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KAVAN Orion 930 mm - Bauanleitung

KAVAN Orion – Bausatz
KAV02.8050

KAVAN Orion – Bausatz

Einleitung​

Der A3-Segler Orion eignet sich für Modellbauer, die bereits erste Erfahrungen mit klassischer Balsabauweise und Papierbespannung mit Lack gesammelt haben. Sie benötigen grundlegende Modellbauwerkzeuge, Klebstoffe und Lacke, die auch für spätere Projekte nützlich sind. Lesen Sie den Bauplan und diese Anleitung sorgfältig, bevor Sie mit dem Bau beginnen.

Bevor Sie beginnen​

  1. Wenn Sie mit Flugmodellen beginnen, bitten Sie einen erfahrenen Modellbauer, Ihr fertiges Modell zu überprüfen und Ihnen bei den ersten Flügen zu helfen. Ihr Modellbaugeschäft oder örtlicher Modellflugverein kann Ihnen bei der Suche nach einem Fluglehrer helfen.
  2. Bauen Sie das Modell nach dieser Anleitung. Verändern Sie es nicht, da es dadurch unsicher oder flugunfähig werden kann. Nehmen Sie sich Zeit und bauen Sie alle Teile gerade, maßhaltig und stabil.
  3. Prüfen Sie vor Baubeginn, ob Teile fehlen oder beschädigt sind. Machen Sie sich mit allen Bauteilen vertraut und wenden Sie sich sofort an Ihren Händler, falls Ersatz erforderlich ist.
  4. Passen Sie jedes Teil vor dem Verkleben trocken ein. Prüfen Sie, ob es das richtige Teil ist und richtig passt; mehr Klebstoff kann eine schlechte Passung nicht ausgleichen.
  5. Halten Sie die auf dem beiliegenden Bauplan markierte Schwerpunktlage (CG) ein. Wiegen Sie das Modell vor dem Erstflug gemäß Flugvorbereitung aus.
Hinweis

Prüfen Sie vor Baubeginn den Inhalt des Baukastens und melden Sie fehlende oder beschädigte Teile.

Sicherheitshinweise​

Gefahr

Dieses Modell ist kein Spielzeug. Obwohl es leicht ist und langsam fliegt, kann falsche Handhabung Verletzungen oder Schäden verursachen. Bauen, erproben und fliegen Sie es verantwortungsvoll nach der Anleitung, den geltenden Modellflug-Sicherheitsregeln und mit gesundem Menschenverstand.

Verwenden Sie geeignete Werkzeuge und Zubehör in gutem Zustand. Montieren Sie alle Teile richtig und prüfen Sie das Modell vor dem ersten und jedem weiteren Flug. Fliegen Sie kein beschädigtes Modell. Anfänger sollten mit Unterstützung eines erfahrenen Modellbauers fliegen.

Kinder unter 14 Jahren dürfen das Modell nur unter Aufsicht eines Erwachsenen betreiben. Fliegen Sie bei Windstille oder leichtem Wind an einem sicheren Ort ohne Hindernisse.

Eigenschaften​

  • Leistungsfähiger Wettbewerbssegler
  • In der Tschechischen Republik entwickelt und hergestellt
  • Hoher Vorfertigungsgrad
  • Einfacher Aufbau
  • Hervorragende Flugeigenschaften

Technische Daten​

ParameterWert
Spannweite930 mm
Länge740 mm
Fluggewichtmindestens 150 g

Lieferumfang​

CNC-geschnittene Balsateile für Rumpf, Tragfläche und Leitwerke, Holzholme und -leisten, Schleifpapier, Ballast, Befestigungsgummi, verstellbarer seitlicher Hochstarthaken, weißes Bespannpapier, Aufkleber, Bauplan in Originalgröße und Bauanleitung.

Empfohlene Klebstoffe​

Verwenden Sie einen lösungsmittelhaltigen Modellbauklebstoff (UHU® Hart, Kanagom o. Ä.), wasserbeständigen Weißleim (KAV56.9960 / KAV56.9961, BISON Super Wood o. Ä.) oder mittelflüssigen Sekundenkleber (KAV56.9952).

Empfohlene Lacke​

Verwenden Sie für die Papierbespannung KAVAN Standard Klebelack (KAV56.9988), Spannlack (KAV56.9986) und den passenden Verdünner (KAV56.9992 / KAV56.9992A). Farbige Spannlacke KAVAN Color (KAV56.9987.x) können ebenfalls verwendet werden.

Werkzeuge und Zubehör​

Bereiten Sie ein vollkommen ebenes Baubrett vor, in das sich Nadeln stecken lassen (mindestens 300×700 mm), ein Modellbaumesser (KAV66.770) mit Klingen Nr. 11, eine Laubsäge mit feinen Blättern, Schleifklötze mit Schleifpapier der Körnungen 180 und 360–400, Modellbaunadeln (KAV66.0355), eine Schere, flache und runde Nadelfeilen und einen weichen Flachpinsel mit 1/4"–3/8" Breite. Schützen Sie den Plan mit dünner, transparenter Kunststofffolie; ein aufgeschnittener großer Polyethylenbeutel eignet sich dafür. Legen Sie Bohrer für die in der Bauanleitung angegebenen Stift- und Ballastbohrungen bereit.

Hauptteil​

Bauplan​

Entnehmen Sie Teilezuordnung, Profile, V-Form, Höhenleitwerkseinstellung und Schwerpunktlage (CG) dem beiliegenden Bauplan in Originalgröße. Die nachfolgend mit Buchstaben bezeichneten Details finden Sie auf diesem Plan. Halten Sie den Papierplan während des gesamten Baus und beim Auswiegen bereit.

Bau des Modells​

  • Legen Sie die Bauskizze auf eine gerade Arbeitsplatte und decken Sie sie mit einer dünnen klaren Kunststofffolie ab, die sie vor dem Kleben der Modellkonstruktion schützen wird. Wenn Sie nur eine kleine Arbeitsplatte haben, können Sie den Plan vorsichtig in kleinere Teile schneiden – z. B. mit dem Flügel, Höhenleitwerk, usw.
  • Vor dem Einkleben der Teile prüfen Sie immer trocken, ohne zu kleben, ob sie richtig passen.
  • Balsa- und Fichtenholme und Leisten sind im Baukasten etwas länger, als es nötig ist. Beim Kleben lassen Sie eine Überlappung auf beiden Seiten, sie werden erst nach Fertigstellung des entsprechenden Teils des Modells auf die exakte Länge geschnitten/geschliffen.

Flügelmittelteil​

  1. Der Flügel hat ein Profil mit gewölbter Unterseite und wird deshalb in zwei Schritten gebaut. Zuerst werden die Rippen (zur Unterlage gedrückt), der Hauptholm und die Nasenleiste auf einer ebenen Platte zusammengeklebt – und dann wird die Endleiste mit Hilfe einer Schablone im richtigen Winkel aufgeklebt.
  2. Auf die mit einer Kunststofffolie geschützte Bauskizze pinnen Sie den unteren Flügelholm 2 (Fichtenholm 6×2 mm) an, der mit einer Balsaleiste 5×1,5 mm 1 unterlegt ist – siehe Det. A. Zum Holm kleben Sie schrittweise die Rippen 3 und die Endrippen 6L und 6R mit dem Winkel nach außen – siehe Det. F–F.
    Hinweis

    Mittelrippen 9 werden erst später geklebt.

  3. Kleben Sie die Nasenleiste aus dem Fichtenholm 6×2 mm 4 und der Balsaleiste 6×4 mm 5 so zusammen, dass eine der Seiten möglichst genau passt (siehe Det. G). Nach dem Aushärten des Klebers schleifen Sie diese Seite mit dem Schleifpapier Nr. 180 flach.
  4. Die fertige Nasenleiste kleben Sie zum vorderen Teil der Rippen 3 und 6L/6R.
  5. Kleben Sie den oberen Flügelholm von oben in die Rille in den Rippen 3 ein (Fichtenholm 6×2 mm) 10.
  6. Nehmen Sie die Flügelkonstruktion von der Arbeitsplatte ab und verwenden Sie den Kleber in die Rillen der linken Hälfte der Endleiste 17L (wir empfehlen die Verwendung eines Dispersionsklebers, der mehr Zeit für die Fixierung der Endleiste bietet). Schieben Sie die Endleiste an die Enden der Rippen so, dass die Unterseite der Rippen mit der Unterseite der Endleiste in der Ebene ist. Bevor der Kleber aushärtet, stellen Sie die Endleiste mit Hilfe der mitgelieferten Schablone 14 (Det. B) in den richtigen Winkel ein.
  7. Kleben Sie die rechte Hälfte der Endleiste 17R auf die gleiche Weise und kleben Sie die linke Hälfte 17L und die rechte Hälfte zusammen.
  8. Wenn Sie Sekundenkleber verwenden, stecken Sie die Endleiste zunächst trocken auf die Rippen. Richten Sie sie mit Schablone 14 aus und geben Sie erst danach mittelflüssigen oder dünnflüssigen Sekundenkleber auf die Verbindungen.
  9. Legen Sie den gesamten Flügel-Mittelteil auf die Arbeitsplatte und prüfen Sie, ob er gerade und unverdreht ist. Sie können ihn vorsichtig zur Arbeitsplatte anpinnen, bis der Kleber an der Endleiste aushärtet. Um unerwünschte Profilveränderungen zu vermeiden, unterstützen Sie die Rippen in der Nähe der Endleiste mit der Balsaleiste 1.
  10. Kleben Sie die untere Balsabeplankung 7 zwischen den Hauptholm 2 und die Fichtenleiste, die den unteren Teil der Nasenleiste bildet. Zwischen den Hauptholm 2 und die Endleiste 17 kleben Sie die untere Balsabeplankung 8 (siehe Det. G).
  11. Auf die untere feste Beplankung kleben Sie die beiden Mittelrippen 9 und darauf dann die obere feste Beplankung 11 und 12 (siehe Det. G).
  12. Schneiden Sie dreieckige Keile 13 aus der Balsaleiste 1,5×8 mm und kleben Sie sie in die Ecken.
  13. Schneiden Sie und schleifen Sie die überhängenden Enden der Leisten und Holme 4+5, 2, 10, 17 in die Ebene mit dem Winkel der Endrippen 6L/6R.

Außenflügel​

Hinweis

Die äußeren Flügelteile – Ohren – werden in ähnlicher Weise gebaut wie der mittlere Flügelteil, nur der obere Holm wird später geklebt, nachdem die Schränkungen gemacht wurden (siehe unten). Sie können beide Teile gleichzeitig bauen.

  1. Auf die mit einer Kunststofffolie geschützte Bauskizze pinnen Sie den unteren Holm des Ohres 16 (Fichte 6×2 mm) an, der mit einer Balsaleiste 5×1,5 mm 1 unterlegt ist – siehe Det. A. Zum Holm kleben Sie schrittweise die Rippen 3 und die Wurzelrippen 18L und 18R mit dem Winkel nach außen – siehe Det. H–H.
  2. Die Nasenleiste kleben Sie vom Fichtenholm 6×2 mm 19 und der Balsaleiste 6×4 mm 20.
  3. Die fertige Nasenleiste kleben Sie zum vorderen Teil der Rippen 3 und 18L/18R.
  4. Entfernen Sie die Konstruktionen der Ohren von der Arbeitsplatte, in die Rillen in der Endleiste 21L/21R verwenden Sie den Kleber. Schieben Sie die Endleiste an die Enden der Rippen so, dass die Unterseite der Rippen mit der Unterseite der Endleiste in der Ebene ist. Bevor der Kleber aushärtet, stellen Sie die Endleiste mit Hilfe der mitgelieferten Schablone 14 in den richtigen Winkel ein. (Det. B).
  5. Legen Sie beide Ohren noch vor dem Aushärten des Klebers auf eine flache Arbeitsplatte. Unterlegen Sie die Wurzelrippen 18L/18R nahe der Endleiste mit Leiste 1 so, dass Sie die Ohren zur Arbeitsfläche anpinnen können, ohne dass die Profilform verändert wird. Pinnen Sie die Ohren zur Arbeitsplatte an beiden Enden der Nasenleisten und an der Wurzel der Endleisten an. Unterlegen Sie die äußeren Enden der Endleisten an den Endbogen 23 mit 5 mm hohen Streifen von Balsa oder Fichtenleiste – dies erzeugt eine aerodynamische Verwindung in den Flügelspitzen (Schränkung genannt), die für einen stabilen Flug des Modells sehr wichtig ist. Die Schränkungen an den Enden der beiden Ohren müssen identisch sein.
  6. Kleben Sie den oberen Träger des Ohres von oben in die Rille in den Rippen 3 (Fichtenholz 6×2 mm) 22.
  7. Schneiden Sie dreieckige Keile 13 aus der Balsaleiste 1,5×8 mm und kleben Sie sie in die Ecken.
  8. Schneiden und schleifen Sie die überstehenden Nasen- und Endleisten sowie Holme 19+20, 16, 22, 21 bündig mit den abgeschrägten Wurzelrippen 18L/18R und den äußeren Rippen 3.
  9. Kleben Sie die Randbögen 23 an und runden Sie deren Außenkanten gemäß Det. H–H ab.
  10. Schleifen Sie die Nasenleiste des mittleren Flügelteils und der beiden Ohren in die Profilform (Det. G).

Zusammenfügen des Flügels​

Achtung

Erhalten Sie beim Zusammenbau der Tragfläche und beim Trocknen der Bespannung die gleiche Schränkung beider Außenflügel. Drücken Sie die angehobenen Endleistenspitzen nicht flach.

  1. Überprüfen Sie erneut das Abschleifen der Endrippen des Flügel-Mittelteils und der Wurzelrippen beider Ohren – nach dem Anlegen der Ohren zum Flügel-Mittelteil muss der Winkel so sein, daß beide Ohren außen 90 mm hoch stehen. (Det. E, gemessen an der Nasenleiste). Die Kontaktflächen der abgeschrägten Rippen schmieren Sie gründlich mit dem Klebstoff ein und dann kleben Sie beide Ohren eins nach dem anderen so, dass Sie das Flügel-Mittelteil direkt auf die Arbeitsfläche legen und beschweren (z.B. mit Zeitschriften in einem Plastikbeutel). Drücken Sie die Ohren zum Flügel-Mittelteil auf der Arbeitsplatte und unterlegen Sie sie zum Beispiel mit einem Holzklotz oder Büchern so hoch, dass das Ohrenende an der Nasenleiste in der Höhe 90 mm über der Arbeitsplatte ist. Lassen Sie dann den Klebstoff gründlich aushärten. Dann schleifen Sie die Ohrenverbindungen, nachfolgend den ganzen Flügel.

Höhenleitwerk​

Achtung

Vergleichen Sie die beiliegenden Höhenleitwerksholme vor dem Zuschneiden oder Schleifen mit dem Bauplan. Passt ihre Dicke nicht zu den Rippennuten, lassen Sie sich das richtige Material vom Lieferanten bestätigen, bevor Sie fortfahren.

Das Höhenleitwerk wird wie der Flügel direkt auf dem mit einer klaren Kunststofffolie geschützten Plan gebaut.

  1. Pinnen Sie auf die Skizze den unteren Träger 25 (Balsa 4×1,5 mm) und die Balsa-Nasenleiste 4×4 mm 28 an. Dazu kleben Sie schrittweise die Rippen 26 und die Mittelrippe 27.
  2. Zu den Rippen kleben Sie die Endleiste 29 und den oberen Balsaträger 4×1,5 mm 30.
  3. Schneiden Sie dreieckige Keile 32 aus der Balsaleiste 1,5×8 mm und kleben Sie sie in die Ecken.
  4. Schneiden und schleifen Sie die überstehenden Nasen- und Endleisten sowie Holme 28, 25, 30, 29 bündig mit den äußeren Rippen. Kleben Sie die Endrippen 31 an und runden Sie deren Außenkanten leicht ab.
  5. Schleifen Sie die Nasenleiste entsprechend den Endrippen 31 in Profilform (Det. K).
  6. Bohren Sie eine Rille für den Stift von der Thermikbremse des Höhenruders 33 in die Mittelrippe 27 mit einem 2,5 mm Bohrer vor. Den Stift kleben Sie erst nach der Bespannung des Höhenleitwerks.

Rumpf und Seitenleitwerk​

Der Rumpf besteht aus einem Leitwerksträger aus Fichtenleisten und Balsaklötzen sowie einem vorderen Kopf aus Ceiba-Sperrholz mit seitlichen Furnierabdeckungen. Im Kopf ist Platz für Ballast und einen optionalen Timer.

  1. Beginnen Sie mit dem Leitwerksträger: Auf einer ebenen, mit Plastikfolie geschützten Arbeitsfläche kleben Sie die Balsafüllungen 35 und 36 zusammen und dann kleben Sie zu ihnen von oben und von unten die Fichtenleisten 38 und 37 so, dass ihre Enden in der Ebene mit dem schmaleren Ende des Blocks und in ganzer Länge mit den Seiten der Teile 35 und 36 sind. Prüfen Sie auch, ob der gesamte Leitwerksträger gerade ist und nicht nach oben, unten oder zur Seite gebogen ist, indem Sie ihn auf eine flache Platte hinlegen.
  2. Kleben Sie die Fichtenverstärkung 39 in den Spalt zwischen 35 und 38.
  3. Wenn Sie einen mechanischen oder elektronischen Timer und eine Thermikbremse einbauen möchten, passen Sie jetzt die Öffnungen im Rumpfkopf 40 an. Schneiden Sie auch in eine der Seitenabdeckungen (42) eine passende Öffnung.
  4. Kleben Sie den vorbereiteten Leitwerksträger und den Rumpfkopf 40 auf einer ebenen Arbeitsfläche zusammen.
  5. Kleben Sie das Gewicht 41 in den Rumpfkopf 40 ein und kleben Sie die beiden seitlichen Abdeckungen 42.
  6. Kleben Sie die hintere Höhenruder-Unterlage aus Kunststoff 43 am oberen Ende des Rumpfes und vor sie – über die Breite des Höhenleitwerks – kleben Sie die vordere Befestigung des Höhenruders 44.
  7. Mit der Spitze eines spitzen Modellbaumessers schneiden Sie vorsichtig in die Seitenruderflosse 45 und in das Seitenruder 46 Schlitze für Scharniere des Seitenruders 47 aus Messingblech aus. Kleben Sie die Scharniere mit einem Sekundenkleber in das Seitenruder und dann in die Seitenruderflosse so, dass zwischen dem Seitenruder und der Seitenruderflosse ein kleiner Spalt entsteht (0,5 mm), der die Bewegung des Seitenruders ermöglicht.
  8. Kleben Sie die Seitenflosse 45 vor der Höhenleitwerksauflage 44 genau in der Rumpflängsachse und senkrecht zum Höhenleitwerk an. Befestigen Sie dieses zur Kontrolle mit einer Gummischlaufe auf seinen Auflagen 44+43.
  9. Kleben Sie die beiden Flächenbefestigungsstifte 49 in den Rumpf ein.
  10. Auf die Rumpfkopfoberseite legen Sie die Sperrholz-Flügelbefestigung 48 und über sie befestigen Sie den Flügel mit einem Gummiauge. Prüfen Sie mit dem Blick sowohl vom Heck als auch vom Bug aus, ob die Endleiste parallel zum Höhenleitwerk verläuft. Nach Bedarf schleifen Sie die Oberseite des Kopfes 40. Wenn Sie zufrieden sind, kleben Sie die Flügelbefestigung fest. Prüfen Sie vor dem Aushärten des Klebers für die Befestigung noch einmal, ob die Endleiste des Flügels parallel zum Höhenleitwerk verläuft.
  11. Bohren Sie ein 2,5 mm Loch für den Zurrstift des Höhenleitwerks 50 in den hinteren Teil des Rumpfes und kleben Sie den Stift ein.
  12. Kleben Sie den Sporn 51 an seinen Platz.

Lackieren und Bespannen​

Gefahr

Verwenden Sie Klebstoffe, Lacke und Verdünner in einem gut belüfteten Raum, fern von Flammen, Funken und anderen Zündquellen. Beachten Sie die Produktetiketten und vermeiden Sie das Einatmen von Dämpfen und Schleifstaub.

  1. Schleifen Sie das ganze Modell vorsichtig mit einem feinen Schleifpapier und lackieren Sie es zweimal mit einem dünnen Klebelack (mit einem Verdünner im Verhältnis von mindestens 1:1 verdünnt – der Lack muss wie Wasser fließen; verwenden Sie niemals einen unverdünnten Lack). Nach dem Trocknen jeder Lackschicht schleifen Sie das ganze Modell wieder mit einem feinen Schleifpapier.
  2. Die Bespannung des Modells ist aus Vliespapier. Sie können das Papier zur Konstruktion des Modells mit einem wasserverdünnten Dispersionsklebstoff kleben oder Sie können es mit einem dünnen Klebelack direkt lackieren. Orientieren Sie das Papier mit den Fasern in der Richtung parallel zur Nasenkante des Flügels oder zum Höhenleitwerk, nicht quer.
Hinweis

Wenn Sie die Bespannung mit Klebelack befestigen, streichen Sie nach dem Auflegen verdünnten Klebelack durch die gesamte Papierfläche. Lassen Sie ihn trocknen, bevor Sie die Überstände abschneiden. Verwenden Sie zum Ankleben Klebelack und Spannlack erst für die anschließenden Spannschichten.

Höhenleitwerk​
  1. Üben Sie als Anfänger zunächst am kleineren, ungekrümmten Höhenleitwerk. Schneiden Sie Papier mit 10 mm Überstand ringsum zu. Bestreichen Sie die Außenkanten der Unterseite, die Rippen und die Mittelplatte mit verdünntem Weißleim oder Klebelack. Legen Sie das Papier sofort auf und glätten Sie die Ränder vor dem Antrocknen mit den Fingerspitzen. Schneiden Sie den Überstand nach dem Trocknen auf 4–5 mm zurück. Legen Sie ihn um die Kanten und kleben Sie ihn mit verdünntem Weißleim oder Klebelack fest.
  2. Bespannen Sie die Oberseite des Höhenleitwerks ebenso. Tragen Sie verdünnten Weißleim oder Klebelack auf Nasen- und Endleiste, Hauptholm, Mittelplatten und Enden auf. Bestreichen Sie innen liegende Rippen unterhalb der oberen Bespannungsfläche nicht mit Klebstoff.
Flügel​
  1. Schneiden Sie vier oder sechs Papierstreifen mit 10 mm Überstand ringsum zu; die oberen Streifen müssen wegen der Profilwölbung breiter sein. Erfahrene Modellbauer können die gesamte Unterseite mit einem langen Streifen bespannen. Oben werden Mittelteil und Außenflügel einzeln bespannt. Beginnen Sie unten: Bestreichen Sie Nasen- und Endleiste sowie alle Rippen mit Leim oder Klebelack, legen Sie das Papier auf und glätten Sie es mit den Fingern. Schneiden Sie nach dem Trocknen auf 4–5 mm Überstand zurück, legen Sie ihn um die Kanten und kleben Sie ihn mit verdünntem Weißleim oder Klebelack fest. Schneiden Sie die Überstände an den Flügelknicken ein; am Randbogen teilen Sie sie in 4–8 mm lange Abschnitte, damit sie der Rundung folgen.
Hinweis

Die Bespannung der Flügelunterseite mit gewölbtem Profil erfordert ein wenig Übung und große Sorgfalt und Gründlichkeit. Der Schlüssel zum Erfolg ist, die Bespannung wirklich gründlich auf die gesamte Konstruktion zu kleben und den Kleber/Klebelack mindestens 24 Stunden trocknen zu lassen. Verwenden Sie unbedingt einen anderen Kleber oder Klebelack als den, den Sie für das spätere Spannen der Bespannung verwenden (d.h. Sie können die Bespannung mit einem verdünnten Dispersionskleber oder Klebelack verkleben, aber nicht direkt mit Spannlack), sonst besteht die Gefahr, dass sich die Bespannung beim Spannen von den Rippen löst.

  1. Bespannen Sie die Oberseite des Mittelteils ebenso, mit Papierüberstand auf die Wurzelrippen 18 der Außenflügel. Tragen Sie verdünnten Weißleim oder Klebelack auf Nasen- und Endleiste, Hauptholm und Rippen auf.
  2. Bespannen Sie die Außenflügel mit getrennten Streifen. Legen Sie das Papier zunächst auf und zeichnen Sie mit Bleistift und biegsamem Stahllineal oder Kunststoffstreifen die Verbindung der Rippen 6 und 18 nach. Schneiden Sie entlang der Linie und kleben Sie das Papier wie gewohnt auf. Teilen Sie die Überstände am Randbogen in 4–8 mm lange Abschnitte, damit sie sich der Rundung anpassen lassen.
  3. Für zusätzliche Festigkeit können Sie auch den Leitwerksträger bespannen. Kleben Sie 4 leicht überlappende Streifen nacheinander unten, auf beide Seiten und zuletzt oben auf. Der Rumpfkopf muss nicht bespannt werden.
  4. Die Flügelbespannung und das Höhenleitwerk kann man dann mit einem verdünnten Spannlack spannen. Sobald die Bespannung gleichmäßig gespannt ist (nach 1–2 Lackschichten), können Sie farbiges Papier lackieren – und weiter lackieren. Der Lack schützt die Bespannung zugleich vor Feuchtigkeit.
  5. Lackieren Sie in einem trockenen, gut belüfteten Raum bei über 20 °C. Bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit können manche Lacke milchig werden. Meist hilft es, das Modell warm und trocken zu lagern und die betroffene Stelle vorsichtig mit frischem, passendem Verdünner zu bestreichen. Tragen Sie insgesamt 3–5 dünne Lackschichten auf; verwenden Sie Hochglanzlack für den Rumpf und die letzte Schicht auf Tragfläche und Höhenleitwerk. Schleifen Sie die lackierten Flächen zwischen den Schichten leicht.
  6. Bringen Sie farbige Papierverzierungen am Rumpf vor der letzten Hochglanzschicht an. Kleben Sie die Aufkleber erst nach Abschluss der Lackierung auf!
  7. Lassen Sie das Modell nach jeder Schicht 2–3 Tage gründlich trocknen. Prüfen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk auf Verzug. Falls nötig, legen Sie das betroffene Teil nach jeder Lackschicht auf eine ebene, mit Folie geschützte Platte, beschweren es beispielsweise mit Zeitschriften in einer Plastiktüte und lassen es vollständig trocknen. Erhalten Sie die vorgesehene Schränkung beider Außenflügel; unterlegen Sie die äußeren Enden der Endleisten beim Trocknen.

Flugvorbereitung​

Kleben Sie den Stift 33 in das Höhenleitwerk ein.

Befestigen Sie den verstellbaren seitlichen Hochstarthaken 52 mit zwei Schrauben 53 links am Rumpf in der im Plan gezeigten Position. Schieben Sie ihn bei stärkerem Wind nach vorn und bei Windstille nach hinten, damit das Modell gleichmäßig steigt.

Befestigen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk mit mehreren Windungen des beiliegenden Gummifadens an den Stiften. Binden Sie an jedem Fadenende eine Schlaufe und legen Sie diese um den jeweiligen Stift.

Achtung

Eine einzelne Gummischlaufe reicht niemals aus!

Bohren Sie gemäß Plan ein 5 mm großes Zugangsloch in das Fach für Zusatzballast. Unterstützen Sie die Tragfläche mit den Fingerspitzen an der im Plan mit einem Pfeil markierten Schwerpunktlage. Der Rumpf muss waagerecht liegen. Hebt sich die Nase, geben Sie den erforderlichen Zusatzballast, etwa kleine Gewichte oder Schrauben, hinein; dieser liegt nicht bei. Verschließen Sie das Loch nach dem Auswiegen mit klarem Klebeband.

Achtung

Das richtige Auswiegen ist entscheidend. Ein falsch ausgewogenes Modell lässt sich nur schwer einstellen oder ist überhaupt nicht flugfähig!

Fliegen​

Kontrollieren Sie wieder, ob die Position des Schwerpunktes richtig ist und ob die Tragfläche, der Rumpf oder das Höhenleitwerk des Modells nicht verzogen sind. Fliegen Sie das Modell bei ruhigem, windstillem Wetter ein – am besten am Abend. Prüfen Sie, ob die Schränkung beider Außenflügel identisch ist.

Starten Sie immer gegen den Wind; werfen Sie etwas Gras hoch, um die Windrichtung festzustellen. Halten Sie die Tragfläche waagerecht und den Rumpf annähernd waagerecht. Werfen Sie das Modell mit mäßigem Schwung geradeaus und leicht gesenkter Nase. Werfen Sie weder nach oben noch steiler als 10° nach unten. Das Modell benötigt von Anfang an ausreichende Fluggeschwindigkeit; bloßes Loslassen genügt nicht. Führen Sie erste Gleitversuche über hohem Gras aus, um Landeschäden zu vermeiden.

Bei korrekter Ausrichtung von Tragfläche und Höhenleitwerk sowie richtigem Schwerpunkt gleitet Orion mit waagerechten Flächen und leicht gesenkter Nase. Sinkt das Modell wenige Schritte vor Ihnen steil zu Boden, kontrollieren Sie erneut den Schwerpunkt. Ist dieser richtig, unterlegen Sie die Hinterkante des Höhenleitwerks mit dünnem Balsa oder Sperrholz, bis ein flacher, gerader Gleitflug entsteht.

Wenn das Modell wiederholt die Nase hebt und nach einem Strömungsabriss abkippt, geben Sie schrittweise Ballast in die Nase. Kontrollieren Sie den Schwerpunkt erneut anhand des Plans und wiederholen Sie vorsichtige Gleitflugversuche. Beginnen Sie erst mit Hochstarts, wenn der Gleitflug stabil ist.

Biegen Sie nach dem Einstellen des geraden Gleitflugs das Seitenruder 46 von hinten gesehen etwa 2 mm nach links. Das Modell soll große Linkskreise gegen den Uhrzeigersinn fliegen. Beim Hochstart wirkt der seitlich versetzte Haken nach rechts, sodass Orion geradeaus steigt.

Nach dem Einfliegen können Sie Orion erstmals an einer 25 m langen Angelschnur hochstarten. Kaufen Sie ein Hochstartseil im Modellbaufachhandel oder verwenden Sie Angelschnur mit mindestens 5 kg Tragkraft. Binden Sie einen Schlüsselring mit einem Palstek ans Ende und befestigen Sie 20–30 cm davor einen roten Stoffwimpel. Dieser macht die Schnur in der Luft und am Boden sichtbar. Bewahren Sie die Schnur auf einer geeigneten Spule auf.

Hängen Sie den Ring am Hochstarthaken ein und lassen Sie das Modell von einem Helfer halten und später starten. Wickeln Sie die Schnur gegen den Wind gehend ab und halten Sie sie leicht gespannt. Beim Start muss das Modell mit waagerechten Flächen und nur leicht angehobener Nase genau gegen den Wind zeigen.

Geben Sie dem Helfer ein Zeichen und laufen Sie beide gegen den Wind – der Helfer lässt das Modell nach einigen Schritten los. Laufen Sie in einem flotten Tempo gegen den Wind und beobachten Sie das Modell ständig mit einem Blick über die Schulter. Passen Sie die Laufgeschwindigkeit an die Steiggeschwindigkeit des Modells an. Das Modell muss das Seil mit einer konstanten Kraft spannen und in einem gleichmäßigen Bogen ansteigen. Je stärker der Wind, desto langsamer können Sie laufen. Wenn der Zug im Seil nachlässt und das Modell nur allmählich steigt, bzw. zur Seite abbiegt, müssen Sie den Lauf beschleunigen. Umgekehrt, wenn der Zug im Seil zunimmt und das Modell dazu neigt, stark zu einer Seite abzubiegen, müssen Sie den Lauf verlangsamen und warten, bis das Modell in einer geraden Linie ausgerichtet ist. Schleppen müssen Sie mit Gefühl; besonders bei stärkerem Wind könnte das Modell bei einem zu schnellen Zug beschädigt werden. Sobald das Modell fast über Ihrem Kopf ist, sollte das richtig eingestellte Modell leicht in die linke Kurve abbiegen – in diesem Moment halten Sie an und lassen Sie das Modell über sich fliegen und lösen Sie es vom Hochstartseil.

Bewegen Sie zum Einfliegen den Hochstarthaken so weit wie möglich nach vorne. Während des Einfliegens des Modells können Sie den Haken allmählich nach hinten schieben, je nachdem, wie es sich im Schlepp verhält – wenn es widerstrebend steigt, ist es nötig, ihn nach hinten zu schieben. Wenn es im Schlepp die Nase zu stark hebt und seitlich ausbricht, muss er nach vorne geschoben werden. Stellen Sie große, flache Linkskreise im Gleitflug ein, damit das Modell nicht mit großer Neigung fliegt. Führen Sie die Einstellung durch, indem Sie das Seitenruder vorsichtig biegen. Der Ausschlag zum Kreisen ist recht klein, ca. 2 mm. Für Wettkampfflüge ist es ratsam, das Modell für eine Thermikbremse mit einer Zeitschaltuhr zu modifizieren, die nach der festgelegten Zeit das Höhenleitwerk nach oben kippt (ca. 45°) und das Modell landet in großen Schwüngen von selbst.

Anhang​

Stückliste​

Hauptteile​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Kopf des Rumpfes – Ceibasperrholz 8 mm dick401
Seitenabdeckung des Rumpfes (Furnier 1 mm)422
Bauplan1
Bedienungsanleitung1
Bespannpapier Vlies – Blatt1
Schleifpapier1
Decalbogen1
Leistenbündel A​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Flügelmittelholm (Fichte 2×6×560 mm)2, 102
Nasenleiste der Flügelmitte (Fichte 2×6×560 mm)41
Rumpfträger (Fichte 2×8×498 mm)37, 382
Nasenleiste der Flügelmitte (Balsa 4×6×560 mm)51
Leistenbündel B​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Träger des Ohres (Fichte 2×6×200 mm)16, 19, 226
Endleiste des Ohres (Balsa 3×12×200 mm)21L, 21R1+1
Nasenleiste des Ohres (Balsa 4×6×200 mm)202
Keile des Flügels und des Höhenleitwerks (Balsa 1,5×8×198 mm)13, 322
Leistensatz C​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Höhenruderträger (Balsa 2×4×300 mm)25, 302
Endleiste des Höhenruders (Balsa 2,8×10×300 mm)291
Nasenleiste des Höhenleitwerks (Balsa 4×4×300 mm)281
Endleiste der Flügelmitte (Balsa 3×12×290 mm)17L, 17R1+1
Balsa-Prisma des Rumpfes (Balsa 8 mm)35, 361+1
Kleinteilebeutel A​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Flügelrippe (Balsa 2 mm)324
Kleinteilebeutel B​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Beplankung der Flügelmitte (Balsa 1,5×33 mm)7, 8, 11, 123
Schablone für Flügelprofil141
Mittlere Flügelrippen (Balsa 2 mm)92
Endrippe des Flügels (Balsa 4 mm)232
Endrippe des mittleren Flügelteils (Balsa 6 mm)6L, 6R1+1
Wurzelrippe des Ohres (abgeschrägt) (Balsa 6 mm)18L, 18R1+1
Kleinteilebeutel C​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Mittelrippe des Höhenleitwerks (Balsa 5 mm)272
Endrippe des Höhenleitwerks (Balsa 3 mm)312
Rippe des Höhenleitwerks (Balsa 1,5 mm)2610
Stift der Thermikbremse (Bambusstift Ø2,5×40 mm)331
Kleinteilebeutel D​
TeilNummer im BauplanAnzahl
Flosse (Balsa 3 mm)451
Seitenruder (Balsa 3 mm)461
Scharnier des Seitenruders (Messingblech)472
Befestigung des Flügels (Plywood 1,5×32×107 mm)481
Rumpfstrebe (Fichte 3×8×90 mm)391
Zurrstift des Flügels (Buchenstift Ø3×32 mm)492
Zurrstift des Höhenleitwerks (Bambusstift Ø2,5×25 mm)501
Sporn (Balsa 3 mm)511
Befestigung Höhenleitwerk (Kunststoff)441
Höhenruder-Unterlage (Kunststoff)431
Hochstarthaken (Laminat 1,5 mm)521
Schraube des Hochstarthakens (Stahl 2×8 mm)532
Gewicht (Stahl Ø20×8 mm)411