KAVAN Dingo 796 mm - Bauanleitung

KAVAN Dingo A3 - Bausatz
Einleitung
Der Segler der Kategorie A3 Dingo ist bestimmt für Modellbauneulinge, die bereits Erfahrungen mit Bau von einfachen Freiflugmodellen und kleineren papierbespannten Modellen haben. Sie brauchen die grundlegenden Modellbauwerkzeuge, Klebstoffe und Lackarten, die Sie in Zukunft auch beim Bau von anderen Modellen verwenden. Vor dem Baubeginn lesen Sie sorgfältig die Bauanleitung und Bauskizze durch.
Bevor Sie beginnen
- Wenn Sie mit Flugmodellen beginnen, bitten Sie einen erfahrenen Modellbauer, Ihr fertiges Modell zu überprüfen und Ihnen bei den ersten Flügen zu helfen. Ihr Modellbaugeschäft oder örtlicher Modellflugverein kann Ihnen bei der Suche nach einem Fluglehrer helfen.
- Bauen Sie das Modell nach dieser Anleitung. Verändern Sie es nicht, da es dadurch unsicher oder flugunfähig werden kann. Nehmen Sie sich Zeit und bauen Sie alle Teile gerade, maßhaltig und stabil.
- Prüfen Sie vor Baubeginn, ob Teile fehlen oder beschädigt sind. Machen Sie sich mit allen Bauteilen vertraut und wenden Sie sich sofort an Ihren Händler, falls Ersatz erforderlich ist.
- Passen Sie jedes Teil vor dem Verkleben trocken ein. Prüfen Sie, ob es das richtige Teil ist und richtig passt; mehr Klebstoff kann eine schlechte Passung nicht ausgleichen.
- Halten Sie die auf dem beiliegenden Bauplan markierte Schwerpunktlage (CG) ein. Wiegen Sie das Modell vor dem Erstflug gemäß Flugvorbereitung aus.
Prüfen Sie vor Baubeginn den Inhalt des Baukastens und melden Sie fehlende oder beschädigte Teile.
Sicherheitshinweise
Dieses Modell ist kein Spielzeug. Obwohl es leicht ist und langsam fliegt, kann falsche Handhabung Verletzungen oder Schäden verursachen. Bauen, erproben und fliegen Sie es verantwortungsvoll nach der Anleitung, den geltenden Modellflug-Sicherheitsregeln und mit gesundem Menschenverstand.
Verwenden Sie geeignete Werkzeuge und Zubehör in gutem Zustand. Montieren Sie alle Teile richtig und prüfen Sie das Modell vor dem ersten und jedem weiteren Flug. Fliegen Sie kein beschädigtes Modell. Anfänger sollten mit Unterstützung eines erfahrenen Modellbauers fliegen.
Kinder unter 14 Jahren dürfen das Modell nur unter Aufsicht eines Erwachsenen betreiben. Fliegen Sie bei Windstille oder leichtem Wind an einem sicheren Ort ohne Hindernisse.
Eigenschaften
- Als erstes Segelflugmodell geeignet
- In der Tschechischen Republik entwickelt und hergestellt
- Hoher Vorfertigungsgrad
- Einfacher Aufbau
- Hervorragende Flugeigenschaften
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Spannweite | 796 mm |
| Länge | 655 mm |
| Fluggewicht | 150 g (mindestens 150 g) |
Lieferumfang
CNC-geschnittene Balsateile für Rumpf, Tragfläche und Leitwerke, Holzholme und -leisten, Schleifpapier, Ballast, Befestigungsgummi, verstellbarer seitlicher Hochstarthaken, weißes Bespannpapier, Aufkleber, Bauplan in Originalgröße und Bauanleitung.
Empfohlene Klebstoffe
Verwenden Sie einen lösungsmittelhaltigen Modellbauklebstoff (UHU® Hart, Kanagom o. Ä.), wasserbeständigen Weißleim (KAV56.9960 / KAV56.9961, BISON Super Wood o. Ä.) oder mittelflüssigen Sekundenkleber (KAV56.9952).
Empfohlene Lacke
Verwenden Sie für die Papierbespannung KAVAN Standard Klebelack (KAV56.9988), Spannlack (KAV56.9986) und den passenden Verdünner (KAV56.9992 / KAV56.9992A). Farbige Spannlacke KAVAN Color (KAV56.9987.x) können ebenfalls verwendet werden.
Werkzeuge und Zubehör
Bereiten Sie ein vollkommen ebenes Baubrett vor, in das sich Nadeln stecken lassen (mindestens 300×700 mm), ein Modellbaumesser (KAV66.770) mit Klingen Nr. 11, eine Laubsäge mit feinen Blättern, Schleifklötze mit Schleifpapier der Körnungen 180 und 360–400, Modellbaunadeln (KAV66.0355), eine Schere, flache und runde Nadelfeilen und einen weichen Flachpinsel mit 1/4"–3/8" Breite. Schützen Sie den Plan mit dünner, transparenter Kunststofffolie; ein aufgeschnittener großer Polyethylenbeutel eignet sich dafür. Legen Sie Bohrer für die in der Bauanleitung angegebenen Stift- und Ballastbohrungen bereit.
Hauptteil
Bauplan
Entnehmen Sie Teilezuordnung, Profile, V-Form, Höhenleitwerkseinstellung und Schwerpunktlage (CG) dem beiliegenden Bauplan in Originalgröße. Die nachfolgend mit Buchstaben bezeichneten Details finden Sie auf diesem Plan. Halten Sie den Papierplan während des gesamten Baus und beim Auswiegen bereit.
Bau des Modells
- Legen Sie die Bauskizze auf eine gerad Arbeitsplatte und decken Sie sie mit einer dünnen klaren Kunststofffolie ab, die sie vor dem Kleben der Modellkonstruktion schützen wird. Wenn Sie nur eine kleine Arbeitsplatte haben, können Sie den Plan vorsichtig in kleinere Teile schneiden – z. B. mit dem Flügel, Höhenleitwerk, usw.
- Vor dem Einkleben der Teile prüfen Sie immer trocken, ohne zu kleben, ob sie richtig passen.
- Balsa- und Fichtenholme und Leisten sind im Baukasten etwas länger, als es nötig ist. Beim Kleben lassen Sie eine Überlappung auf beiden Seiten, sie werden erst nach Fertigstellung des entsprechenden Teils des Modells auf die exakte Länge geschnitten/geschliffen.
Flügel
- Beide Flügelhälften sind auf der Bauskizze gezeichnet, so dass Sie sie gleichzeitig bauen können, wenn Sie möchten. Reinigen Sie die fertigen Balsarippen 1 (Det. G–G) mit einem feinen Sandpapier.
- Auf den Plan pinnen Sie leicht mit dünnen Stecknadeln die trapezförmige Nasenleiste 2 und die Balsa-Endleiste 3 mit ausgeschliffenen Rillen für die Rippen (Achtung – es gibt eine linke und eine rechte – folgen Sie den Rillen). Zwischen die Nasen- und Endleiste des Flügels kleben Sie die Balsarippen 1. Weiter kleben Sie dann zwischen die Nasen- und Endleiste des Flügels die Balsarippe 4 zugleich mit der Kante des Flügels – mit einem abgeschrägten Winkel in der Richtung zur Flügelwurzel (Det. F–F).
- Von oben kleben Sie in die Rillen der Rippen 1 den Hauptflügelholm 5 aus der Fichtenleiste 3×8 mm. An die Wurzelrippe 4 kleben Sie ihn noch nicht. Kleben Sie die Keile 6 zur Nasen- und Endleiste (in die Ecken). Schmieren Sie die Rippenverbindungen mit der Nasen-, Endleiste und dem Holm erneut an allen Verbindungspunkten mit dem Klebstoff ein und lassen Sie ihn richtig trocknen. Kleben Sie die andere Hälfte des Flügels auf die gleiche Weise.
- Nachdem der Klebstoff getrocknet ist, schneiden Sie die Leisten an den Enden beider Flügelteile in eine Ebene mit den Endrippen ab. Runden Sie die Nasenleisten beider Flügelhälften in die Profilform (Det. D–D) ab. Kleben Sie die Endrippen 7 an beide äußeren Teile des Flügels, nach dem Trocknen des Klebstoffs runden Sie ihre Kanten gemäß dem Plan ab. Überprüfen Sie erneut die Passung der Wurzelrippen der beiden Flügelhälften - nach dem Zusammensetzen der beiden Flügelhälften muss die V-Form 150 mm (Det. E) betragen.
- Kleben Sie an den Hauptholm 5 und in die Rillen der Wurzelrippe 4 auf einer Hälfte des Flügels von den beiden Seiten die Sperrholz-Flügelverbinder 8 so, dass ihre Oberkante mit der Oberkante des Hauptholms in einer Ebene ist. Schmieren Sie die Kontaktflächen der Wurzelrippen, die Nasen- und Endleisten und Flächenverbinder 8 gründlich mit Klebstoff ein. Kleben Sie die beiden Flügelhälften zusammen, indem Sie eine Flügelhälfte auf eine flache Arbeitsfläche legen und beschweren (z.B. mit Zeitschriften in einer Plastiktüte). Drücken Sie die andere Hälfte des Flügels auf die Hälfte auf der Arbeitsplatte und stützen Sie sie beispielsweise mit Büchern so hoch ab, damit das Ende des Flügels 150 mm über der Arbeitsplatte ist. Stellen Sie sicher, dass die Nasen- und Endkanten beider Hälften in einer Linie sind. Lassen Sie dann den Klebstoff gründlich aushärten. Dann schleifen Sie die Verbindung, danach den gesamten Flügel. Dann schleifen Sie den Flügel wieder mit einem feinen Schleifpapier - jetzt ist er zum Bespannen bereit.
Höhenleitwerk
- Das Höhenleitwerk wird wie der Flügel direkt auf dem mit einer klaren Kunststofffolie geschützten Plan gebaut. Pinnen Sie die Fichten-Endleiste 11 auf die Skizze des Höhenruders mit einer Überlappung auf beiden Seiten an. An die Endleiste 11 kleben Sie die Balsa-Platte 12, dazu die Fichten-Nasenleiste 13 mit einer Überlappung auf beiden Seiten und sichern Sie sie mit Stecknadeln. Zwischen die Nasen- und Endleiste kleben Sie Balsa-Leisten 14. Kleben Sie sie allmählich von den äußeren Enden des Höhenleitwerks in die Richtung zur Mitte des Höhenleitwerks.
- Nach dem gründlichen Trocknen des Klebstoffs nehmen Sie das Höhenleitwerk aus dem Plan heraus, schneiden Sie die Überlappungen der Nasen- und Endleiste ab und kleben Sie die Randbögen 15. Schleifen Sie die Nasen- und Endleiste mit einem Schleifpapier in die Profilform (Det. A–A). Nach der Papierbespannung des Höhenruders kleben Sie auf die Balsa-Platte 12 einen Bambusstift (Ø2,5×40 mm) 16 so, dass er die Endleiste des Höhenleitwerks um 15 mm überlappt.
Rumpf und Seitenleitwerk
- Der Rumpf besteht aus einem Leitwerksträger aus Fichtenleisten und Balsaklötzen sowie einem vorderen Rumpfkopf aus Ceiba-Sperrholz. Dieser bietet Platz für Ballast und gegebenenfalls einen Timer. Wenn Sie einen mechanischen oder elektronischen Timer für eine Thermikbremse einbauen möchten, passen Sie jetzt die Aussparungen im Rumpfkopf 25 an.
- Beginnen Sie mit der Tragflächenauflage. Kleben Sie zwei Balsaleisten 21 entlang der Außenkanten der Sperrholzplatte 20 auf. Kleben Sie die Auflage mittig und rechtwinklig zu den Rumpfseiten auf den Rumpf 25.
- Kleben Sie die Abstandshalter 22 an beide Rumpfseiten so, dass ihre Vorderkante mit der Vorderkante der Flügelbefestigung zusammenfällt und diese von unten berührt. Nachfolgend kleben Sie dann von beiden Seiten die Fichtenleisten des Leitwerkträgers 3×8×450 mm 23. Kleben Sie sie an den Rumpf so, dass sie genau in die Abstandshalter 22 eingesteckt werden und im hinteren Teil des Rumpfkopfes die Flügelbefestigung berühren. Zwischen die beiden Leisten des Leitwerksträgers 23 kleben Sie den Balsastreifen 24 (3×8×75 mm) – tragen Sie den Klebstoff auf beide Seiten auf, legen Sie ihn zwischen die Rumpfleisten 23 ein und ziehen Sie zusammen – z.B. mit Wäscheklammern. Gleich danach legen Sie den Rumpf „aufrecht“ mit der Flügelbefestigung 20 auf die Platte mit dem Plan (Grundriss). Überprüfen Sie, ob beide Rumpfleisten und der Balsastreifen auf der Arbeitsplatte liegen und ob das hintere Teil des Rumpfes von oben gesehen mit den Leisten auf dem Plan übereinstimmt. Der ganze Rumpf und Füllstück 24 müssen direkt, gerade und nicht verdreht sein.
- Runden Sie Vorder- und Hinterkante des Seitenruders 30 ab. Schneiden Sie mit einer spitzen Messerklinge Schlitze für die Messingscharniere 29 in Seitenflosse 28 und Seitenruder 30. Kleben Sie die Scharniere mit Sekundenkleber zuerst ins Ruder, dann in die Flosse; lassen Sie einen kleinen Spalt für die Verstellung. Kleben Sie die Einheit bündig mit der Unterseite zwischen die Rumpfleisten. Kleben Sie den Flächenbefestigungsstift 35 aus Buche ein. Bohren Sie für den Bambusstift 34 der Höhenleitwerksbefestigung (Ø2,5 mm, Länge nach Plan) mit einem 2,5-mm-Bohrer ein 10 mm tiefes Loch und kleben Sie den Stift ein. Kleben Sie die vordere Höhenleitwerksauflage aus Fichtenleiste 27 (3×5×25 mm) und Sperrholzplatte 26 (1 mm – 25×15 mm) zusammen. Kleben Sie sie auf den Leitwerksträger und in die Aussparung der Seitenflosse. Prüfen Sie mit aufgelegtem Höhenleitwerk die Rechtwinkligkeit zu den Rumpfseiten von vorn und zur Rumpflängsachse von oben. Feilen oder sägen Sie gemäß Det. J–J 1,5 mm breite Nuten für den Befestigungsgummi in Leiste 27.
- An das Rumpfende kleben Sie die Balsa-Platte 39 (3 mm dick – 9×12 mm) und dann schleifen Sie sie in einen Winkel so, dass das Höhenleitwerk auf ihr mit der ganzen Fläche liegt. In den Rumpfkopf kleben Sie den Ballast 32 ein. Kleben Sie die Seitendeckel 33 passend auf den Umriss des Rumpfes. Kleben Sie die Querstrebe 38 (Balsa 6×8×20 mm) zwischen die Heckauslegerstangen 23. Kleben Sie die Kufe 40 fest.
Lackieren und Bespannen
Verwenden Sie Klebstoffe, Lacke und Verdünner in einem gut belüfteten Raum, fern von Flammen, Funken und anderen Zündquellen. Beachten Sie die Produktetiketten und vermeiden Sie das Einatmen von Dämpfen und Schleifstaub.
- Schleifen Sie das ganze Modell vorsichtig mit einem feinen Schleifpapier und lackieren Sie es zweimal mit einem dünnen Klebelack (mit einem Verdünner im Verhältnis von mindestens 1:1 verdünnt - der Lack muss wie Wasser fließen; verwenden Sie niemals einen unverdünnten Lack). Nach dem Trocknen jeder Lackschicht schleifen Sie das ganze Modell wieder mit einem feinen Schleifpapier.
- Die Bespannung des Modells ist aus Vliespapier. Sie können das Papier zur Konstruktion des Modells mit einem wasserverdünnten Dispersionsklebstoff kleben oder Sie können es mit einem dünnen Klebelack direkt lackieren. Orientieren Sie das Papier mit den Fasern in der Richtung parallel zur Nasenkante des Flügels oder zum Höhenleitwerk, nicht quer. Das im Baukasten enthaltene Papier ist bereits auf die optimale Größe für die Bespannung einzelner Flächen zugeschnitten.
Wenn Sie die Bespannung mit Klebelack befestigen, streichen Sie nach dem Auflegen verdünnten Klebelack durch die gesamte Papierfläche. Lassen Sie ihn trocknen, bevor Sie die Überstände abschneiden. Verwenden Sie zum Ankleben Klebelack und Spannlack erst für die anschließenden Spannschichten.
Höhenleitwerk
- Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Bespannen haben, empfehlen wir mit dem Höhenleitwerk zu beginnen, auf dem Sie das Bespannen „üben“. Bespannen Sie das Höhenleitwerk zuerst von unten mit einem Streifen Papier - schmieren Sie mit dem Klebstoff die Nasen- und Endleiste und alle Rippen ein. Legen Sie das Papier auf die Konstruktion und glätten Sie es vorsichtig (wenn Sie es mit Lack kleben, lackieren Sie die ganze Fläche mit einem dünnen Klebelack nach dem Auflegen des Papiers auf die Konstruktion). Nach dem Trocknen des Klebstoffs (Lacks) schneiden Sie das Bespannpapier um den Umfang so ab, dass da eine Überlappung von 4–5 mm bleibt. Biegen Sie das überlappende Papier um die Kante und kleben (lackieren) Sie es zur Konstruktion. Dann bespannen Sie das Höhenleitwerk auf die gleiche Weise mit einem Streifen Papier von oben. Biegen Sie das überlappende Papier um die Kante und kleben (lackieren) Sie es zur Konstruktion.
Flügel
- Bespannen Sie den Flügel mit vier Streifen Papier (vergessen Sie nicht, dass die Streifen für die obere Flügelseite breiter sein müssen – die obere Seite des Flügels ist gewölbt). Beginnen Sie mit Bespannen wieder von unten – schmieren Sie die Nasen- und Endleiste und alle Rippen mit dem Klebstoff ein, legen Sie einen Streifen Papier auf die Flügelhälfte und glätten Sie das Papier mit den Fingern zur Konstruktion. Auf die gleiche Weise bespannen Sie von unten auch die zweite Flügelhälfte. Nach dem Trocknen des Klebstoffs (Lacks) schneiden Sie das Bespannpapier um den Umfang so ab, dass da eine Überlappung von 4–5 mm bleibt. Biegen Sie das überlappende Papier um die Kante und kleben (lackieren) Sie es zur Konstruktion.
- Bespannen Sie die Oberseite ebenso. Tragen Sie verdünnten Weißleim oder Klebelack auf Nasen- und Endleiste, Hauptholm und Rippen auf. Schneiden Sie den Papierüberstand am Randbogen in 4–8 mm lange Abschnitte ein, damit er sich der Rundung anpassen lässt.
- Der Rumpf muss nicht bespannt werden. Die Flügelbespannung und das Höhenleitwerk kann man dann mit einem verdünnten Spannlack spannen. Sobald die Bespannung gleichmäßig gespannt ist (nach 1–2 Lackschichten), können Sie farbiges Papier lackieren – und weiter lackieren. Der Lack schützt die Bespannung zugleich vor Feuchtigkeit.
- Lackieren Sie in einem trockenen, gut belüfteten Raum bei über 20 °C. Bei niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit können manche Lacke milchig werden. Meist hilft es, das Modell warm und trocken zu lagern und die betroffene Stelle vorsichtig mit frischem, passendem Verdünner zu bestreichen. Tragen Sie insgesamt 3–5 dünne Lackschichten auf; verwenden Sie Hochglanzlack für den Rumpf und die letzte Schicht auf Tragfläche und Höhenleitwerk. Schleifen Sie die lackierten Flächen zwischen den Schichten leicht. Bringen Sie farbige Papierverzierungen am Rumpf vor der letzten Hochglanzschicht an. Kleben Sie die Aufkleber erst nach Abschluss der Lackierung auf!
- Lassen Sie das Modell nach jeder Schicht 2–3 Tage gründlich trocknen. Prüfen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk auf Verzug. Falls nötig, legen Sie das betroffene Teil nach jeder Lackschicht auf eine ebene, mit Folie geschützte Platte, beschweren es beispielsweise mit Zeitschriften in einer Plastiktüte und lassen es vollständig trocknen.
Flugvorbereitung
Befestigen Sie den seitlichen Hochstarthaken 36 mit zwei Schrauben 37 links am Rumpf gemäß Bauplan. Verschieben Sie ihn bei stärkerem Wind nach vorn, bei schwächerem nach hinten, bis das Modell gleichmäßig steigt. Befestigen Sie Tragfläche und Höhenleitwerk mit mehreren Schlaufen des beiliegenden Gummis an den Rumpfstiften.
Eine einzelne Gummischlaufe reicht niemals aus!
Übertragen Sie die mit einem Pfeil im Bauplan markierte Schwerpunktlage auf die Unterseite der Flächenauflage beiderseits des Rumpfes. Verwenden Sie einen wasserfesten Stift oder einen schmalen farbigen Klebestreifen. Unterstützen Sie die Tragfläche an diesen Stellen mit den Fingerspitzen; der Rumpf muss waagerecht liegen. Hebt sich die Nase, geben Sie den nötigen zusätzlichen Ballast, etwa kleine Schrauben oder Knetmasse, in die Nase. Zusatzballast ist nicht enthalten. Genaues Auswiegen ist entscheidend: Ein falsch ausgewogenes Modell lässt sich schwer einstellen oder fliegt überhaupt nicht!
Fliegen
Kontrollieren Sie wieder, ob die Position des Schwerpunktes richtig ist und ob die Tragfläche, der Rumpf oder das Höhenleitwerk des Modells nicht verzogen sind. Fliegen Sie das Modell bei ruhigem, windstillem Wetter ein – am besten am Abend.
Starten Sie immer gegen den Wind; werfen Sie etwas Gras hoch, um die Windrichtung festzustellen. Halten Sie die Tragfläche waagerecht und den Rumpf annähernd waagerecht. Werfen Sie das Modell mit mäßigem Schwung geradeaus und leicht gesenkter Nase. Werfen Sie weder nach oben noch steiler als 10° nach unten. Das Modell benötigt von Anfang an ausreichende Fluggeschwindigkeit; bloßes Loslassen genügt nicht. Führen Sie erste Gleitversuche über hohem Gras aus, um Landeschäden zu vermeiden.
Bei korrekter Ausrichtung von Tragfläche und Höhenleitwerk sowie richtigem Schwerpunkt gleitet Dingo mit waagerechten Flächen und leicht gesenkter Nase. Sinkt das Modell wenige Schritte vor Ihnen steil zu Boden, kontrollieren Sie erneut den Schwerpunkt. Ist dieser richtig, unterlegen Sie die Hinterkante des Höhenleitwerks mit dünnem Balsa oder Sperrholz, bis ein flacher, gerader Gleitflug entsteht. Wenn es dagegen die Nase hebt und nach einem Strömungsabriss abkippt, schleifen Sie die hintere Höhenleitwerksauflage 39 schrittweise niedriger, bis der Gleitflug gleichmäßig und gerade ist.
Biegen Sie nach dem Einstellen des geraden Gleitflugs das Seitenruder 30 von hinten gesehen etwa 2 mm nach links. Das Modell soll große Linkskreise gegen den Uhrzeigersinn fliegen. Beim Hochstart wirkt der seitlich versetzte Haken nach rechts, sodass Dingo geradeaus steigt.
Nach dem Einfliegen können Sie Dingo erstmals an einer 25 m langen Angelschnur hochstarten. Kaufen Sie ein Hochstartseil im Modellbaufachhandel oder verwenden Sie Angelschnur mit mindestens 5 kg Tragkraft. Binden Sie einen Schlüsselring mit einem Palstek ans Ende und befestigen Sie 20–30 cm davor einen roten Stoffwimpel. Dieser macht die Schnur in der Luft und am Boden sichtbar. Bewahren Sie die Schnur auf einer geeigneten Spule auf.
Hängen Sie den Ring am Hochstarthaken ein und lassen Sie das Modell von einem Helfer halten und später starten. Wickeln Sie die Schnur gegen den Wind gehend ab und halten Sie sie leicht gespannt. Beim Start muss das Modell mit waagerechten Flächen und nur leicht angehobener Nase genau gegen den Wind zeigen.
Geben Sie dem Helfer ein Zeichen und laufen Sie beide gegen den Wind – der Helfer lässt das Modell nach einigen Schritten los. Laufen Sie in einem flotten Tempo gegen den Wind und beobachten Sie das Modell ständig mit einem Blick über die Schulter. Passen Sie die Laufgeschwindigkeit an die Steiggeschwindigkeit des Modells an. Das Modell muss das Seil mit einer konstanten Kraft spannen und in einem gleichmäßigen Bogen ansteigen. Je stärker der Wind, desto langsamer können Sie laufen. Wenn der Zug im Seil nachlässt und das Modell nur allmählich steigt, bzw. zur Seite abbiegt, müssen Sie den Lauf beschleunigen. Umgekehrt, wenn der Zug im Seil zunimmt und das Modell dazu neigt, stark zu einer Seite abzubiegen, müssen Sie den Lauf verlangsamen und warten, bis das Modell in einer geraden Linie ausgerichtet ist. Schleppen müssen Sie mit Gefühl; besonders bei stärkerem Wind könnte das Modell bei einem zu schnellen Zug beschädigt werden. Sobald das Modell fast über Ihrem Kopf ist, sollte das richtig eingestellte Modell leicht in die linke Kurve abbiegen – in diesem Moment halten Sie an und lassen Sie das Modell über sich fliegen und lösen Sie es vom Hochstartseil.
Bewegen Sie zum Einfliegen den Hochstarthaken so weit wie möglich nach vorne. Während des Einfliegens des Modells können Sie den Haken allmählich nach hinten schieben, je nachdem, wie es sich im Schlepp verhält – wenn es widerstrebend steigt, ist es nötig, ihn nach hinten zu schieben. Wenn es im Schlepp die Nase zu stark hebt und seitlich ausbricht, muss er nach vorne geschoben werden. Stellen Sie große, flache Linkskreise im Gleitflug ein, damit das Modell nicht mit großer Neigung fliegt. Führen Sie die Einstellung durch, indem Sie das Seitenruder vorsichtig biegen. Der Ausschlag zum Kreisen ist recht klein, ca. 2 mm. Für Wettkampfflüge ist es ratsam, das Modell für eine Thermikbremse mit einer Zeitschaltuhr zu modifizieren, die nach der festgelegten Zeit das Höhenleitwerk nach oben kippt (ca. 45°) und das Modell landet in großen Schwüngen von selbst.
Anhang
Stückliste
Hauptteile
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Kopf des Rumpfes – Ceibasperrholz 8 mm dick | (25) | 1 |
| Bauplan | 1 | |
| Bedienungsanleitung | 1 | |
| Bespannpapier Vlies – Blatt | 3 | |
| Schleifpapier fein + grob | 1+1 |
Leistenbündel
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Rumpfleisten 3×8×450 mm | (23) | 2 |
| Balsa-Nasenleiste 7×7×410 mm | (2) | 2 |
| Balsa-Endleiste 14×4,5×410 mm | (3) | 2 |
| Fichten-Flügelholme 3×8×410 mm | (5) | 2 |
| Fichtenleiste – 3×5×410 mm | (11, 13) | 2 |
Kleinteilebeutel A
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Seitenabdeckung des Rumpfes | (33) | 2 |
| Abstandshalter | (22) | 2 |
| Balsastreifen des Rumpfes 3×8×75 mm | (24) | 1 |
| Balsa Seitenleitwerkruder | (30) | 1 |
| Zurrstift des Flügels Ø3×30 mm | (35) | 1 |
| Zurrstift des Höhenruders Ø2,5×22 mm | (34) | 1 |
| Hintere Höhenleitwerksauflage – Balsa 3×9×12 mm | (39) | 1 |
| Sperrholz-Platte Höhenleitwerk – 1 mm dick – 25×15 mm | (26) | 1 |
| Fichtenleiste der Platte Höhenleitwerk – 3×5×25 mm | (27) | 1 |
| Rumpfstrebe – Balsa 6×8×20 mm | (38) | 1 |
| Sporn | (40) | 1 |
| Hochstarthaken | (36) | 1 |
| Schraube | (37) | 2 |
| Scharnier des Seitenruders (Messingblech) | (29) | 2 |
| Gewicht Ø20×8 mm | (32) | 1 |
Kleinteilebeutel B
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Seitenleitwerksflosse | (28) | 1 |
| Befestigung des Flügels | (20) | 1 |
| Balsa-Leiste 3×5×120 mm | (21) | 2 |
| Wurzelrippe des Flügels (abgeschrägt) | (4) | 1+1 |
| Randbogen | (7) | 2 |
| Flügelverbinder „V“ | (8) | 2 |
| Dreieckige Keile | (6) | 8 |
Kleinteilebeutel C
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Flächenrippe | (1) | 20 |
Kleinteilebeutel D
| Teil | Nummer im Bauplan | Anzahl |
|---|---|---|
| Balsa-Leiste Höhenleitwerk 3×5×59 mm | (14) | 8 |
| Balsa-Leiste Höhenleitwerk 3×5×69 mm | (15) | 2 |
| Zentrale Balsa-Strebe 3×20×59 mm | (12) | 1 |
| Stift des Höhenruders Ø2,5×40 mm | (16) | 1 |