum beschädigt. Das Modell wird über Funksignale gesteuert, die durch zahlreiche, von Ihnen nicht kontrollierbare Quellen gestört werden können. Solche Störungen können vorübergehend zum Kontrollverlust führen. Halten Sie deshalb in allen Richtungen ausreichend Sicherheitsabstand um das Modell, um Zusammenstöße und Verletzungen zu vermeiden.
Betreiben Sie das Modell niemals mit schwachen Senderbatterien oder einem entladenen Senderakku.
Betreiben Sie das Modell auf freiem Gelände, fern von Stromleitungen, Autos, Verkehr und Personen.
Fliegen Sie nicht in bewohnten Gebieten, wo Verletzungen oder Schäden entstehen könnten.
Trennen Sie den Flugakku, wenn Sie nicht fliegen. Der Regler verbraucht auch bei zurückgenommenem Gas Strom. Bleibt der Akku stunden- oder tagelang angeschlossen, drohen Tiefentladung, Akkuschäden und Brandgefahr.
Beachten Sie sorgfältig die Anweisungen und Warnhinweise für dieses Produkt sowie für sämtliche zusätzlich verwendete Ausrüstung, etwa Ladegeräte und Akkus.
Bewahren Sie Chemikalien, Kleinteile und elektrische Ausrüstung außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Feuchtigkeit beschädigt die Elektronik. Halten Sie Wasser von allen Geräten fern, die nicht ausdrücklich dafür ausgelegt und geschützt sind.
Lecken Sie keine Modellteile ab und nehmen Sie sie nicht in den Mund; dies kann schwere Verletzungen oder den Tod verursachen.
Lieferumfang
RTF-Set
- 100 % Fertigmodell, teilweise vormontiert
- Servos 4×GO-09
- Brushless-Motor
- Regler KAVAN R-30B
- Luftschraube 8,5×6"
- 2,4GHz-Sender mit 8 Kanälen und Empfänger mit 8 Kanälen
- LiPo-Akku Air pack 1200 mAh / 11,1 V 30/60C
- LiPo-Schnellladegerät KAVAN C3
- Bedienungsanleitung
ARF-Set
- 100 % Fertigmodell, teilweise vormontiert
- 4 Servos
- Brushless-Motor
- 30A-Regler KAVAN R-30B
- Luftschraube 8,5×6"
Zusätzlich erforderlich (nicht im Lieferumfang)
Für das RTF-Set
- 4 AA-Batterien (KAV33.10103) oder der passende KAVAN-Senderakku (KAV33.1051804RL).
Für das ARF-Set
- Mindestens eine 4-Kanal-Fernsteuerung; unabhängige Querruder benötigen einen weiteren Proportionalkanal
- LiPo-Flugakku 11,1 V 1100–1300 mAh
Werkzeuge
- Kleine Kreuzschlitz- und Schlitzschraubendreher
Bedienelemente des T8FB-Senders
- Drehregler VrA (CH8)
- Schalter A (SwA, CH7)
- Höhenruder-/Seitenruderknüppel (Mode 1) / Gas-/Seitenruderknüppel (Mode 2)
- Seitenrudertrimmung
- Höhenrudertrimmung (Mode 1) / Gastrimmung (Mode 2)
- Öse für den Tragegurt
- Querruder-Servoumkehrschalter (AIL)
- Höhenruder-Servoumkehrschalter (ELE)
- Antenne
- Sendergriff
- Drehregler VrB (CH6)
- Schalter B (SwB, CH5)
- Ein-/Ausschalter ON/OFF
- Gas-/Querruderknüppel (Mode 1) / Höhenruder-/Querruderknüppel (Mode 2)
- Querrudertrimmung
- Gastrimmung (Mode 1) / Höhenrudertrimmung (Mode 2)
- Seitenruder-Servoumkehrschalter (RUD)
- Gas-Servoumkehrschalter (THR)
Alpha: Grundstellung der Servoumkehrschalter
| Kanal | Funktion | Grundstellung |
|---|---|---|
| AIL (CH1) | Querruder | R (unten) |
| ELE (CH2) | Höhenruder | N (oben) |
| THR (CH3) | Gas | N (oben) |
| RUD (CH4) | Seitenruder | R (unten) |
Sender
| Übertragungssystem | 2,4GHz FHSS |
|---|---|
| Betriebsfrequenz | 2,400–2,4835 GHz |
| Sendeleistung | <20 dBm (Tx) / <4 dBm (BT) |
| Eingangsspannung | 4,8–11,1 V (4× AA-Alkalibatterien oder NiMH-Akkus, 2S oder 3S LiPo) |
Empfänger (2,4 GHz FHSS)
| Abmessungen | 48,5×21×11 mm |
|---|---|
| Gewicht | 7 g |
| Betriebsfrequenz | 2,400–2,4835 GHz |
| Reichweite | Etwa 500 m am Boden, 1000 m in der Luft |
| Eingangsspannung | 4,8–10,0 V |
Hauptteil
Sender (RTF Set)
Senderbatterien einlegen
Öffnen Sie den Batteriedeckel auf der Senderrückseite durch Druck auf die Pfeilmarkierung. Legen Sie 4 frische AA-Alkalizellen oder geladene AA-NiMH-Zellen gemäß der Polaritätsmarkierung ein. Verbinden Sie den Halterstecker mit Rot an (+) und Schwarz an (−). Der Sender hat einen Verpolschutz; prüfen Sie den Anschluss dennoch vor jedem Einschalten.
Laden der Sender Akkus
Laden Sie wiederaufladbare Senderakkus vor dem ersten Flug. Laden Sie keine Einwegbatterien.
Laden Sie niemals nicht wiederaufladbare Primärbatterien (Zink-Kohle, Alkali usw.). Sie könnten explodieren oder einen Brand verursachen.
Prüfen der Senderbatterien/Akkus
Schalten Sie den Sender ein und prüfen Sie die LEDs auf der Frontseite – beide LEDs, die rote und die grüne, müssen leuchten. Diese LEDs zeigen den Zustand des Senders an und nicht die Spannungslage der Batterien/Akkus. Der Unterspannungs-Alarm ist akustisch – so wie Sie diesen Alarm piepen hören, sollten Sie umgehend landen und die Batterien ersetzen oder die Akkus laden. Fliegen Sie nicht, wenn der Sender unmittelbar nach dem Einschalten piept.
Mischen Sie weder verschiedene Batterietypen noch frische und teilweise entladene Zellen. Mischen Sie keine Zink-Kohlenstoff- mit Alkalibatterien.
Servolaufrichtung einstellen
Stellen Sie die Servo-Reverseschalter auf die Grundeinstellung: CH1 und CH4 nach unten (R), CH2 und CH3 nach oben (N). Schalten Sie den Sender aus.
Aufladen des Flugakkus
Die Alpha wird mit einem dreizelligen LiPo-Akku betrieben. Der Akku im RTF-Set besitzt zwei Anschlüsse: JST-XH zum Laden mit Zellenausgleich und XT60 zur Stromentnahme. Zum RTF-Set gehört außerdem das Netz-Schnellladegerät KAVAN C3 (230 V/50 Hz), das den Flugakku über das Balancerkabel lädt.
Laden des Flug Akkus (RTF Set)
- Schließen Sie das Netzkabel an das Ladegerät an.
- Schließen Sie das Netzkabel des Ladegeräts an eine Steckdose (230 V/50 Hz) an. Alle LEDs leuchten grün und blinken rot; das Ladegerät ist nun ladebereit.
- Stecken Sie den Balancer-Anschluss Ihrer Flugbatterie (JST-XH) in die entsprechende Buchse am Ladegerät.
- Das Ladegerät beginnt zu laden; die LEDs leuchten rot. Bei einem 2S-Akku leuchten Cell 1 und Cell 2 rot. Bei einem 3S-Akku leuchten Cell 1, Cell 2 und Cell 3 rot.
- Sobald eine Zelle vollständig geladen ist, leuchtet die entsprechende LED grün. Ein 2S-Akku ist vollständig geladen, wenn Cell 1 und Cell 2 grün leuchten. Bei einem 3S-Akku müssen Cell 1, Cell 2 und Cell 3 grün leuchten.
- Trennen Sie die Flugbatterie vom Ladegerät. Die LEDs leuchten grün, um anzuzeigen, dass das Ladegerät bereit ist, einen weiteren Akku aufzuladen. Ziehen Sie das Ladegerät aus der Steckdose, wenn Sie keinen anderen Akku aufladen möchten.
Laden Sie den LiPo-Akku mit dem mitgelieferten oder einem vollständig kompatiblen Ladegerät gemäß den Sicherheitshinweisen des Herstellers. Stellen Sie Ladegerät und Akku auf eine nicht brennbare, nicht leitende Unterlage an einem kühlen, schattigen Ort, fern von Zündquellen und brennbaren Gegenständen. Decken Sie beide nicht mit Kleidung oder anderen Gegenständen ab; freie Luftzirkulation ist für die Kühlung erforderlich.
Lassen Sie den Ladevorgang einer Batterie nie unbeaufsichtigt. Falls die Batterie zu heiß wird oder sich gar aufbläht trennen Sie die Verbindung zum Lader sofort.
Bau des Modells
Lassen Sie den Flugakku während der Montage getrennt. Entfernen Sie den Propeller vor dem Einstellen der RC-Anlage, der Reglerkalibrierung und der Prüfung der Motordrehrichtung. Montieren Sie ihn erst nach dem Ausschalten und Trennen des Akkus wieder.
Flügel
- Nehmen Sie den Flächenverbinder aus Stahldraht mit Kunststoffadapter zur Hand. Beachten Sie die „V“-Form, die die richtige V-Form des Flügels vorgibt. Schieben Sie beide Flügelhälften auf den Verbinder. (Abb. 1)
- Sichern Sie die Flügelhälften mit der Verbindungsplatte. (Abb. 2)
- Verbinden Sie die Querruderservos und LED-Kabel mit den mitgelieferten Y-Kabeln:
- RC-Anlage mit nur einem Querruderkanal (wie die T8FB im RTF-Set):
Schließen Sie beide Querruderservos (Steckerkennzeichnung „AILE“) an ein Y-Kabel und beide LED-Kabel (Kennzeichnung „LED“) an das andere an. Verbinden Sie das Querruder-Y-Kabel mit dem Querruderkanal des Empfängers (CH1 bei T8FB). Das LED-Y-Kabel kann an einen beliebigen freien Empfängerkanal angeschlossen werden. Die LEDs werden lediglich vom Empfänger mit Strom versorgt und nicht per Funk geschaltet. (Abb. 4) - RC-Anlage mit 2 unabhängigen Querruderservokanälen:
Schließen Sie an jedes Y-Kabel ein Querruderservo und eine LED-Leuchte an. Verbinden Sie die Y-Kabel mit den jeweiligen Querruderkanälen des Empfängers, üblicherweise CH1 und CH5 oder CH6. Die Zuordnung hängt vom Sender und seiner Einstellung ab; beachten Sie die Anleitung Ihrer RC-Anlage. (Abb. 3)
- RC-Anlage mit nur einem Querruderkanal (wie die T8FB im RTF-Set):
- Befestigen Sie den Flügel mit zwei Schrauben 2,5×15 mm am Rumpf. (Abb. 5)
Leitwerk
- Setzen Sie Seiten- und Höhenleitwerk zusammen und befestigen Sie sie mit zwei Schrauben 2,5×15 mm am Rumpf. (Abb. 6)
- Befestigen Sie die Gabelköpfe an den Gestängen des Seiten- und Höhenleitwerks in die äußeren Löcher an den Hebeln des Seiten- und Höhenruders.







Installation der RC-Anlage
Jetzt müssen nur noch der Empfänger, die Servos und der elektronische Drehzahlregler befestigt und angeschlossen werden.
- Entfernen Sie die Kabinenabdeckung, indem Sie ihre Rückseite heben, die durch einen Magneten gehalten wird. (Abb. 7)
- Schließen Sie Servos, Regler und LED-Kabel nach der Anleitung Ihrer RC-Anlage an den Empfänger an. Die Tabelle zeigt die Kanalbelegung der T8FB aus dem RTF-Set:
| Steckerkennzeichnung | Funktion | Empfängerkanal (T8FB) |
|---|---|---|
| AILE | Querruder | CH1 |
| ELEV | Höhenruder | CH2 |
| ESC | Gas | CH3 |
| RUDD | Seitenruder | CH4 |
| LED | LED-Beleuchtung | CH5 |
- Setzen Sie den Empfänger unter der Flügelauflage in den Rumpf ein. Befestigen Sie ihn bei Bedarf mit einem Klettband am Rumpf.
- Setzen Sie den Flugakku in die Rumpfnase der Alpha und befestigen Sie ihn mit Klettband auf dem Sperrholz-Akkubrett. Die genaue Position bestimmen Sie später bei der Schwerpunktkontrolle.
Schalten Sie immer zuerst den Sender ein und dann schließen Sie den Antriebsakku an. Behandeln Sie das Modell ab jetzt immer so, als könnten der Motor mit dem Propeller jederzeit anlaufen!
Flugvorbereitung
Überprüfung der Einstellungen
Schalten Sie den Sender ein, stellen Sie die Rudertrimmungen mittig und den Gasknüppel ganz zurück. Schließen Sie bei abgenommenem Propeller den Flugakku an. Prüfen Sie bei T8FB/R8EF die Status-LEDs am Sender und die dauerhaft rote Verbindungsanzeige am Empfänger. Kommt keine Verbindung zustande, folgen Sie dem Abschnitt Sender und Empfänger binden. Stellen Sie vor der Propellermontage gemäß Ihrer RC-Anleitung Fail-safe mit abgeschaltetem Motor ein und prüfen Sie die Funktion.
Neutralstellungen der Ruder prüfen
Bei mittig stehenden Knüppeln und Trimmungen müssen alle Ruder neutral stehen. Lösen Sie andernfalls den jeweiligen Gabelkopf und korrigieren Sie die Stellung. Höhenruder und Seitenruder müssen mit Höhen- beziehungsweise Seitenflosse fluchten, beide Querruder mit der Flügelhinterkante. Schließen Sie den Gabelkopf anschließend wieder am Ruderhorn an.
Ein im Flug gelöster Gabelkopf kann die Steuerbarkeit teilweise oder vollständig aufheben. Prüfen Sie daher die Anlenkungen regelmäßig und kontrollieren Sie die sichere Befestigung an Servohebeln und Ruderhörnern.
Querruder prüfen
- Bewegen Sie den Querruderknüppel nach links. Von hinten gesehen muss das linke Querruder nach oben und das rechte gleichzeitig nach unten ausschlagen.
- Bewegen Sie den Querruderknüppel nach rechts. Das linke Querruder geht nun nach unten und das rechte gleichzeitig nach oben.
- Bringen Sie den Querruderknüppel zurück in die Mitte (Neutralstellung). Beide Querruder müssen in die Neutralstellung zurückkehren.
Falls die Querruder in die falsche Richtung ausschlagen müssen Sie die Servoumkehr am Sender umschalten.
Seitenruder prüfen
- Bewegen Sie den Seitenruderknüppel nach links. Von hinten gesehen muss das Seitenruder nach links ausschlagen.
- Bewegen Sie den Seitenruderknüppel nach rechts. Das Seitenruder muss nach rechts ausschlagen.
- Bringen Sie den Seitenruderknüppel zurück in die Mitte (Neutralstellung). Das Seitenruder muss in die Neutralstellung zurückkehren.
Falls sich das Seitenruder in die falsche Richtung bewegt müssen Sie die Servoumkehr am Sender umschalten.
Höhenruder prüfen
- Der Höhenruderknüppel ist bei Mode 1 links und bei Mode 2 rechts am Sender. Ziehen Sie den Höhenruderknüppel zu sich, das Höhenruder muss nach oben gehen.
- Drücken Sie den Höhenruderknüppel von sich weg, das Höhenruder muss nach unten gehen.
- Bewegen Sie den Höhenruderknüppel zurück zur Mitte, das Höhenruder muss exakt in die Neutralposition gehen.
Falls sich das Höhenruder in die falsche Richtung bewegt müssen Sie die Servoumkehr am Sender umschalten.
Ruderausschläge
Wenn Sie die bisherigen Anweisungen befolgt haben, entspricht die mechanische Grundeinstellung den normalen Ruderausschlägen. Das Verhältnis der wirksamen Längen von Servohebel und Ruderhorn bestimmt die Ausschläge; die Werte stehen in der Spalte „Normaler Ausschlag“. Messen Sie stets an der breitesten Stelle des Ruders. Stellen Sie die gewünschten Ausschläge zunächst mechanisch über das Hebelverhältnis ein, auch bei einem Computersender. Dessen Funktion „Dual Rate“ (D/R) ermöglicht sanftere Reaktionen gemäß der Spalte „Kleiner Ausschlag“. Auch mechanisch lassen sich die Ausschläge verkleinern: Hängen Sie die Z-Biegungen der Gestänge näher an der Drehachse der Servohebel ein.
A. RC-Anlage mit nur einem Querruderkanal
| Steuerfunktion | Kleiner Ausschlag | Normaler Ausschlag | Expo |
|---|---|---|---|
| Querruder | 8 mm nach oben und unten | 12 mm nach oben und unten | 30 % |
| Seitenruder | 14 mm nach links und rechts | 20 mm nach links und rechts | 20 % |
| Höhenruder | 8 mm nach oben und unten | 12 mm nach oben und unten | 30 % |
B. RC-Anlage mit 2 unabhängigen Querruderservokanälen
| Steuerfunktion | Kleiner Ausschlag | Normaler Ausschlag | Expo |
|---|---|---|---|
| Querruder | 8 mm nach oben/8 mm nach unten | 12 mm nach oben/12 mm nach unten | 30 % |
| Seitenruder | 14 mm nach links und rechts | 20 mm nach links und rechts | 20 % |
| Höhenruder | 8 mm nach oben und unten | 12 mm nach oben und unten | 30 % |
*Expo – wählen Sie das Vorzeichen, das die Empfindlichkeit um die Neutralstellung verringert. Beispiele der ursprünglichen Anleitung: Futaba, Hitec, Radiolink und Multiplex −30/−20; Graupner +30/+20. Prüfen Sie bei V5 oder anderen Sendern die jeweilige Konvention und die Reaktion im Ausgangsmonitor.
Antrieb prüfen
Bestimmen Sie vor dem Programmieren den eingebauten Reglertyp. Kalibrieren Sie den Gasweg gemäß der zugehörigen Anleitung. Aktivieren Sie für den Flug mit Klappluftschraube die normale Motorbremse; wählen Sie keinen Rückwärtslauf.
- Entfernen Sie den Propeller. Schalten Sie den Sender ein und stellen Sie den Gasknüppel ganz zurück. Bei T8FB muss der Gas-Reverseschalter auf N (oben) stehen.
- Schließen Sie den Flugakku an und kalibrieren Sie den Gasweg des eingebauten Reglers. Bei minimalem Gas muss der Motor stillstehen. Andernfalls trennen Sie den Akku und korrigieren die Einstellung, bevor Sie fortfahren.
- Geben Sie kurz Gas und prüfen Sie die Drehrichtung: von hinten auf den Motor gesehen im Uhrzeigersinn, wie in der Modellanleitung angegeben. Nehmen Sie das Gas zurück und trennen Sie den Akku. Bei falscher Drehrichtung vertauschen Sie zwei beliebige Phasenleitungen zwischen Motor und Regler und prüfen erneut. Vertauschen Sie niemals die Akkuleitungen.
- Prüfen Sie Bremse und Fail-safe mit Motorabschaltung, trennen Sie den Akku und montieren Sie den unbeschädigten Propeller in der richtigen Orientierung. Sichern Sie das Modell beim abschließenden Motorlauf zuverlässig und halten Sie alle Personen vom Propeller fern.
Bei angeschlossenem Akku kann der Motor unerwartet anlaufen. Halten Sie Hände, Kleidung und lose Gegenstände vom Propeller fern. Stoppen Sie ihn niemals mit der Hand oder einem Gegenstand.
Schwerpunkt
- Der Schwerpunkt muss 55–60 mm hinter der Flügelvorderkante liegen. Stützen Sie die Alpha für den Erstflug mit den Fingerspitzen unter dem Flügel 55 mm hinter der Vorderkante ab und balancieren Sie das Modell aus.
- Später können Sie den Schwerpunkt anpassen. Weiter vorne erhöht er die Stabilität, weiter hinten die Steuerempfindlichkeit. Bleiben Sie innerhalb von 55–60 mm und überschreiten Sie niemals die hintere Grenze von 60 mm. Prüfen Sie die Balance bei jedem anderen Akku erneut, mit befestigtem Akku in Flugposition und aufgesetzter Kabinenhaube. Wählen Sie passende Abmessungen und ein geeignetes Gewicht; die Kapazität allein bestimmt die Eignung nicht.
Ein zu weit hinten liegender Schwerpunkt kann das Modell schwer steuerbar oder so instabil machen, dass es sich nicht mehr kontrollieren lässt.
Führen Sie vor dem Start den Reichweitentest und die übrigen Vorflugkontrollen durch.
Fliegen
Flugfeld / Wetterbedingungen
Fluggelände
Wählen Sie eine ebene Rasenfläche. Im Umkreis von etwa 150 m dürfen sich keine Autos, Personen, Tiere, Gebäude, Stromleitungen, Bäume, großen Steine oder andere Hindernisse befinden, mit denen die Alpha kollidieren könnte. Wir empfehlen den Beitritt zu einem örtlichen Modellflugverein. Dort erhalten Sie Zugang zu einem Fluggelände sowie Rat und Hilfe für einen leichteren und sichereren Einstieg.
Wetter
Ruhige Sommerabende eignen sich ideal für den Erstflug. Die Alpha ist ein leichter Thermiksegler für Wind unter 5 m/s. Fliegen Sie nicht bei Regen, Schnee, Nebel oder Gewitter.
Reichweitentest
Führen Sie den Reichweitentest gemäß der RC-Anleitung durch. Lassen Sie einen Helfer den Sender halten und sichern Sie das Modell auf einem geeigneten Ständer in normaler Fluglage. Halten Sie bei den vom Hersteller vorgesehenen Tests mit laufendem Motor alle Personen vom Propeller fern; tragen Sie das Modell nicht mit laufendem Motor auf Schulterhöhe. Innerhalb der vom Hersteller angegebenen Reichweite müssen die Servos bei ausgeschaltetem Motor und Vollgas ohne Aussetzer oder Zittern auf Knüppelbewegungen reagieren. Bereiten Sie den Flug nur nach einem zu 100 % erfolgreichen Test vor.
Fliegen Sie niemals mit dem Sender im Reichweitentestmodus mit reduzierter Sendeleistung!
Erstflug
Nun kommt der wichtigste Rat dieser Anleitung:
Wir empfehlen, dass Sie während dem Erstflug die Unterstützung eines erfahrenen Piloten in Anspruch nehmen.
Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten. Auch manntragende Flugzeuge werden zuerst von erfahrenen Testpiloten erprobt. Die Fähigkeiten und Reflexe zur RC-Modellsteuerung erwerben Sie durch Übung; die nötige Zeit hängt von Ihren Voraussetzungen ab. Beginnen Sie wie beim manntragenden Fliegen unter Anleitung in sicherer Höhe, üben Sie dann Start und Landung und fliegen Sie erst danach allein. Erwarten Sie nicht, das Modell ohne vorherige RC-Flugerfahrung sicher beherrschen zu können.
Heftiges Drücken von Tasten und ruckartige Knüppelbewegungen aus Computerspielen eignen sich nicht zum Steuern eines RC-Modells.
Steuern Sie mit kleinen, sanften Knüppelbewegungen. Die Alpha fliegt am besten, wenn Sie sie überwiegend „selbst fliegen“ lassen und ihre Richtung nur behutsam korrigieren. Beobachten Sie die Wirkung jeder Eingabe. Größere Ausschläge sollten Sie erst einsetzen, wenn Sie deren Wirkung abschätzen können; anfangs können sie gefährlich sein.
Schritt 1: Handstart und Grundtrimmung
Das Modell muss immer gegen den Wind gestartet werden. Werfen Sie Gras in die Luft um die Windrichtung zu erkennen.
Schalten Sie den Sender ein.
Nehmen Sie das Gas ganz zurück. Setzen Sie den Flugakku in sein Fach, befestigen Sie ihn, schließen Sie ihn an und sichern Sie die Kabinenhaube.
Halten Sie das Modell mit waagerechten Flügeln und waagerechtem Rumpf wie abgebildet. Lassen Sie es möglichst von einem Helfer starten, damit Sie sich auf die Steuerung konzentrieren können.
Starten Sie das Modell gegen den Wind. Geben Sie Vollgas und starten Sie das Modell mit einem sanften Schub geradeaus in waagerechter Lage. Sie spüren, wann es von selbst fliegen möchte. Werfen Sie nicht zu kräftig, nicht mit angehobener Nase und nicht mehr als 10 Grad nach unten. Das Modell braucht von Anfang an eine Mindestgeschwindigkeit, um in der Luft zu bleiben; es genügt nicht, es einfach in die Luft zu „legen“.
Bei korrekter Einstellung und ausreichender Geschwindigkeit steigt die Alpha sanft. Verliert sie bei sicherer Geschwindigkeit Höhe, ziehen Sie das Höhenruder nur ganz leicht. Erzwingen Sie keinen Steigflug unterhalb einer sicheren Geschwindigkeit durch stärkeres Ziehen.
Schritt 2: Fliegen
Steigen Sie auf eine sichere Übungshöhe, bevor Sie die Leistung für den Horizontalflug reduzieren. Die ursprüngliche Übung nennt 30–50 m; passen Sie die Höhe an Gelände, Bedingungen und geltende Grenzen an und behalten Sie das Modell deutlich im Blick.
Lassen Sie die Alpha nicht zu weit wegfliegen, besonders nicht mit dem Wind. Sie können sie nur sicher steuern, solange Sie ihre Fluglage eindeutig erkennen. Die Funkreichweite ist in der Regel deutlich größer als die Entfernung, in der Sie das Modell gut sehen können.
Reduzieren Sie bei sicherer Geschwindigkeit und Höhe das Gas allmählich für den Übergang in den Gleitflug. Verhindern Sie mit sanften Höhenruderkorrekturen ein Aufbäumen bei nachlassender Leistung. Lassen Sie das Höhenruder bei abnehmender Geschwindigkeit allmählich in die getrimmte Gleitflugstellung zurückkehren. Vermeiden Sie abrupte Steuereingaben und das Unterschreiten einer sicheren Fluggeschwindigkeit.
Wie Sie das Modell steuern
Ein Flugzeug bewegt sich in drei Dimensionen. Anders als beim Lenken eines Autos oder Boots müssen Sie zugleich Querneigung, Längsneigung und Fluggeschwindigkeit steuern. Verwenden Sie die Steuerfunktionen gemeinsam wie nachfolgend beschrieben.
Die Steuerung ist proportional – je mehr Sie den Knüppel bewegen, desto mehr Ruderausschlag ergibt es. Die effektiv benötigte Ruderbewegung ist meist ganz klein und niemals von einem Vollausschlag zum Anderen!
Das Höhenruder steuert die Längsneigung. Ziehen hebt das Ruder und die Nase, Drücken senkt sie. Zum Steigen sind auch ausreichende Geschwindigkeit und Leistung nötig. Zu starkes Ziehen kann einen Strömungsabriss am Flügel verursachen. Verringern Sie dann mit angemessenem Drücken den Anstellwinkel und gewinnen Sie wieder Fluggeschwindigkeit, bevor Sie sanft abfangen.
Die Querruder steuern die Querneigung. Bewegen Sie den Knüppel zur gewünschten Seite und zentrieren Sie ihn bei Erreichen der Neigung. Zum Waagerechtlegen der Flügel geben Sie Gegenquerruder; allein das Zentrieren des Knüppels richtet das Modell nicht unbedingt auf.
Das Seitenruder steuert das Gieren und unterstützt koordinierte Kurven zusammen mit den Querrudern. Beginnen Sie mit sanften Kurven bei 20–30° Querneigung. Überschreiten Sie bei den ersten Flügen nicht 45° und bleiben Sie normalerweise unter 30°. Erzwingen Sie keine enge, langsame Kurve mit starkem Seitenruderausschlag.
Kurve mit Quer- und Höhenruder
Üben Sie in sicherer Höhe und mit sicherer Geschwindigkeit. Leiten Sie die Kurve mit sanftem Querruderausschlag ein, nehmen Sie diesen dann zurück und ziehen Sie nur so viel Höhenruder, wie für die gewünschte Flugbahn nötig ist. Die geneigte Auftriebskraft bewirkt die Kurve; ihr senkrechter Anteil nimmt bei gleicher Gesamtkraft ab. Zu starkes Ziehen erhöht die Gefahr eines Strömungsabrisses. Bei gleicher Geschwindigkeit ergibt größere Querneigung einen kleineren Kurvenradius.
Beginnen Sie das Ausleiten vor Erreichen des gewünschten Kurses; als erste Übung etwa nach 3/4 der Kurve. Legen Sie die Flügel mit Gegenquerruder waagerecht und nehmen Sie zugleich das zusätzliche Höhenruder zurück. Passen Sie den Zeitpunkt an die tatsächliche Drehgeschwindigkeit an. Verliert das Modell Höhe, ziehen Sie nicht plötzlich stark: Halten Sie die Geschwindigkeit und fangen Sie sanft ab.
Koordinierte Kurve mit Quer-, Höhen- und Seitenruder
Geben Sie beim Einrollen angemessen Seitenruder in Kurvenrichtung, um Gieren und Rollen zu koordinieren. Steuern Sie die Flugbahn mit dem Höhenruder. Besonders größere Segler und Hochdecker profitieren von koordiniertem Seitenrudereinsatz. Das Seitenruder ersetzt das Höhenruder nicht und muss das Modell nicht zwangsläufig sinken lassen.
Leiten Sie beim Annähern an den Zielkurs mit Gegenquerruder und passendem Seitenruder koordiniert aus. Zentrieren Sie das Seitenruder und nehmen Sie das zusätzliche Höhenruder zurück, während die Flügel waagerecht werden. Beginnen Sie früh genug, um die Kurve auf dem gewünschten Kurs zu beenden. Die Querruder richten die Flügel auf; sie steuern die Längsneigung nicht direkt.
Die Fluggeschwindigkeit bezieht sich auf die Luft, nicht auf den Boden. Bei gleichmäßigem Wind ist die Geschwindigkeit über Grund mit Rückenwind höher als gegen den Wind, auch bei gleicher Fluggeschwindigkeit. Bremsen Sie das Modell nicht durch übermäßiges Ziehen, nur weil es mit Rückenwind schnell erscheint, besonders im Landeanflug. Eine langsame Kurve in Bodennähe kann zum Strömungsabriss führen, ohne ausreichende Höhe zum Abfangen. Starten und landen Sie nach Möglichkeit gegen den Wind.
Trimmung im Flug
Trimmen Sie das Modell im gleichmäßigen, geraden Gleitflug mit ausgeschaltetem Motor. Korrigieren Sie dauerhaftes Gieren oder Kurven mit Seitenrudertrimmung, eine Querneigung mit Querrudertrimmung und instabile Gleitlage oder Geschwindigkeit mit Höhenrudertrimmung. Unterscheiden Sie Gieren und Rollen: Das Modell soll mit waagerechten Flügeln und in Strömungsrichtung ausgerichtetem Rumpf geradeaus fliegen, nicht mit gegensätzlicher Seiten- und Querrudertrimmung seitlich schieben. Korrigieren Sie in kleinen Schritten und beobachten Sie die Wirkung. Lassen Sie Erstflug und Grundtrimmung von einem erfahrenen Piloten durchführen.
Was tun bei großem Trimmbedarf?
Überschreitet eine Trimmung etwa 1/4 des verfügbaren Wegs von der Mitte, korrigieren Sie die Anlenkung mechanisch. Notieren Sie nach der Landung die getrimmte Ruderstellung. Trennen Sie den Flugakku und entfernen Sie den Propeller, bevor Sie die Servos zum Zentrieren wieder einschalten. Zentrieren Sie die Sendertrimmung, trennen Sie die Stromversorgung erneut und stellen Sie mit Gabelkopf oder Gestängelänge die notierte Ruderstellung wieder her. Befestigen und sichern Sie den Gabelkopf und prüfen Sie Richtung, Neutralstellung und gesamten Stellweg. Kontrollieren Sie das Ergebnis beim nächsten Flug.
Motor- und Gleitflug
Trimmen Sie zunächst einen stabilen Gleitflug. Lassen Sie das Modell nach dem Gasgeben Fahrt aufnehmen und drücken Sie bei Bedarf leicht, um einen angemessenen Steigwinkel zu halten. Bäumt es sich stark auf oder steigt trotz korrekter Trimmung und ausreichender Leistung nicht, lassen Sie den Motorzugwinkel von einem erfahrenen Modellbauer prüfen. Mehr Motorsturz wirkt dem Aufbäumen entgegen, weniger hat den umgekehrten Effekt. Trennen Sie vor dem Lösen des Motors oder Einsetzen geeigneter Unterlegscheiben den Akku und entfernen Sie den Propeller. Schwächen Sie die Befestigung nicht und behindern Sie die Kühlung nicht.
Motorseglerflug und Windrichtung
Starten und landen Sie nach Möglichkeit gegen den Wind. Halten Sie das Modell überwiegend auf Ihrer Luvseite, damit es bei Motorstillstand zurückkehren kann; gemeint ist seine Position, nicht eine konstante Flugrichtung. Stellen Sie einen vorsichtigen Flugtimer ein und landen Sie mit genügend Akkureserve zum Durchstarten. Fliegen Sie nicht regelmäßig bis zur Leistungsreduzierung oder Motorabschaltung durch den Regler: Der Empfänger kann über das BEC weiter versorgt werden, doch die Energiereserve ist gering und Tiefentladung verkürzt die Akkulebensdauer. Landen Sie bei nachlassender Motorleistung umgehend.
Landung
Fliegen Sie mit waagerechten Flügeln und ganz zurückgenommenem Gas gegen den Wind an. Halten Sie einen flachen Gleitwinkel und sichere Geschwindigkeit. Korrigieren Sie das Höhenruder sanft; übermäßiges Ziehen kann einen Strömungsabriss auslösen. Prüfen Sie in etwa 5 m Höhe die waagerechte Flügellage und setzen Sie den kontrollierten Sinkflug fort. Heben Sie kurz vor dem Aufsetzen die Nase sanft, richten Sie den Rumpf waagerecht aus und lassen Sie das Modell aufsetzen. Vermeiden Sie steile Kurven in Bodennähe. Eine kontrollierte Rückenwindlandung ist besser als ein Strömungsabriss in einer engen Kurve bei 2–3 m. Wählen Sie eine freie Fläche mit sicherem Abstand zu Personen und nehmen Sie lieber einen längeren Fußweg in Kauf, als eine Landung vor Ihren Füßen zu erzwingen. Lassen Sie nach der Landung den Sender eingeschaltet, trennen Sie den Flugakku und schalten Sie erst dann den Sender aus.
Üben Sie koordinierte Steuerung mit einem erfahrenen Piloten. Fliegt das Modell auf Sie zu, erscheinen links und rechts aus Ihrer Sicht vertauscht; die Steuerrichtungen des Modells bleiben gleich. Stellen Sie sich bei Querruderkorrekturen vor, den Knüppel unter den Flügel des anfliegenden Modells zu bewegen, den Sie anheben möchten. Üben Sie dies in sicherer Höhe, bevor Sie einen Landeanflug versuchen.
Anhang
Sender und Empfänger binden
Beim Binden speichert der Empfänger die Kennung eines kompatiblen Senders, damit er auf diesen reagiert. Binden Sie eine neue Sender-Empfänger-Kombination vor dem Einsatz und prüfen Sie anschließend alle Steuerfunktionen und Fail-safe. Binden verhindert Funkstörungen nicht und ersetzt keinen Reichweitentest.
T8FB/R8EF binden
- Platzieren Sie Sender und Empfänger nahe beieinander, innerhalb eines Meters.
- Schalten Sie zuerst den Sender und dann den Empfänger ein.
- An der Seite des R8EF-Empfängers befindet sich eine schwarze Bindetaste. Halten Sie sie etwa 2 Sekunden gedrückt, bis die LED blinkt. Nach ungefähr 8 Blinksignalen ist das Binden abgeschlossen und die Empfänger-LED leuchtet dauerhaft rot.
- Schalten Sie den Empfänger aus und wieder ein. Überprüfen Sie den korrekten Betrieb aller Servos.
Reparaturen und Wartung
- Führen Sie zu Beginn jedes Flugtags einen Reichweitentest durch.
- Prüfen Sie vor jedem Start die korrekte Bewegung aller Ruder.
- Kontrollieren Sie das Modell nach jeder Landung auf Schäden, lose Gabelköpfe oder Gestänge, verbogenes Fahrwerk, beschädigten Propeller usw. Fliegen Sie erst wieder, nachdem die Schäden behoben sind.
Auch EPO-Schaum kann beschädigt werden. Reparieren Sie kleinere Schäden mit geeignetem Sekundenkleber (CA) oder transparentem Reparaturband. Ersetzen Sie stark beschädigte tragende Teile, statt sich auf eine provisorische Reparatur zu verlassen. Original-Ersatzteile erhalten Sie bei KAVAN-Händlern.
Bei einem Absturz oder einer harten Landung, unabhängig vom Ausmaß, müssen Sie den Gasknüppel so schnell wie möglich ganz zurücknehmen, um den elektronischen Drehzahlregler in der Steuereinheit vor Schäden zu schützen.
Wenn Gasknüppel und Gastrimmung nach einem Absturz nicht auf die kleinstmögliche Stellung gebracht werden, kann der Regler beschädigt werden und muss möglicherweise ersetzt werden.
Absturzschäden sind nicht durch die Garantie abgedeckt.
KAVAN R-30B Anleitung
Verwenden Sie für den ursprünglichen R-30B die KAVAN-Regleranleitung. Ist ein Plus-Regler als Ersatz eingebaut, verwenden Sie dessen eigene Anleitung.
Garantie
KAVAN Europe s.r.o. garantiert, dass dieser Bausatz zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Material- und Verarbeitungsfehlern ist. Die Garantie umfasst keine durch Gebrauch oder Veränderungen beschädigten Teile. Die Haftung von Hersteller und Importeur übersteigt unter keinen Umständen den ursprünglichen Kaufpreis des Bausatzes. KAVAN Europe s.r.o. behält sich außerdem vor, diese Garantie ohne vorherige Ankündigung zu ändern oder anzupassen. Der Bausatz wird laufend verbessert und weiterentwickelt; der Hersteller behält sich Konstruktionsänderungen ohne vorherige Ankündigung vor.
Da KAVAN Europe s.r.o. weder mögliche Transportschäden noch die Montagemethode oder die vom Modellbauer zur Fertigstellung verwendeten Materialien kontrollieren kann, wird keine Haftung für Schäden im Zusammenhang mit der Verwendung des vom Benutzer zusammengebauten Modells übernommen oder anerkannt. Sobald sich der Benutzer entscheidet, sein zusammengebautes Modell zu verwenden, übernimmt er die volle Verantwortung. Ist der Käufer dazu nicht bereit, sollte er den Bausatz unverzüglich vollständig und unbenutzt an den Verkäufer zurückgeben.
Wenn Ihr RC-Modell Service benötigt, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise. Bei Nichtbeachtung kann die Garantie erlöschen.
- Verwenden Sie zum Verpacken des Modells nach Möglichkeit die Originalverpackung. Verwenden Sie den ursprünglichen Karton nicht als äußere Versandverpackung.
- Legen Sie eine ausführliche Beschreibung der Nutzung von Modell und RC-Anlage sowie des aufgetretenen Problems bei. Fügen Sie eine nummerierte Liste des beigefügten Zubehörs und weitere Informationen hinzu, die der Serviceabteilung helfen können. Versehen Sie das Schreiben mit Datum und prüfen Sie, ob Ihre vollständige Anschrift und Telefonnummer enthalten sind.
- Geben Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift und eine Telefonnummer an, unter der Sie während der Geschäftszeiten erreichbar sind. Legen Sie eine Kopie des Kaufbelegs für das Modell bei.
Diese Garantiekarte berechtigt Sie innerhalb von 24 Monaten zu einer kostenlosen Garantiereparatur eines von KAVAN Europe s.r.o. gelieferten Produkts. Die Garantie deckt normalen Verschleiß durch regelmäßigen Gebrauch nicht ab, da es sich um ein Produkt für Sport- und Modellbauzwecke handelt, dessen Bauteile wesentlich höher belastet werden als gewöhnliches Spielzeug. Die beweglichen Teile des Modells, etwa Motor, Servos und deren Getriebe, unterliegen natürlichem Verschleiß und müssen mit der Zeit möglicherweise ersetzt werden.
Die Garantie umfasst außerdem keine Teile des Modells oder der RC-Anlage, die falsch installiert, grob oder unsachgemäß behandelt oder bei einem Absturz beschädigt wurden. Ebenso ausgeschlossen sind Teile, die von einer nicht autorisierten Person repariert oder verändert wurden. Setzen Sie Ihre RC-Anlage wie andere empfindliche Elektronik weder hohen noch niedrigen Temperaturen, Feuchtigkeit oder staubiger Umgebung aus. Lassen Sie sie nicht längere Zeit in direktem Sonnenlicht liegen.
Recycling (Europäische Union)
Elektrogeräte mit dem Symbol der durchgestrichenen Mülltonne dürfen nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden. Geben Sie sie bei einer spezialisierten Sammel- und Recyclingstelle ab. In den Ländern der EU (Europäische Union) dürfen Elektrogeräte gemäß der WEEE-Richtlinie 2012/19/EU nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Nicht mehr benötigte Geräte können Sie bei der nächstgelegenen Sammel- oder Recyclingstelle abgeben, wo sie kostenlos sicher entsorgt oder recycelt werden. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
EU-Konformitätserklärung
Hiermit erklärt KAVAN Europe s.r.o., dass das Modell Alpha mit der RC-Anlage T8FB und die mitgelieferten elektronischen und elektrischen Geräte die Anforderungen der einschlägigen europäischen Richtlinien und harmonisierten Normen erfüllen. Der vollständige Text der Konformitätserklärung ist unter kavanrc.com/doc verfügbar.