KAVAN Cumul DLG 1096mm – Bauanleitung

KAVAN Cumul DLG – Bausatz
Einführung
Der kompakte Cumul DLG eignet sich zum Fliegen auf geeigneten freien Flächen und lässt sich gut auf Ausflüge mitnehmen. Eine einfache Zweikanal-Fernsteuerung genügt. Der Schleuderstart bringt auch den Piloten in Bewegung – ein sauber ausgeführter Start ist durchaus eine sportliche Leistung.
Dieser kleine RC-Schleudersegler richtet sich an Modellbauer, die klassisch mit Balsa, Sperrholz, Leisten und etwas Kohlefaser bauen möchten. Der Aufbau geht einfach und zügig voran. Als allererstes Modell ohne Bauerfahrung ist der Cumul DLG weniger geeignet; mit Erfahrung an einem einfachen Holzmodell sollte er jedoch gut zu bewältigen sein. Eine ausführlich illustrierte Anleitung erleichtert anschließend das Erlernen des Schleuderstarts.
Bevor Sie beginnen
- Wenn Sie mit Flugmodellen beginnen, bitten Sie einen erfahrenen Modellbauer, Ihr fertiges Modell zu überprüfen und Ihnen bei den ersten Flügen zu helfen. Ihr Modellbaugeschäft oder örtlicher Modellflugverein kann Ihnen bei der Suche nach einem Fluglehrer helfen.
- Bauen Sie das Modell nach dieser Anleitung. Verändern Sie es nicht, da es dadurch unsicher oder flugunfähig werden kann. Nehmen Sie sich Zeit und bauen Sie alle Teile gerade, maßhaltig und stabil.
- Prüfen Sie vor Baubeginn, ob Teile fehlen oder beschädigt sind. Machen Sie sich mit allen Bauteilen vertraut und wenden Sie sich sofort an Ihren Händler, falls Ersatz erforderlich ist.
- Passen Sie jedes Teil vor dem Verkleben trocken ein. Prüfen Sie, ob es das richtige Teil ist und richtig passt; mehr Klebstoff kann eine schlechte Passung nicht ausgleichen.
- Stellen Sie vor dem Erstflug Schwerpunkt (CG) und Ruderausschläge gemäß Schwerpunkt und Ruderausschläge ein. Ein falsch ausgewogenes Modell kann instabil oder flugunfähig sein.
Prüfen Sie vor Baubeginn den Inhalt des Baukastens und melden Sie fehlende oder beschädigte Teile.
Sicherheitshinweise
Dieses Modell ist kein Spielzeug. Obwohl es leicht ist und langsam fliegt, kann falsche Handhabung Verletzungen oder Schäden verursachen. Bauen, erproben und fliegen Sie es verantwortungsvoll nach der Anleitung, den geltenden Modellflug-Sicherheitsregeln und mit gesundem Menschenverstand.
Verwenden Sie geeignete Werkzeuge und Zubehör in gutem Zustand. Montieren Sie alle Teile richtig und prüfen Sie das Modell vor dem ersten und jedem weiteren Flug. Fliegen Sie kein beschädigtes Modell. Anfänger sollten mit Unterstützung eines erfahrenen Modellbauers fliegen.
Kinder unter 14 Jahren dürfen das Modell nur unter Aufsicht eines Erwachsenen betreiben. Fliegen Sie bei Windstille oder leichtem Wind an einem sicheren Ort ohne Hindernisse.
Eigenschaften
- Hohe Gleitleistung
- Schleuder- oder Hochstart
- In der Tschechischen Republik entwickelt und hergestellt
- Klassische leichte Balsakonstruktion
- CNC-geschnittene Teile
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Spannweite: | 1096 mm |
| Länge: | 880 mm |
| Fluggewicht: | Ab 180 g |
| Flügelfläche | 16,2 dm² |
| Profil: | YA 0801 |
| Schwerpunktlage: | 69–72 mm |
| Steuerbare Funktionen: | Seitenruder, Höhenruder |
Lieferumfang
CNC-geschnittene Balsa- und Sperrholzteile, Carbonrohre für die Flügelholme, Carbon-Leitwerksträger, Zubehörsatz, Dekorbogen, Bauplan in Originalgröße und Bauanleitung.
Empfohlene Ausstattung
- Mindestens ein Zweikanalsender und ein Miniaturempfänger, der für die Versorgung aus einem 1S-LiPo geeignet ist.
- Verwenden Sie zwei etwa 6g schwere Servos mit 0,7–0,9 kg·cm Drehmoment. Prüfen Sie, dass Servos und Empfänger für die Akkuspannung geeignet sind.
- Höhenruder- und Seitenruderservo: KAVAN GO-6MG 2×
- Akku: 1S LiPo 3,7 V 450–500 mAh
Empfohlene Klebstoffe
Verwenden Sie, sofern nicht anders angegeben, mittelflüssigen Sekundenkleber (KAV56.9952 KAVAN Power CA Medium). Hoch belastete Teile wie den Flügelverbinder verkleben Sie mit 30-Minuten-Epoxid oder langsamer härtendem Epoxid (KAV56.9965 / KAV56.9966 / KAV56.9967); dies bietet hohe Festigkeit und genügend Zeit zum Ausrichten.
Werkzeuge und Hilfsmittel
- Sehr scharfes Modellbaumesser (KAV66.770) mit Klingen Nr. 11
- Schere
- Elektrische Bohrmaschine mit Bohrer-Satz
- Schneidezange
- Zange mit flachen, dünnen Backen
- Flach- und Kreuzschraubendreher
- Rasiersäge
- Schleifpapier mit Körnung 80, 100–120, 120–150, 180–220 und 360–400
- Wäscheklammern, Büroklammern oder kleine Zwingen
- Leichter Balsa-Filler
- Nadelfeilen-Set
- Lötkolben mit Lot
- Modellbaunadeln (KAV66.0355)
- Stäbchen und kleine Dose zum Epoxidmischen
- Abdeckband, klares Selbstklebeband
- Spiritus (zum Abwischen von überschüssigem Epoxid)
- Papierserviette oder ein sauberes Tuch (zum Abwischen von überschüssigem Epoxid)
- Stahllineal
- Rechtwinkliges Dreieck
- Dünne transparente Polyethylen-Folie
- Alkoholmarker mit dünner Spitze
- Schmelzkleberpistole + Schmelzkleber
- Profi-Bügeleisen, bzw. Heißluftpistole für die Folien-Bespannung (KAV66.8335)
Hauptteil
Bau des Modells
Leitwerke
- Bereiten Sie und richten Sie die Leitwerksteile trocken aus. Schleifen Sie nach Bedarf. (Abb. 1)+(Abb. 2)
- Rauen Sie die Oberfläche des Kohlefaser-Streifens 3×0,5 mm R3 mit dem Schleifpapier Nr. 120 leicht auf. Kleben Sie ihn mit einem mittelflüssigen Sekundenkleber an die Endleiste der Flosse R1.
- In das Höhenleitwerk T1 kleben Sie die Balsastrebe T3. Nach dem Aushärten des Klebstoffs schleifen Sie die Strebe in eine Ebene mit dem Leitwerk.
- Schleifen Sie die Oberfläche aller Leitwerksteile mit dem Schleifpapier Nr. 120–150 und runden Sie ihre Kanten ab.
- Die Leitwerke werden nach dem Aufkleben des Leitwerkbettes auf den Leitwerksträger fertiggestellt (siehe Rumpfbau).
Rumpf
- Bereiten Sie die Teile der Rumpfgondel vor. Richten Sie sie trocken aus, ohne sie zu verkleben. Schleifen Sie sie nach Bedarf. Stellen Sie sicher, dass der röhrenförmige Leitwerksträger aus Kohlefaser F1 leicht, aber gut in die Öffnungen in den Spanten F10 und F8 passt. (Abb. 1)+(Abb. 3)
- Kleben Sie die Balsastrebe F2L (mit Ausschnitt für den Lukenverschluss F14) an die Innenseite der linken Seitenwand F3L (mit großem Ausschnitt für die Kappe F11). Kleben Sie die Balsastrebe F2R an die Innenseite der rechten Seitenwand F3R (ohne Ausschnitt für die Kappe) (Abb. 3)
- Kleben Sie den Verschluss F14 an die Vorderkante der Elektronikfachkappe F11, so dass sie in den Ausschnitt in der Seitenwandstrebe F2L passt und die Kappe frei in das Loch in der Seitenwand F3L gleiten kann. Kleben Sie ein Paar Magneten F15, die als Kappenverschluss dienen, mit einem 5-Minuten-Epoxidkleber in die Löcher in der Kappe F11 und in der Strebe F2L erst nach der Bespannung des Rumpfes, um zu verhindern, dass die Magneten durch hohe Temperatur entmagnetisiert werden. Achten Sie auf ihre Polarität. Sie müssen sich anziehen! (Abb. 22)
- Kleben Sie die Aluminiummutter der Flügelbefestigungsschraube M4 in die Sperrholz-Trennwand F9 von unten mit einem Epoxidkleber. Schleifen Sie die Rumpftrennwände und Spanten im Voraus in einen Winkel ab, wo es nötig ist.
- Kleben Sie die Rumpftrennwände und Spanten F10, F9, F8, F6 mit einem 30-Minuten-Epoxidkleber schrittweise von hinten nach vorne zuerst in eine Seitenwand und dann legen Sie die zweite. Legen Sie die Gondel auf den Bauplan, der durch eine dünne klare Kunststofffolie geschützt wird. Überprüfen Sie, dass sie gerade und nicht verdreht ist – nach Bedarf pinnen Sie sie auf die Arbeitsplatte bis zum Aushärten des Klebstoffs an. (Abb. 5)
- Dann kleben Sie mit Epoxidkleber den Spant F4, den im Voraus in den Winkel abgeschliffenen Bugfüller F5 und die Trennwände F17 und F18.
- Kleben Sie die Hochstarthakenplatte F7 mit einem Epoxidkleber an das untere Rumpfteil. (Abb. 6)
- In Höhe der vorderen Trennwand F10 schneiden Sie beide Seitenwände (bis zu einer Tiefe von ca. 0,5–1 mm) an und brechen Sie sie vorsichtig an. Tränken Sie die Schnittlinie vor dem abschließenden Schleifen mit dünnflüssigem Sekundenkleber. Setzen Sie den Leitwerksträger F1 in die Öffnungen in den Trennwänden F8 und F10 ein – kleben Sie noch nicht.
- Setzen Sie den Sperrholzring F21 an den Leitwerksträger F1 ein und kleben Sie beide Seitenwände punktuell an ihn. (Achten Sie darauf, dass der Leitwerksträger immer herausgenommen werden kann). Kleben Sie die Teile der oberen und unteren Beplankung F20 und F19. (Abb. 7)
- Kleben Sie die untere Beplankung des Rumpfes F16 und die obere Beplankung aus drei Teilen F13a, F13b und F13c. Die Beplankung besteht aus 2,5 mm dickem Balsa.
- Schleifen Sie die ganze Gondel (mit der eingelegten Kappe F11) fein, damit alle Teile einschließlich Ring F21 ohne Absatz in das Rohr des Leitwerksträgers übergehen.
Flügel
- Der Flügel wird auf dem mit einer dünnen klaren Kunststofffolie geschützten Plan gebaut. Die Rippen und Halbrippen des Flügels werden mit Abstandshilfen geliefert. Sie ermöglichen den Flügelbau mit gewölbtem Profil auf einer flachen Unterlage. Zugleich sorgen sie dafür, dass beim Flügel eine Schränkung gebildet wird (die Endleiste des Flügels ist an den Enden um 3 mm höher als an der Wurzel), was für einen stabilen Flug des Modells notwendig ist. Entfernen Sie die Abstandshilfen nicht, bevor die jeweilige Flügelhälfte gemäß den folgenden Schritten aufgebaut ist. Der korrekte Zusammenbau des Flügels wird auch durch eine Rippenabstandsleiste unterstützt, in deren Rillen die vorderen Teile der Befestigungslaschen an Rippen und Halbrippen eingesteckt werden. (Abb. 1)+(Abb. 9)+(Abb. 10)
- Kleben Sie die Rippen des Flügel-Mittelteils W4 und W5 mit einem Epoxidkleber zusammen. Zur genauen Ausrichtung stecken Sie die Buchenstifte in die vorbereiteten Löcher mit Ø3 mm. Achtung: Stellen Sie ein linkes und rechtes Rippenpaar her.
- Auf der Arbeitsplatte kleben Sie den Randbogen W28 mit der Sperrholzstrebe für den Stift W40 zur Endleiste W30. Kleben Sie die Streben W26 und W27, so dass zwischen ihnen eine Rille für die Sperrholz-Konstruktion des Randbogens W29 entsteht. (Abb. 11)+(Abb. 12)
- An den Kohlefaser-Hauptholm W35 fädeln Sie schrittweise alle Rippen und Halbrippen W3 bis W24 auf. Nach Bedarf modifizieren Sie mit einer runden Feile die Löcher in den Rippen, damit sie im gewünschten Winkel eingesteckt werden können. (Abb. 10)
- Legen Sie den Holm mit den Rippen auf den Bauplan und stecken Sie die Rippenenden allmählich in die Rillen in der Endleiste W30. Stecken Sie die Vorderteile der Abstandshilfen der Rippen in die mitgelieferte Rippenabstandsvorrichtung aus Balsa ein. Richten Sie alle Teile der Konstruktion entsprechend dem Bauplan in der richtigen Position aus, befestigen Sie nach Bedarf auf der Arbeitsplatte. Dann kleben Sie die Rippen W4 bis W23 mit einem Sekundenkleber zum Hauptholm und zur Endleiste. Kleben Sie die Sperrholz-Konstruktion des Endbogens W29 mit einem Epoxidkleber in das äußere Ende des röhrenförmigen Hauptholms und zum Randbogen in die Rille zwischen die Teile W26 und W27. Kleben Sie schließlich den Randbogen zur Rippe W24 und diese Rippe W24 zur Endleiste und zum Hauptholm. Kleben Sie den Keil W25 zwischen die Rippe W24 und die Halbrippe W23.
- Die Wurzelrippe W3 kleben Sie mit Hilfe der Vorrichtung, die die richtige V-Form des Flügels sichert. (Abb. 13)
- Mit einer runden Feile modifizieren Sie die Rillen für die Nasenleiste W36 aus Buchenrundholz mit Ø3 mm. Kleben Sie die Nasenleiste mit einem mittelflüssigen Sekundenkleber vom Randbogen des Flügels in die Richtung der Flügelmitte. (Abb. 14)
- In die Mittelrippen W3 und W4/W5 kleben Sie mit einem Epoxidkleber die Sperrholzteile W33, die die Wände des Gehäuses für den Flügelverbinder W34 bilden. Prüfen Sie, dass der Verbinder sauber in das Gehäuse passt. (Abb. 15)
- Nun können Sie die Flügelhälfte von der Arbeitsplatte abnehmen und mit einem scharfen Modellbaumesser vorsichtig die Abstandshilfen von allen Rippen trennen. Schleifen Sie die Unterseite der Rippen mit dem Schleifpapier Nr. 120 in das Profil.
- Kleben Sie die unteren Teile der festen Beplankung des Flügel-Mittelteils W39 und W40 aus 1,5 mm Balsa. Zum Teil W40 kleben Sie im Raum für die Befestigungsschraube des Flügels die Sperrholzstrebe W41. (Abb. 16)
- Kleben Sie die obere feste Beplankung des Flügel-Mittelteils W38 und W37. Schleifen Sie das Flügel-Mittelteil in eine Ebene mit der Wurzelrippe W3 – ihre mit der Vorrichtung eingestellte Neigung sorgt für die richtige V-Form des Flügels. Die Beplankung besteht aus 1,5 mm dickem Balsa.
- Die andere Hälfte des Flügels wird auf die gleiche Weise zusammengebaut.
- Schleifen Sie die beiden Flügelhälften mit dem Schleifpapier Nr. 120. Trocken, ohne zu kleben, versuchen Sie, wie die beiden Flügelhälften zusammen passen. In das Gehäuse zwischen die Teile W33 legen Sie den Flügelverbinder W34, zwischen die beiden Flügelhälften legen Sie die Halbrippen W1 und W2. Wenn Sie zufrieden sind, kleben Sie den Flügelverbinder W34 und die Halbrippen W1 und W2 mit einem Epoxidkleber zuerst zu einer Flügelhälfte und dann stecken Sie die zweite Flügelhälfte an den Verbinder ein. Kontrollieren Sie sorgfältig die korrekte Position der Flügelhälften und lassen Sie den Epoxidkleber aushärten. (Abb. 17)+(Abb. 23)+(Abb. 24)
- Kleben Sie die Sperrholzunterlage mit Epoxidkleber für die Flügelbefestigungsschraube W32 auf die Oberseite des Flügels. Sobald der Kleber ausgehärtet ist, bohren Sie ein Loch mit Ø4,2 mm durch W32 für die Flügelbefestigungsschraube.
- Nun ist es an der Zeit zu entscheiden, in welches Ende des Flügels Sie den Kohlefaserstift für den Schleuderstart kleben – für Rechtshänder in das linke Ende des Flügels, für Linkshänder in das rechte. Laminieren Sie das gewählte Ende des Flügels auf der Ober- und Unterseite um das Stiftloch herum mit dem mitgelieferten Streifen Glasfasergewebe. Sie können ein spezielles Laminierharz mit geringerer Viskosität oder einen gewöhnlichen Epoxidkleber verwenden, den Sie ein wenig mit Verdünner für Epoxidfarben und -lacke verdünnen. Nachdem das Harz ausgehärtet ist, schleifen Sie den gesamten Flügel mit dem Schleifpapier Nr. 180.
Bespannung des Modells
- Schleifen Sie alle Teile des zu bespannenden Modells vorsichtig mit dem Schleifpapier Nr. 360–400 und entfernen Sie Staub vorsichtig mit einem Staubsauger (Bügelfolie hält auf staubigen Oberflächen schlecht; Staub enthält dazu noch Schleifmittelkörner, die die Teflonbeschichtung des Modellbau-Bügeleisens schnell zerstören).
- Für die Bespannung verwenden Sie die leichteste Bügelfolie (KAVAN Bügelfolie, transparente Oracover-Folie, Oralight u.ä. – es ist kein Bestandteil der Packung). Folgen Sie bei der Bespannung der Anleitung für das gegebene Material.
Vervollständigung des Modells
Ruderscharniere
- Befestigen Sie die beweglichen Ruder mit einem hochwertigen klaren Selbstklebeband – geeignete Klebebänder bietet man im Modellbaugeschäft an. Bewährt hat sich auch das 3M Crystal Clear® Klebeband – oder Streifen der Bügelfolie, die Sie für die Bespannung verwendet haben. Kleben Sie das Klebeband immer auf das in die äußerste Position geneigte Ruder, damit genügend Spielraum für die Ruderbewegung vorhanden ist. (Abb. 19)
Rumpf und Leitwerke
- Mit einem scharfen Modellbaumesser schneiden Sie die Bespannfolie durch, die die Öffnungen für den Pylon des Höhenleitwerks abdeckt, für den Kevlarfaden in der Flosse und für Seiten- und Höhenruderhebel.
- Trocken, ohne zu kleben, stecken Sie den Sperrholz-Pylon des Höhenleitwerks F22 in den Ausschnitt im Leitwerksträger F1. In die Rille am Ende des Rumpfträgers stecken Sie das Seitenleitwerk und kleben Sie es punktuell mit einem Sekundenkleber. Das Ende des Leitwerksträgers binden Sie mit einem Kevlarfaden, der durch die Ausschnitte in der Flosse gezogen wird.
- An den Pylon F22 stecken Sie das Höhenleitwerk, positionieren Sie es senkrecht zur Flosse und zur Längsachse des Rumpfes und kleben Sie mit einem Sekundenkleber punktuell auf. Überprüfen Sie wieder die korrekte Position der Leitwerke und des Rumpfes und verkleben Sie alle Verbindungen sowie den Kevlarfaden mit einem mittelflüssigen Sekundenkleber. In den Leitwerksträger stecken Sie die Führungsrohre von Bowdenzügen des Seiten- und Höhenruders. Sichern Sie sie, indem Sie ein kleines Stück mit Epoxid getränkten Polyurethanschaum etwa auf halber Länge des Leitwerksträgers stecken. So gewinnen Sie präzise, spielfreie Steuerung in Bowdenzügen. (Abb. 20)+(Abb. 21)
- Im Baukasten wird die Servobefestigung F12 geliefert, die für empfohlene Servos KAVAN GO-6MG vorbereitet ist. Wenn Sie andere Servos verwenden, müssen die Servoausschnitte möglicherweise angepasst werden. Es wird empfohlen, die Kanten der Servoausschnitte zur Verstärkung leicht mit einem Sekundenkleber zu sättigen. Wenn Sie zufrieden sind, kleben Sie die Servobefestigung F12 in den Rumpf (Servos sind in umgekehrter Position). (Abb. 22)
- Schieben Sie die überstehenden Rohre der Bowdenzüge durch die Öffnungen im Spant F6, so dass die Rohre direkt zu den Servohebeln führen, die in die Servobefestigung F12 eingelegt sind. Stecken Sie den Leitwerksträger in den Rumpf trocken, ohne zu kleben.
- Befestigen Sie den Flügel an den Rumpf mit einer Kunststoffschraube M4. Von oben, vorne und hinten gesehen, überprüfen Sie, ob der Rumpf mit dem Leitwerksträger direkt ist und der Flügel ein symmetrisch zum Höhenleitwerk stehendes „V“ bildet. Wenn Sie zufrieden sind, kürzen Sie die Führungsrohre der Bowdenzüge auf die richtige Länge und kleben Sie den Leitwerksträger mit einem Epoxidkleber sorgfältig in den Rumpf. Bevor der Kleber aushärtet, überprüfen Sie noch einmal, ob der Flügel und das Höhenleitwerk in der richtigen Position zueinander stehen.
- Löten Sie die Messing-Gewindebuchsen M2 an ein Ende der Drahtgestänge mit Ø0,8 mm, schrauben Sie die Endkappen der Kugelbolzen und stecken Sie die Gestänge in die Führungsrohre. Befestigen Sie die Kugelgelenke mit den beiliegenden Schrauben M1,6 an den Servohebeln. In die Öffnungen im Seiten- und Höhenruder stecken Sie die Ruderhebel aus Laminat, ohne sie zu kleben. Stellen Sie die Servos mit Ihrem RC-Set in die Neutrallage ein. Bringen Sie die Servohebel an, so dass sie senkrecht zur Seite des Servogehäuses sind. Stellen Sie das Seiten- und Höhenruder in die Neutrallage in eine Ebene mit der Flosse, bzw. mit dem Höhenleitwerk ein. Markieren Sie die richtige Länge der Gestänge und biegen Sie ihre Enden im rechten Winkel ab (Sie können auch eine Z-Biegung bilden, aber „L“ reicht meistens). Stecken Sie die Enden der Gestänge in die Öffnungen in den Hebeln und kleben Sie die Hebel mit einem Sekundenkleber in die Ruder, so dass die Ruder genau in der Neutrallage sind. Sichern Sie schließlich die Servos in ihrer Befestigung mit ein paar Tropfen Heißkleber, Silikon oder MS-Polymerkleber. (Abb. 20)+(Abb. 21)+(Abb. 22)
- Platzieren Sie den Empfänger in das Fach unter dem Flügel, den Empfängerakku in den Bug. (Abb. 18)+(Abb. 22)
Flügel
- Kleben Sie den Kohlefaserstift für den Schleuderstart in das Loch am linken Ende des Flügels (für Rechtshänder) oder am rechten Ende (für Linkshänder) sorgfältig mit einem Epoxidkleber. (Abb. 25)
Hochstarthaken
- Montieren Sie den Hochstarthaken in eines der vorbereiteten Löcher in der Platte F7. Er sollte etwa 5 mm vor dem Schwerpunkt des Modells platziert werden.
Schwerpunkt und Ruderausschläge
| Einstellung | Wert |
|---|---|
| Schwerpunktlage: | 69–72 mm |
| Seitenruder | ±25 mm |
| Höhenruder | ±10 mm |
| Einstellung für den Schleuderstart | Seitenruder 1 mm entgegen der Drehrichtung beim Wurf (Rechtshänder: 1 mm rechts), Höhenruder 1 mm nach unten. |
Verwenden Sie die Mixer nur für den Aufwärtsflug und erst wenn Sie das Modell eingeflogen haben und sich mit seiner Steuerung vertraut gemacht haben.
Fliegen
Versichern Sie sich, dass die Akkus voll geladen sind. Nun (und vor jedem nächsten Flug) kontrollieren Sie richtiges Funktionieren der ganzen RC Flug-Ausstattung und der Bewegungen der Steuerflächen. Überprüfen Sie, dass sich kein Teil der Ausstattung während des Flugs von selbst bewegen kann. Nachdrücklich empfehlen wir, den Test der RC Set-Reichweite im Einklang mit Hinweisen vom Hersteller durchzuführen.
Erstflug
Wählen Sie Windstille oder eine leichte Brise unter 3 m/s und einen sicheren Flugplatz, etwa ein Modellfluggelände. Sehr schwacher Hangaufwind eignet sich gut zum sorgfältigen Austrimmen des Seglers.
Schalten Sie zuerst den Sender und dann den Empfänger ein, überprüfen Sie wieder den Betrieb des RC Sets. Halten Sie den Sender in einer Hand und greifen Sie das Modell mit der anderen nahe am Schwerpunkt. Halten Sie die Flügel waagerecht. Halten Sie das Modell in der Kopfhöhe so, dass der Bug mild zum Boden geneigt ist, und lassen Sie es mit einem gleichmäßigen Schwung gegen den Wind los (noch besser ist es, Loslassen des Modells einem erfahrenen Helfer zu überlassen). Das Modell sollte im langen direkten Flug ohne Wackeln und ohne Notwendigkeit der Korrektion mit Rudern gleiten. Falls es beim Einfliegen nötig ist, korrigieren Sie den Flug mit angemessenen Bewegungen der Ruder und trimmen Sie, bis der Flug makellos ist. Nun kontrollieren Sie die Lage der Steuerflächen. Wenn es nötig ist, stellen Sie die Länge aller Gestänge so ein, dass die Trimms aller Kanäle möglichst nahe der Mittellage sind (wir empfehlen es zu tun, auch wenn Ihr Sender mit dem Trimmspeicher ausgestattet ist). Wieder kontrollieren Sie den Gleitflug.
Jetzt sind Sie für Ihren ersten Schleuderstart bereit.
Schleuderstart
Der Schleuderstart bringt das Modell mit wenig Kraft auf beachtliche Höhe. Wie jede sportliche Technik erfordert er Übung; dabei hilft die folgende Anleitung. Sie beschreibt einen Rechtshänder mit Startstift an der linken Flügelspitze. Für Linkshänder gilt der spiegelbildliche Ablauf. Üben Sie die vollständige Drehung zunächst langsam, ohne das Modell loszulassen.
Position A – Startbereit
Legen Sie den rechten Zeige- und Mittelfinger um den Startstift an der linken Flügelspitze. Halten Sie den Sender in der ausgestreckten linken Hand. Der Daumen wird gegen die Nasenleiste gedrückt. Stehen Sie mit der linken Schulter gegen den Wind und halten Sie das Modell mit der rechten Flächenspitze ca. 45° nach unten geneigt.
Position B – Der erste Schritt
Machen Sie einen langen Schritt mit dem linken Bein und gleichzeitig schleudern Sie Cumul DLG nach vorne, oben mit dem rechten Arm.
Position C – Drehung
Treten Sie mit dem rechten Fuß in die Drehung gegen den Uhrzeigersinn ein. Halten Sie den Cumul DLG ungefähr waagerecht und den rechten Arm gestreckt.
Position D – Weitere Drehung
Die zweite Hälfte der Drehung – der am wichtigste Teil für einen guten Start. Beschleunigen Sie die Drehung aus dem Körper heraus und nicht alleine mit dem Arm.
Position E – Modellfreigabe
Jetzt wird das Modell selbständig steigen wollen. Geben Sie das Modell dann frei indem Sie Zeige- und Mittelfinger öffnen. Das Modell fliegt nun aus Ihrer Hand direkt gegen den Wind und steigt steil.
Position F – Steuerung
Finden Sie Ihr Gleichgewicht und greifen Sie sofort mit beiden Händen an den Sender, während Sie das Modell beobachten. Drücken Sie bei zu steilem Steigflug rechtzeitig Tiefenruder oder ziehen Sie Höhenruder, wenn ein misslungener Wurf das Modell zum Boden richtet.
Nach dem Loslassen steigt das Modell; wählen Sie anfangs einen flachen Steigwinkel. Sobald Sie den Schleuderstart beherrschen, können Sie mehr Kraft einsetzen und den Startwinkel auf 60–80° erhöhen. Wenn Sie die Technik sicher beherrschen, können Sie vor der Drehung zwei schnelle Schritte hinzufügen, um mehr Geschwindigkeit und Energie zu gewinnen.
Wenn das Modell im Steigflug fast zum Stillstand kommt, geben Sie zügig Tiefenruder, um in den Horizontalflug überzugehen. Bei richtigem Zeitpunkt geht das Modell mit gerade ausreichender Geschwindigkeit in einen ruhigen Gleitflug über. Steuern Sie zu früh, bäumt es sich nach einem kurzen Sinkflug gefährlich auf. Steuern Sie zu spät, kommt es zum Strömungsabriss.
Sie haben es geschafft!
Anhang
Bauabbildungen
Die Bilder dienen der Veranschaulichung. Einige zeigen den Prototyp, der geringfügig vom Serienbausatz abweichen kann.

























Stückliste
Hauptteile
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Bauplan | 1 | ||
| Bauanleitung | 1 | ||
| Aufkleber | 1 | ||
| Bowdenzug | 2 | Kunststoffrohr + Draht Stahl 0,8 mm | |
| Kohlefaser-Leitwerksträger | 1 | F1 | Kohlefaser-Rohr Ø6/5 mm |
Beutel Nr. 1 – Kleinteile
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Hochstarthaken | 1 | Metall | |
| Neodym-Magnet Ø3 mm | 2 | F15 | |
| Befestigungsschraube des Flügels M4 | 1 | M4 Nylon | |
| Verklebungsmutter M4 | 1 | M4 Aluminium | |
| Ruderhorn | 2 | Laminat 1,5 mm | |
| Kugelbolzen kurz M2 | 2 | ||
| Gewindebuchse M2 | 2 | Messing M2/0,8 mm | |
| Befestigung des Seiten- und Höhenruderservos | 1 | F12 | Balsa 4 mm |
| Kohlefaserstoff | 1 | Ø5 mm | |
| Glasfasergewebe | 1 | 110 g/m² |
Beutel Nr. 2
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Rumpfspitze | 1 | F5 | Balsa 10 mm |
| Elektronikfachkappe | 1 | F11 | Plywood 1,2 mm |
| Rumpfspant | 1 | F6 | Plywood 3 mm |
| Rumpfspanten | 1+1+1 | F4, F8, F10 | Lite Ply 3 mm |
| Trennwand des Rumpfes | 1+1 | F17, F18 | Lite Ply 3 mm |
| Lukenverschluss | 1 | F14 | Lite Ply 3 mm |
| Rumpfgondelende | 2 | F21 | Lite Ply 3 mm |
| Flügelrippen | 1 | W2 | Lite Ply 3 mm |
| Wurzelrippen-Winkelschablone für die V-Form | 1 | Lite Ply 3 mm | |
| Schablone mit Bugform | 1 | Lite Ply 3 mm |
Beutel Nr. 3
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Flügelrippen | 2 | W4 | Plywood 0,8 mm |
| Strebe der festen Beplankung des Flügel-Mittelteils | 2 | W41 | Plywood 0,8 mm |
| Flügelverbindergehäuse-Platte | 4 | W33 | Plywood 0,8 mm |
| Halter für Hochstarthaken | 1 | F7 | Plywood 2 mm |
| Befestigungsplatte des Flügels | 1 | F9 | Plywood 2 mm |
| Flügelbefestigungsschraube-Platte | 1 | W32 | Plywood 2 mm |
| Konstruktion des Flügelrandbogens | 2 | W29 | Plywood 2 mm |
| Flügelrippen | 1 | W1 | Plywood 3 mm |
| Flügelverbinder | 1 | W34 | Plywood 3 mm |
| Strebe des Randbogens | 2 | W40 | Plywood 1,5 mm |
Beutel Nr. 4 – Leitwerk
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Höhenleitwerk | 1 | T1 | Balsa 2,5 mm |
| Höhenruder | 1 | T2 | Balsa 2,5 mm |
| Strebe des Höhenleitwerks | 1 | T3 | Balsa 2,5 mm |
| Flosse | 1 | R1 | Balsa 2,5 mm |
| Seitenruder | 1 | R2 | Balsa 2,5 mm |
| Kohlefaser-Strebe der Flosse | 1 | R3 | Kohlefaser 0,5×3 mm |
| Pylon des Höhenleitwerks | 1 | F22 | Lite Ply 3 mm |
| Kevlarfaden | 1 |
Beutel Nr. 5
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Flügelrippen | 2 | W6, 8, 10, 12 | Balsa 1,5 mm |
| Flügelrippe/Halbrippe | 2 | W7, 9, 11, 13–23 | Balsa 1,5 mm |
| Wurzelrippe des Flügels | 2 | W3 | Balsa 4 mm |
| Endrippe des Flügels | 2 | W24 | Balsa 4 mm |
| Flügelrippen | 2 | W5 | Balsa 3 mm |
| Endleiste | 1+1 | W30, W31 | Balsa 3×15 mm |
| Nasenleiste | 2 | W36 | Buchenstift Ø3 mm |
| Strebe des Randbogens | 2+2 | W26, W27 | Balsa 1,5 mm |
| Randbogen | 2 | W28 | Balsa 1,5 mm |
| Keil | 2 | W25 | Balsa 1,5 mm |
| Hauptholm | 2 | W35 | Kohlefaser-Rohr Ø6/5 mm |
| Feste Beplankung des Flügel-Mittelteils | 2+2+2+2 | W37, W38, W39, W40 | Balsa 1,5 mm |
Beutel Nr. 6
| Teil | Menge | Bauplan Nr. | Material |
|---|---|---|---|
| Rumpfseitenwand | 1+1 | F3L/R | Balsa 1,5 mm |
| Untere feste Rumpfbeplankung | 1 | F16 | Balsa 2,5 mm |
| Obere feste Rumpfbeplankung | 1+1+1 | F13a, b, c | Balsa 2,5 mm |
| Strebe der Rumpfseitenwände | 1+1 | F2L/R | Balsa 3 mm |
| Übergang Rumpf/Leitwerksträger | 1+1 | F19, F20 | Balsa 2,5 mm |