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KAVAN Tara 1100 mm - Bauanleitung

KAVAN Tara A1 - Bausatz
KAV02.8040

KAVAN Tara A1 - Bausatz

Einleitung​

Der Segler der Kategorie F1H (A1) Tara ist bestimmt für Modellbauneulinge, die bereits Erfahrungen mit Bau von einfachen Freiflugmodellen und kleineren papierbespannten Modellen haben. Sie brauchen die grundlegenden Modellbauwerkzeuge, Klebstoffe und Lackarten, die Sie in Zukunft auch beim Bau von anderen Modellen verwenden. Vor dem Baubeginn lesen Sie sorgfältig die Bauanleitung und Bauskizze durch.

Bevor Sie beginnen​

  1. Wenn Sie mit Flugmodellen beginnen, bitten Sie einen erfahrenen Modellbauer, Ihr fertiges Modell zu überprüfen und Ihnen bei den ersten Flügen zu helfen. Ihr Modellbaugeschäft oder örtlicher Modellflugverein kann Ihnen bei der Suche nach einem Fluglehrer helfen.
  2. Bauen Sie das Modell nach dieser Anleitung. Verändern Sie es nicht, da es dadurch unsicher oder flugunfähig werden kann. Nehmen Sie sich Zeit und bauen Sie alle Teile gerade, maßhaltig und stabil.
  3. Prüfen Sie vor Baubeginn, ob Teile fehlen oder beschädigt sind. Machen Sie sich mit allen Bauteilen vertraut und wenden Sie sich sofort an Ihren Händler, falls Ersatz erforderlich ist.
  4. Passen Sie jedes Teil vor dem Verkleben trocken ein. Prüfen Sie, ob es das richtige Teil ist und richtig passt; mehr Klebstoff kann eine schlechte Passung nicht ausgleichen.
  5. Halten Sie die auf dem beiliegenden Bauplan markierte Schwerpunktlage (CG) ein. Wiegen Sie das Modell vor dem Erstflug gemäß Flugvorbereitung aus.
Hinweis

Prüfen Sie vor Baubeginn den Inhalt des Baukastens und melden Sie fehlende oder beschädigte Teile.

Sicherheitshinweise​

Gefahr

Dieses Modell ist kein Spielzeug. Obwohl es leicht ist und langsam fliegt, kann falsche Handhabung Verletzungen oder Schäden verursachen. Bauen, erproben und fliegen Sie es verantwortungsvoll nach der Anleitung, den geltenden Modellflug-Sicherheitsregeln und mit gesundem Menschenverstand.

Verwenden Sie geeignete Werkzeuge und Zubehör in gutem Zustand. Montieren Sie alle Teile richtig und prüfen Sie das Modell vor dem ersten und jedem weiteren Flug. Fliegen Sie kein beschädigtes Modell. Anfänger sollten mit Unterstützung eines erfahrenen Modellbauers fliegen.

Kinder unter 14 Jahren dürfen das Modell nur unter Aufsicht eines Erwachsenen betreiben. Fliegen Sie bei Windstille oder leichtem Wind an einem sicheren Ort ohne Hindernisse.

Eigenschaften​

  • Hohe Gleitleistung
  • Hoher Vorfertigungsgrad
  • Für Wettbewerbe der Klasse A1 (F1H)
  • In der Tschechischen Republik entwickelt und hergestellt
  • Klassische leichte Balsakonstruktion
  • Als erster selbstgebauter Segler geeignet

Technische Daten​

ParameterWert
Spannweite1100 mm
Länge828 mm
Fluggewicht225 g (mindestens 220 g)

Lieferumfang​

CNC-geschnittene Balsateile für Rumpf, Tragfläche und Leitwerke, Holzholme und -leisten, Schleifpapier, Ballast, Befestigungsgummi, verstellbarer seitlicher Hochstarthaken, weißes Bespannpapier, Aufkleber, Bauplan in Originalgröße und Bauanleitung.

Empfohlene Klebstoffe​

Verwenden Sie einen lösungsmittelhaltigen Modellbauklebstoff (UHU® Hart, Kanagom o. Ä.), wasserbeständigen Weißleim (KAV56.9960 / KAV56.9961, BISON Super Wood o. Ä.) oder mittelflüssigen Sekundenkleber (KAV56.9952).

Empfohlene Lacke​

Verwenden Sie für die Papierbespannung KAVAN Standard Klebelack (KAV56.9988), Spannlack (KAV56.9986) und den passenden Verdünner (KAV56.9992). Farbige Spannlacke KAVAN Color (KAV56.9987.x) können ebenfalls verwendet werden.

Werkzeuge und Zubehör​

Bereiten Sie ein vollkommen ebenes Baubrett vor, in das sich Nadeln stecken lassen (mindestens 300×700 mm), ein Modellbaumesser (KAV66.770) mit Klingen Nr. 11, eine Laubsäge mit feinen Blättern, Schleifklötze mit Schleifpapier der Körnungen 180 und 360–400, Modellbaunadeln (KAV66.0355), eine Schere, flache und runde Nadelfeilen und einen weichen Flachpinsel mit 1/4"–3/8" Breite. Schützen Sie den Plan mit dünner, transparenter Kunststofffolie; ein aufgeschnittener großer Polyethylenbeutel eignet sich dafür. Legen Sie Bohrer für die in der Bauanleitung angegebenen Stift- und Ballastbohrungen bereit.

Hauptteil​

Bauplan​

Entnehmen Sie Teilezuordnung, Profile, V-Form, Höhenleitwerkseinstellung und Schwerpunktlage (CG) dem beiliegenden Bauplan in Originalgröße. Die nachfolgend mit Buchstaben bezeichneten Details finden Sie auf diesem Plan. Halten Sie den Papierplan während des gesamten Baus und beim Auswiegen bereit.

Bau des Modells​

  • Legen Sie die Bauskizze auf eine gerad Arbeitsplatte und decken Sie sie mit einer dünnen klaren Kunststofffolie ab, die sie vor dem Kleben der Modellkonstruktion schützen wird. Wenn Sie nur eine kleine Arbeitsplatte haben, können Sie den Plan vorsichtig in kleinere Teile schneiden – z. B. mit dem Flügel, Höhenleitwerk, usw.
  • Vor dem Einkleben der Teile prüfen Sie immer trocken, ohne zu kleben, ob sie richtig passen.
  • Balsa- und Fichtenholme und Leisten sind im Baukasten etwas länger, als es nötig ist. Beim Kleben lassen Sie eine Überlappung auf beiden Seiten, sie werden erst nach Fertigstellung des entsprechenden Teils des Modells auf die exakte Länge geschnitten/geschliffen.

Flügel​

  1. Der Plan zeigt das Mittelteil und beide Außenflügel, die gleichzeitig gebaut werden können. Pinnen Sie die linke Endleiste 3a mit mindestens drei Nadeln fest; ihre Nuten müssen mit den gezeichneten Rippen übereinstimmen. Legen Sie die rechte Endleiste 3b an und prüfen Sie alle Nuten. Kürzen Sie das rechte Teil nötigenfalls, kleben Sie beide zusammen und pinnen Sie sie fest. Schleifen Sie die CNC-geschnittenen Rippen 1 leicht nach (Det. G–G).
  2. Pinnen Sie die vorgeformte Balsa-Nasenleiste 2 fest und kleben Sie die Rippen 1 ein. Passen Sie die untere Beplankung 4 aus zwei 1,5 mm starken Balsastücken zwischen Nasen- und Endleiste ein und kleben Sie sie fest. Kleben Sie die drei niedrigeren Rippen 6 darauf: je eine etwa 2 mm von den Außenkanten eingerückt und eine in der Mitte. Kleben Sie die Endrippen 5 mit der Abschrägung nach außen ein, ähnlich wie in Det. F–F.
  3. Kleben Sie Hauptholm 7 aus Fichte (3×8 mm) in die oberen Rippennuten; runden Sie seine unteren Kanten zum leichteren Einsetzen leicht ab. Kleben Sie an den Endrippen 5 nur die Unterseite des Holms fest. Stecken Sie die Verbinder 42 teilweise beiderseits des Holms ein, um ihn in den breiten Nuten auszurichten. Kleben Sie die Verbinder noch nicht fest! Passen Sie die oberen Mittelbeplankungen 8 und 9 gemäß Det. B–B ein und kleben Sie sie fest. Kleben Sie die Eckverstärkungen 10 an Nasen- und Endleiste. Verstärken Sie die Klebestellen nötigenfalls und lassen Sie alles aushärten.
  4. Nehmen Sie das Mittelteil nach vollständigem Aushärten vom Plan. Schleifen Sie Nasenleiste, Endleiste und Hauptholm bündig mit den abgeschrägten Endrippen 5. Formen Sie die Nasenleiste gemäß Det. D–D.
  5. Bauen Sie die Außenflügel ähnlich wie das Mittelteil. Pinnen Sie die keilförmigen Balsa-Endleisten 40 auf den Plan und richten Sie die vorgefertigten Nuten genau an den gezeichneten Rippen aus.
  6. Schleifen Sie die CNC-gefertigten Balsarippen 41–46 leicht nach. Pinnen Sie die vorgeformten Nasenleisten 48 auf den Plan und kleben Sie die Rippen 41–46 ein. Schleifen Sie deren Vorderkanten schräg an, damit sie vollflächig an Nasenleiste 48 anliegen. Passen Sie ebenso die abgeschrägten Wurzelrippen 47 an Nasen- und Endleiste an und kleben Sie sie gemäß Det. F–F ein.
  7. Kleben Sie in die Rillen in den Rippen von oben die Holme der Ohren 49 aus der Fichtenleiste 3×8 mm. Kleben Sie den Holm zu 47 nur auf seiner Unterseite. Die richtige Position in der Rille finden Sie, indem Sie die Flügelverbinder 42 auf beiden Seiten des Holms teilweise einstecken (passen Sie auf, dass sie sich nicht verkleben). Zur Nasen- und Endleiste (in die Ecken) kleben Sie die Keile 51, die Sie im Voraus in die richtige Form schleifen. Schmieren Sie die Rippenverbindungen mit der Nasen- und Endleiste und dem Träger wieder an allen Stellen mit dem Klebstoff ein und lassen Sie gründlich trocknen.
  8. Nehmen Sie die Außenflügel nach vollständigem Aushärten vom Plan. Schleifen Sie Nasenleiste, Endleiste und Hauptholm bündig mit den abgeschrägten Wurzelrippen 47. Kleben Sie die Randbögen 50 an und schleifen Sie sie nach dem Aushärten in Form. Formen Sie die Nasenleiste gemäß Det. D–D.
  9. Überprüfen Sie erneut das Abschleifen der Endrippen des Flügel-Mittelteils und der Wurzelrippen beider Ohren – nach dem Anlegen der Ohren zum Flügel-Mittelteil muss der Winkel so sein, daß beide Ohren außen 100 mm hoch stehen. (Det. E). Kleben Sie die Sperrholzverbinder des Flügels 42 zum Holm 7 von beiden Seiten. Die Kontaktflächen der abgeschrägten Rippen und die Flächenverbinder 42 schmieren Sie gründlich mit dem Klebstoff ein und dann kleben Sie beide Ohren eins nach dem anderen so, dass Sie das Flügel-Mittelteil direkt auf die Arbeitsfläche legen und beschweren (z.B. mit Zeitschriften in einem Plastikbeutel). Drücken Sie die Ohren zum Flügel-Mittelteil auf der Arbeitsplatte und unterlegen Sie sie zum Beispiel mit einem Holzklotz oder Büchern so hoch, dass das Ohrenende in der Höhe 100 mm über der Arbeitsplatte ist. Lassen Sie den Klebstoff vollständig aushärten. Schleifen Sie anschließend die Verbindungen und die gesamte Tragfläche sorgfältig mit gröberem und danach feinem Schleifpapier glatt.
  10. Die Tragfläche ist jetzt zum Bespannen bereit.

Höhenleitwerk​

  1. Bauen Sie das Höhenleitwerk wie die Tragfläche direkt auf dem mit Folie geschützten Plan. Pinnen Sie die Fichten-Endleiste 11 (3×5×405 mm) mit beidseitigem Überstand fest. Kleben Sie die mittlere Balsaplatte 13 (3 mm – 30×80 mm) an Endleiste 11. Kleben Sie die Fichten-Nasenleisten 10 (3×5×197 mm) an die Mittelplatte und pinnen Sie sie mit Überstand fest. Schneiden Sie die diagonalen Rippen 12 aus 3×5-mm-Balsaleisten zu und kleben Sie sie von außen zur Mitte hin ein.
  2. Kleben Sie den Fichtenholm 14 (3×5×395 mm) oben auf das Höhenleitwerksgerüst. Passen Sie die vordere obere Balsaplatte 16 (3 mm – 30×30 mm) und zwei hintere Platten 17 (3 mm – 13,5×45 mm) ein und kleben Sie sie fest. Richten Sie die Außenkanten der Platten 17 an der unteren Platte 13 aus und lassen Sie dazwischen etwa 2,5 mm für den später einzuklebenden Bambusstift 18 frei. Schleifen Sie die Eckverstärkungen 15 passend und kleben Sie sie ein.
  3. Nach dem gründlichen Trocknen des Klebstoffs nehmen Sie das Höhenleitwerk aus dem Plan heraus, schneiden Sie die Überlappungen der Nasen- und Endleiste ab und runden Sie sie mit einem Schleifpapier in die Form des Profils (Det. A–A) ab. In die Form des Profils (Det. A–A) schleifen Sie auch die mittleren oberen Balsa-Platten. Nach der Papierbespannung des Höhenleitwerks kleben Sie zwischen die Balsa-Platten 17 einen Bambusstift (Bambus-Rundholz Ø2,5×50 mm) 18 so, dass er die Endleiste des Höhenleitwerks um 15 mm überlappt.

Rumpf und Seitenleitwerk​

  1. Der Rumpf besteht aus einem Leitwerksträger aus Fichtenleisten und Balsaklötzen sowie einem vorderen Rumpfkopf aus Ceiba-Sperrholz mit Seitenabdeckungen aus Pappelsperrholz. Im Kopf ist Platz für Ballast und einen optionalen Timer.
  2. Beginnen Sie mit dem Leitwerkträger: Auf die Leiste (2×8×595 mm) 22 kleben Sie das vordere Balsa-Prisma des Rumpfes 20 – Prismenkanten sind in einer Ebene mit den Leistenkanten. Verkleben Sie alles auf einer ebenen Platte, damit der Leitwerksträger gerade und unverzogen bleibt.
Hinweis

An die schräge Seite des Prismas wird später das hintere Balsa-Prisma 21 geklebt – siehe Skizze.

  1. Nun schmieren Sie mit Klebstoff den Rest der Leiste 22 und den schrägen Teil des Balsarumpfes 20 ein. Dann kleben Sie (in einer Ebene mit Leistenkanten) auch das hintere Prisma des Rumpfes 21. Die zweite Leiste des Rumpfes 2×8 mm 23 schmieren Sie mit Klebstoff ein und auf einer flachen Unterlage kleben Sie sie zu den schon zusammengeklebten Teilen des Leitwerkträgers.
  2. Wenn Sie einen mechanischen oder elektronischen Timer für die Thermikbremse benutzen möchten, ist jetzt geeignete Zeit, den Ausschnitt im Rumpfkopf 24 nach Bedarf zu modifizieren und ein entsprechendes Loch in einer der Seitenabdeckungen auszuschneiden (26 oder 28).
  3. Setzen Sie den Leitwerksträger probeweise in die Nut des Rumpfkopfs 24 und passen Sie die Nut nötigenfalls an. Nehmen Sie ihn heraus, tragen Sie reichlich Klebstoff auf und setzen Sie ihn wieder ein. Verkleben Sie alles auf einer ebenen Platte, damit der Rumpf gerade bleibt. Stecken Sie zwei Buchenstifte 25 (Ø4×32 mm) zunächst ohne Klebstoff ein; sie richten die Seitenabdeckungen aus. Bestreichen Sie die linke Rumpfseite mit Klebstoff und legen Sie Abdeckung 26 auf. Beschweren Sie sie auf dem Baubrett bis zum Aushärten. Kleben Sie den Hauptballast 27 in die Nasenöffnung und danach die andere Seitenabdeckung 28 auf.
  4. In das Seitenleitwerk 29 kleben Sie die Verstärkung 30. Weiter verkleben Sie die Befestigung des Höhenleitwerks. Auf die Sperrholz-Unterlage (1 mm dick - 25×15 mm) 31 kleben Sie die Fichtenleiste (3×5×25 mm) 32.
  5. Auf der Bauskizze messen Sie den Abstand zwischen der Befestigung des Höhenleitwerks und dem Ende des Rumpfes und kleben Sie die Befestigung des Höhenleitwerks an den Rumpf. Es ist notwendig zu kontrollieren, dass die Befestigung des Höhenleitwerks so geklebt ist, dass das Höhenleitwerk von vorne gesehen senkrecht zu den Seiten des Rumpfkopfes auf die Befestigung gelegt ist und ihre Nasenkante von oben gesehen senkrecht zur Längsachse des Rumpfes ist. An das Ende des Rumpfes kleben Sie die Balsa-Platte (1,5 mm dick – 8×10 mm) 33. An den Rumpf (senkrecht zum Höhenleitwerk) kleben Sie die Seitenflosse 29 genau in der Rumpflängsachse. Runden Sie die Nasen- und Endleiste des Seitenruders 52 ab. Installieren Sie das Seitenruder und seine Scharniere 53 erst nach der Bespannung und Lackierung des Modells.
  6. Kleben Sie die Flächenauflage 36 aus Sperrholz mittig und rechtwinklig zu den Rumpfseiten auf. Kleben Sie die Flächenbefestigungsstifte 25 aus Buche ein. Markieren und bohren Sie gemäß Plan die Löcher für die Höhenleitwerksstifte 34 und 35 aus Bambus (Ø2,5×25 mm), dann kleben Sie sie ein. Kleben Sie die untere Balsaflosse 37 an die Rumpfunterseite.

Lackieren und Bespannen​

Gefahr

Verwenden Sie Klebstoffe, Lacke und Verdünner in einem gut belüfteten Raum, fern von Flammen, Funken und anderen Zündquellen. Beachten Sie die Produktetiketten und vermeiden Sie das Einatmen von Dämpfen und Schleifstaub.

  1. Schleifen Sie das ganze Modell vorsichtig mit einem feinen Schleifpapier und lackieren Sie es zweimal mit einem dünnen Klebelack (mit einem Verdünner im Verhältnis von mindestens 1:1 verdünnt - der Lack muss wie Wasser fließen; verwenden Sie niemals einen unverdünnten Lack). Nach dem Trocknen jeder Lackschicht schleifen Sie das ganze Modell wieder mit einem feinen Schleifpapier.
  2. Die Bespannung des Modells ist aus Vliespapier. Sie können das Papier zur Konstruktion des Modells mit einem wasserverdünnten Dispersionsklebstoff kleben oder Sie können es mit einem dünnen Klebelack direkt lackieren. Orientieren Sie das Papier mit den Fasern in der Richtung parallel zur Nasenkante des Flügels oder zum Höhenleitwerk, nicht quer.
Hinweis

Wenn Sie die Bespannung mit Klebelack befestigen, streichen Sie nach dem Auflegen verdünnten Klebelack durch die gesamte Papierfläche. Lassen Sie ihn trocknen, bevor Sie die Überstände abschneiden. Verwenden Sie zum Ankleben Klebelack und Spannlack erst für die anschließenden Spannschichten.

Höhenleitwerk​
  1. Üben Sie als Anfänger zunächst am kleineren, ungekrümmten Höhenleitwerk. Schneiden Sie Papier mit 10 mm Überstand ringsum zu. Bestreichen Sie die Außenkanten der Unterseite, die diagonalen Rippen und die Mittelplatte mit verdünntem Weißleim oder Klebelack. Legen Sie das Papier sofort auf und glätten Sie die Ränder vor dem Antrocknen mit den Fingerspitzen. Schneiden Sie den Überstand nach dem Trocknen auf 4–5 mm zurück. Legen Sie ihn um die Kanten und kleben Sie ihn mit verdünntem Weißleim oder Klebelack fest.
  2. Dann bespannen Sie das Höhenleitwerk auf die gleiche Weise mit einem Streifen Papier von oben – schmieren Sie die Nasen- und Endleiste, den Hauptholm, die mittlere Balsafüllung und Endrippen mit dem Klebstoff ein. Schräge Balsarippen schmieren Sie nicht ein!
Flügel​
  1. Schneiden Sie vier oder sechs Papierstreifen mit 10 mm Überstand ringsum zu; die oberen Streifen müssen wegen der Profilwölbung breiter sein. Erfahrene Modellbauer können die gesamte Unterseite mit einem langen Streifen bespannen. Oben werden Mittelteil und Außenflügel einzeln bespannt. Beginnen Sie unten: Bestreichen Sie Nasen- und Endleiste sowie alle Rippen mit Leim oder Klebelack, legen Sie das Papier auf und glätten Sie es mit den Fingern. Schneiden Sie nach dem Trocknen auf 4–5 mm Überstand zurück, legen Sie ihn um die Kanten und kleben Sie ihn mit verdünntem Weißleim oder Klebelack fest. Schneiden Sie die Überstände an den Flügelknicken ein; am Randbogen teilen Sie sie in 4–8 mm lange Abschnitte, damit sie der Rundung folgen.
  2. Bespannen Sie die Oberseite des Mittelteils ebenso, mit Papierüberstand auf die Wurzelrippen 47 der Außenflügel. Tragen Sie verdünnten Weißleim oder Klebelack auf Nasen- und Endleiste, Hauptholm und Rippen auf.
  3. Bespannen Sie die Außenflügel mit getrennten Streifen. Legen Sie das Papier zunächst auf und zeichnen Sie mit Bleistift und biegsamem Stahllineal oder Kunststoffstreifen die Verbindung der Rippen 5 und 47 nach. Schneiden Sie entlang der Linie und kleben Sie das Papier wie gewohnt auf. Teilen Sie die Überstände am Randbogen in 4–8 mm lange Abschnitte, damit sie sich der Rundung anpassen lassen.
  4. Für zusätzliche Festigkeit können Sie auch den Leitwerksträger bespannen. Kleben Sie 4 leicht überlappende Streifen nacheinander unten, auf beide Seiten und zuletzt oben auf. Der Rumpfkopf muss nicht bespannt werden.
  5. Die Flügelbespannung und das Höhenleitwerk kann man dann mit einem verdünnten Spannlack spannen. Sobald die Bespannung gleichmäßig gespannt ist (nach 1–2 Lackschichten), können Sie farbiges Papier lackieren – und weiter lackieren. Der Lack schützt die Bespannung zugleich vor Feuchtigkeit.
  6. Lackieren Sie in einem trockenen, gut belüfteten Raum bei über 20 °C. Bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit können manche Lacke milchig werden. Meist hilft es, das Modell warm und trocken zu lagern und die betroffene Stelle vorsichtig mit frischem, passendem Verdünner zu bestreichen. Tragen Sie insgesamt 3–5 dünne Lackschichten auf; verwenden Sie Hochglanzlack für den Rumpf und die letzte Schicht auf Tragfläche und Höhenleitwerk. Schleifen Sie die lackierten Flächen zwischen den Schichten leicht.
  7. Bringen Sie farbige Papierverzierungen am Rumpf vor der letzten Hochglanzschicht an. Kleben Sie die Aufkleber erst nach Abschluss der Lackierung auf!
  8. Lassen Sie das Modell nach jeder Schicht 2–3 Tage gründlich trocknen. Prüfen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk auf Verzug. Falls nötig, legen Sie das betroffene Teil nach jeder Lackschicht auf eine ebene, mit Folie geschützte Platte, beschweren es beispielsweise mit Zeitschriften in einer Plastiktüte und lassen es vollständig trocknen.

Flugvorbereitung​

Befestigen Sie den seitlichen Hochstarthaken 39 mit zwei Schrauben 38 links am Rumpf gemäß Plan. Für gleichmäßiges Steigen verschieben Sie ihn bei stärkerem Wind nach vorn, bei schwächerem nach hinten. Schneiden Sie mit einer spitzen Messerklinge Schlitze für die Messingscharniere 53 in Seitenflosse 29 und Seitenruder 52. Kleben Sie die Scharniere mit Sekundenkleber zuerst ins Ruder, dann in die Flosse; lassen Sie einen kleinen Bewegungsspalt. Befestigen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk mit mehreren Gummischlaufen an den Rumpfstiften.

Achtung

Eine einzelne Gummischlaufe reicht niemals aus!

Bohren Sie gemäß Plan ein 5 mm großes Zugangsloch in das Fach für Zusatzballast. Unterstützen Sie die Tragfläche mit den Fingerspitzen an der im Plan mit einem Pfeil markierten Schwerpunktlage. Der Rumpf muss waagerecht liegen. Hebt sich die Nase, geben Sie den erforderlichen Zusatzballast, etwa kleine Gewichte oder Schrauben, hinein; dieser liegt nicht bei. Verschließen Sie das Loch nach dem Auswiegen mit klarem Klebeband.

Das richtige Auswiegen ist entscheidend. Ein falsch ausgewogenes Modell lässt sich nur schwer einstellen oder ist überhaupt nicht flugfähig!

Fliegen​

Kontrollieren Sie wieder, ob die Position des Schwerpunktes richtig ist und ob die Tragfläche, der Rumpf oder das Höhenleitwerk des Modells nicht verzogen sind. Fliegen Sie das Modell bei ruhigem, windstillem Wetter ein – am besten am Abend.

Starten Sie immer gegen den Wind; werfen Sie etwas Gras hoch, um die Windrichtung festzustellen. Halten Sie die Tragfläche waagerecht und den Rumpf annähernd waagerecht. Werfen Sie das Modell mit mäßigem Schwung geradeaus und leicht gesenkter Nase. Werfen Sie weder nach oben noch steiler als 10° nach unten. Das Modell benötigt von Anfang an ausreichende Fluggeschwindigkeit; bloßes Loslassen genügt nicht. Führen Sie erste Gleitversuche über hohem Gras aus, um Landeschäden zu vermeiden.

Bei korrekter Ausrichtung von Tragfläche und Höhenleitwerk sowie richtigem Schwerpunkt gleitet Tara mit waagerechten Flächen und leicht gesenkter Nase. Sinkt das Modell wenige Schritte vor Ihnen steil zu Boden, kontrollieren Sie erneut den Schwerpunkt. Ist dieser richtig, unterlegen Sie die Hinterkante des Höhenleitwerks mit dünnem Balsa oder Sperrholz, bis ein flacher, gerader Gleitflug entsteht.

Wenn das Modell wiederholt die Nase hebt und nach einem Strömungsabriss abkippt, geben Sie schrittweise Ballast in die Nase. Kontrollieren Sie den Schwerpunkt erneut anhand des Plans und wiederholen Sie vorsichtige Gleitflugversuche. Beginnen Sie erst mit Hochstarts, wenn der Gleitflug stabil ist.

Biegen Sie nach dem Einstellen des geraden Gleitflugs das Seitenruder 52 von hinten gesehen etwa 2 mm nach links. Das Modell soll große Linkskreise gegen den Uhrzeigersinn fliegen. Beim Hochstart wirkt der seitlich versetzte Haken nach rechts, sodass Tara geradeaus steigt.

Nach dem Einfliegen können Sie Tara erstmals an einer 25–50 m langen Angelschnur hochstarten. Kaufen Sie ein Hochstartseil im Modellbaufachhandel oder verwenden Sie Angelschnur mit mindestens 5 kg Tragkraft. Binden Sie einen Schlüsselring mit einem Palstek ans Ende und befestigen Sie 20–30 cm davor einen roten Stoffwimpel. Dieser macht die Schnur in der Luft und am Boden sichtbar. Bewahren Sie die Schnur auf einer geeigneten Spule auf.

Hängen Sie den Ring am Hochstarthaken ein und lassen Sie das Modell von einem Helfer halten und später starten. Wickeln Sie die Schnur gegen den Wind gehend ab und halten Sie sie leicht gespannt. Beim Start muss das Modell mit waagerechten Flächen und nur leicht angehobener Nase genau gegen den Wind zeigen.

Geben Sie dem Helfer ein Zeichen und laufen Sie beide gegen den Wind – der Helfer lässt das Modell nach einigen Schritten los. Laufen Sie in einem flotten Tempo gegen den Wind und beobachten Sie das Modell ständig mit einem Blick über die Schulter. Passen Sie die Laufgeschwindigkeit an die Steiggeschwindigkeit des Modells an. Das Modell muss das Seil mit einer konstanten Kraft spannen und in einem gleichmäßigen Bogen ansteigen. Je stärker der Wind, desto langsamer können Sie laufen. Wenn der Zug im Seil nachlässt und das Modell nur allmählich steigt, bzw. zur Seite abbiegt, müssen Sie den Lauf beschleunigen. Umgekehrt, wenn der Zug im Seil zunimmt und das Modell dazu neigt, stark zu einer Seite abzubiegen, müssen Sie den Lauf verlangsamen und warten, bis das Modell in einer geraden Linie ausgerichtet ist. Schleppen müssen Sie mit Gefühl; besonders bei stärkerem Wind könnte das Modell bei einem zu schnellen Zug beschädigt werden. Sobald das Modell fast über Ihrem Kopf ist, sollte das richtig eingestellte Modell leicht in die linke Kurve abbiegen – in diesem Moment halten Sie an und lassen Sie das Modell über sich fliegen und lösen Sie es vom Hochstartseil.

Bewegen Sie zum Einfliegen den Hochstarthaken so weit wie möglich nach vorne. Während des Einfliegens des Modells können Sie den Haken allmählich nach hinten schieben, je nachdem, wie es sich im Schlepp verhält – wenn es widerstrebend steigt, ist es nötig, ihn nach hinten zu schieben. Wenn es im Schlepp die Nase zu stark hebt und seitlich ausbricht, muss er nach vorne geschoben werden. Stellen Sie große, flache Linkskreise im Gleitflug ein, damit das Modell nicht mit großer Neigung fliegt. Führen Sie die Einstellung durch, indem Sie das Seitenruder vorsichtig biegen. Der Ausschlag zum Kreisen ist recht klein, ca. 2 mm. Für Wettkampfflüge ist es ratsam, das Modell für eine Thermikbremse mit einer Zeitschaltuhr zu modifizieren, die nach der festgelegten Zeit das Höhenleitwerk nach oben kippt (ca. 45°) und das Modell landet in großen Schwüngen von selbst.

Anhang​

Stückliste​

Hauptteile​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Kopf des Rumpfes – Ceibasperrholz 8 mm dick(24)1
Seitenabdeckung des Rumpfes – Pappelsperrholz 3 mm(26, 28)2
Bespannpapier Vlies – Blatt (1230×330 mm)1
Bespannpapier Vlies – Blatt (200×410 mm)1
Farbiges Bespannpapier für Zubehör2
Schleifpapier1
Bauplan1
Bedienungsanleitung1
Leistenbündel A​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Rumpfleisten 2×8×595 mm(22, 23)2
Balsa-Nasenleiste 8×8×645 mm(2)1
Fichten-Flügelholme 3×8×645 mm(7)1
Leistenbündel B​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Balsa-Nasenleiste 8×8×260 mm(48)2
Balsa-Endleiste 14×4,7×330 mm(3a, 3b)2
Balsa-Endleiste 14×4,7×260 mm(40)2
Fichtenleiste 3×5×405 mm(11)1
Fichtenleiste 3×5×395 mm(14)1
Fichtenleiste 3×5×197 mm(10)2
Fichtenleiste 3×8×245 mm(49)2
Balsa-Prisma des Rumpfes – stärker(20)1
Balsa-Prisma des Rumpfes – schwächer(21)1
Balsaleiste 3×5×300 mm(12)6
Rippensatz A​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Basisrippe des Flügels(1)14
Abgesenkte Rippe des Flügels(6)3
Endrippe des Flügel-Mittelteils (abgeschrägt)(5)2
Rippensatz B​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Wurzelrippe des Ohres (abgeschrägt)(47)2
Randbogen(50)2
Rippe des Ohres(41–46)12
Teilesatz C​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Seitenleitwerksflosse(29)1
Sporn(37)1
Befestigung des Flügels – Plywood 1,5 mm(36)1
Flächenteilesatz D​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Balsa-Platte 3 mm dick – 30×80 mm(13)1
Balsa-Platte 3 mm dick – 30×30 mm(16)1
Balsa-Platte 3 mm dick – 13,5×45 mm(17)2
Flügelverbinder „V“(42)4
Dreieckige Keile(10, 15, 51)18
Kleinteilesatz E​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Seitenruder(52)1
Strebe Seitenleitwerk(30)1
Hintere Höhenleitwerksauflage – Balsa 1,5×8×10 mm(33)1
Hochstarthaken(39)1
Gummifaden Ø1×600 mm1
Sperrholz-Platte Höhenleitwerk – 1 mm dick – 25×15 mm(31)1
Fichtenleiste der Platte Höhenleitwerk – 3×5×25 mm(32)1
Bambusstift Ø2,5×25 mm(34, 35)2
Bambusstift Ø2,5×50 mm(18)1
Buchenstift des Rumpfes Ø4×32 mm(25)2
Schrauben 2×8 mm(38)2
Gewicht Ø26×8 mm(27)1
Scharnier des Seitenruders (Messingblech)(53)2